Mehr Schutz für Workloads und KI-Agenten Zero Networks erweitert Palo-Alto-Integration

Von Ira Zahorsky 4 min Lesedauer

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Zero Networks und Palo Alto Networks erweitern ihre gemeinsame Lösung. Sie verbindet Mikrosegmentierung, automatisierte Eindämmung und KI-Sicherheit. Ausgewählter Datenverkehr lässt sich prüfen, während Richtlinien zentral verwaltet werden.

Die gemeinsame Lösung von Zero Networks und Palo Alto Networks ist darauf ausgelegt, Ressourcen in lokalen, Cloud-, Kubernetes- und OT-Umgebungen automatisch zu erfassen und eine Segmentierung vorzunehmen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die gemeinsame Lösung von Zero Networks und Palo Alto Networks ist darauf ausgelegt, Ressourcen in lokalen, Cloud-, Kubernetes- und OT-Umgebungen automatisch zu erfassen und eine Segmentierung vorzunehmen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Zero Networks baut seine Integration mit Palo Alto Networks aus. Die gemeinsame Lösung soll nicht mehr nur Assets erkennen, dynamisch taggen und Firewall-Regeln anpassen. Neu hinzu kommen nun Zero-Touch-Containment, die Umleitung ausgewählten Datenverkehrs zur tieferen Analyse sowie Funktionen für die Kontrolle von KI-Agenten.

Die ursprüngliche Integration kombinierte die automatisierte Asset-Erkennung, das dynamische Tagging und die identitätsgesteuerte Mikrosegmentierung von Zero Networks mit den Next-Generation-Firewalls von Palo Alto. Der Asset-Kontext ließ sich mit den Dynamic Address Groups von Palo Alto synchronisieren. Dadurch konnten sich Firewall-Regeln an veränderte Geräte und Workloads anpassen.

Die erweiterte Lösung setzt künftig früher an. Zero Networks bildet die Kommunikation zwischen Ressourcen kontinuierlich ab und erstellt auf Grundlage beobachteter Geschäftsaktivitäten automatisch Regeln nach dem Least-Privilege-Prinzip. Diese Regeln werden direkt auf Ressourcenebene durchgesetzt.

Damit sollen unnötige Kommunikationspfade verschwinden, die Angreifer für unbemerkte Bewegungen im Netzwerk nutzen könnten. Erkennt die Plattform verdächtige Aktivitäten, können die beteiligten Systeme gemeinsam den Datenverkehr blockieren und die betroffene Ressource eindämmen.

Der Sicherheitszyklus soll mehrere Schritte umfassen:

  • Zero Networks erkennt Assets, Identitäten und Kommunikationspfade.
  • Die Plattform segmentiert Ressourcen anhand ihres Kommunikationsverhaltens.
  • Der Asset-Kontext wird mit den Firewalls von Palo Alto Networks synchronisiert.
  • Ausgewählter Datenverkehr wird zur Layer-7-Prüfung umgeleitet.
  • Verdächtige oder nicht autorisierte Aktivitäten lassen sich blockieren.
  • Richtlinien und geschützte Ressourcen werden im Strata Cloud Manager sichtbar.

Datenverkehr lässt sich zur Prüfung umleiten

Die Integration kann ausgewählten Datenverkehr geschützter Workloads an Firewalls von Palo Alto weiterleiten. Dort lässt er sich einer eingehenderen Bedrohungsprüfung unterziehen. Das gilt auch für internen Datenverkehr, der sonst lokal auf eine Workload oder ein Netzwerksegment begrenzt bliebe.

Die Umleitungsfunktion ist derzeit nur für Linux-Umgebungen verfügbar. Eine Unterstützung für Windows ist geplant, allerdings müssen Windows-Szenarien zunächst hinsichtlich des tatsächlich verfügbaren Funktionsumfangs getestet werden. Die eingehende Prüfung und die automatisierte Eindämmung lassen sich laut Zero Networks bereits auf Windows-Systeme ausweiten. Für Systemhäuser soll diese Einschränkung besonders bei der Projektplanung relevant sein.

Zentrale Verwaltung im Strata Cloud Manager

Ressourcen und Richtlinien von Zero Networks lassen sich nun über den Strata Cloud Manager anzeigen. Sicherheitsteams erhalten damit einen konsolidierten Überblick über erkannte Ressourcen, Segmentierungsregeln und die Palo-Alto-Networks-Kontrollen zur Prüfung des Datenverkehrs.

Das dynamische Tagging soll die Richtlinien aktuell halten, wenn sich Workloads verschieben, IP-Adressen ändern oder neue Ressourcen hinzukommen. Die Verwaltung orientiert sich damit nicht ausschließlich an statischen Firewall-Regeln, sondern auch an Geschäfts- und Identitätskontexten.

Für IT-Dienstleister kann daraus ein Betreuungsfeld entstehen, das über die einmalige Konfiguration hinausgeht. Dazu zählen die Pflege der Kommunikationsmodelle, die Bewertung automatisch erzeugter Regeln und die Abstimmung von Segmentierung und Firewall-Policies. Gerade in hybriden Umgebungen müssen solche Prozesse klar dokumentiert und regelmäßig kontrolliert werden.

KI-Agenten erhalten festgelegte Verbindungsgrenzen

Die Erweiterung verbindet außerdem die KI-Segmentierung von Zero Networks mit Prisma AIRS von Palo Alto. Hintergrund ist, dass KI-Agenten direkt mit Anwendungen, Modellen, Datenbanken und Produktionsinfrastrukturen kommunizieren können. Dabei nutzen sie häufig gültige Anmeldedaten und weitreichende Berechtigungen.

Zero Networks soll KI-Agenten identifizieren und festlegen, mit welchen Zielen sie sich verbinden dürfen. Nicht genehmigte KI-Dienste können blockiert werden. Zugleich soll jeder Agent auf die Systeme beschränkt bleiben, die sich aus seiner Identität und seinem geschäftlichen Zweck ergeben.

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Für eine zusätzliche Prüfung kann Zero Networks ausgewählten KI-Datenverkehr an Prisma AIRS umleiten. Dort lassen sich Eingabeaufforderungen, Antworten und Datenflüsse im Zusammenhang mit der Interaktion überprüfen. Die Kombination soll damit zwei Ebenen verbinden. Zero Networks kontrolliert die erlaubten Verbindungen, Prisma AIRS prüft den KI-bezogenen Datenverkehr.

„Diese erweiterte Integration schafft ein kontinuierliches Durchsetzungsmodell. Zero Networks steuert, welche Verbindungen zugelassen sind, während Palo Alto Networks für eine tiefgehende Überprüfung sorgt“, erklärt Benny Lakunishok, Mitbegründer und Chief Executive Officer (CEO) von Zero Networks.

Schutz ohne Neugestaltung des Netzwerks

Die gemeinsame Lösung soll Ressourcen in lokalen, Cloud-, Kubernetes- und OT-Umgebungen automatisch erkennen und segmentieren. Laut Anbieter ist dafür keine Neugestaltung des Netzwerks erforderlich. Auch die manuelle Erstellung von tausenden Segmentierungsregeln soll entfallen. Zero Networks betont zudem, dass die Ressourcen ohne den Einsatz von Agenten erkannt und segmentiert werden können.

Für Systemhäuser liegt der geschäftliche Ansatz vor allem in der Umsetzung und im laufenden Betrieb. Mögliche Leistungen reichen von der Bestandsaufnahme über die Definition zulässiger Kommunikationspfade bis zur Integration in bestehende Palo-Alto-Networks-Umgebungen. Hinzu kommen die Überwachung von Containment-Regeln sowie die Kontrolle von KI-Diensten und Agenten.

Die technische Erweiterung beseitigt dabei nicht automatisch alle Betriebsrisiken. Automatisierte Regeln benötigen belastbare Kommunikationsdaten und müssen gegen Geschäftsanforderungen geprüft werden. Auch bei KI-Agenten bleibt zu klären, welche Identitäten, Ziele und Datenflüsse tatsächlich freigegeben sind.

Der nächste sinnvolle Schritt für Systemhäuser besteht daher in einem klar abgegrenzten Pilotprojekt. Dabei sollten Linux-Workloads, bestehende Firewall-Policies und erste KI-Anwendungsfälle getrennt bewertet werden. So lässt sich feststellen, ob die Integration im konkreten Kundenumfeld tatsächlich operative Arbeit reduziert oder lediglich eine zusätzliche Managementebene schafft.

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