Tool von Secaskill Cyberrisiken für KMU berechenbar machen

Von Ira Zahorsky 3 min Lesedauer

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Eine Eingabe reicht: Der kostenlose Schadensrechner von Secaskill zeigt KMU, welches finanzielle Ausmaß ein IT-Sicherheitsvorfall annehmen kann. Dies kann helfen, Investitionen in Schutzmaßnahmen gegenüber Geschäftsführung und Kunden wirtschaftlich zu begründen.

Mit der Eingabe der Mitarbeiteranzahl lässt sich über das Online-Tools von Secaskill der ungefähre finanzielle Schaden eines Cyberangriffs berechnen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Mit der Eingabe der Mitarbeiteranzahl lässt sich über das Online-Tools von Secaskill der ungefähre finanzielle Schaden eines Cyberangriffs berechnen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Der Bedarf an nachvollziehbaren Sicherheitsmaßnahmen wächst, gerade im Zusammenhang mit NIS2, CRA und ähnlichem. Mit dem kostenlosen Online-Schadensrechner von Secaskill können Unternehmen das finanzielle Schadenpotenzial eines Cyberangriffs einschätzen. Dazu müssen KMU lediglich ihre Mitarbeiterzahl eingeben. Das Tool berechnet daraus eine auf die Betriebsgröße skalierte Schadenssumme.

Als Grundlage dienen Daten die HDI Cyberstudie 2026. Berücksichtigt werden unter anderem Kosten durch Betriebsunterbrechungen, Erpressung, Datenverlust und die Wiederherstellung der IT-Systeme. Der Rechner soll damit eine Lücke schließen, denn Unternehmen kennen zwar das allgemeine Risiko von Cyberangriffen, können die möglichen finanziellen Folgen für den eigenen Betrieb aber oft nur schwer einordnen.

Kein Risikowert ohne Kontext

Der Schadensrechner liefert keine individuelle Risikoanalyse und ersetzt auch keine Notfallplanung. Sein Nutzen liegt in der betriebswirtschaftlichen Einordnung. Aus einer abstrakten Bedrohung wird eine konkrete Größenordnung, über die sich im Unternehmen sprechen lässt.

Das ist vor allem für kleinere Betriebe relevant, denn Cyberangriffe treffen nicht nur in Großunternehmen auf. Schon eine Unterbrechung zentraler Abläufe kann für KMU spürbare Folgen haben, wenn interne Ressourcen für Wiederherstellung, Kommunikation und Schadensbegrenzung fehlen.

Der Rechner ist Teil der Security Awareness Toolbox von Secaskill. Die Lösung kombiniert Schulungen, Tests, Phishing-Beispiele und monatliche Themenvorlagen zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden für Datenschutz und Datensicherheit. Nach Angaben des Anbieters lässt sich das Awareness-Programm ohne IT-Implementierung einsetzen und fortlaufend dokumentieren.

Das Tool steht online kostenlos und ohne Registrierung unter security-awareness-toolbox.de/schadensrechner zur Verfügung.

Gesprächseinstieg für Systemhäuser

Für IT-Systemhäuser kann der Rechner als Einstieg in Gespräche über Cyberresilienz dienen. Eine ermittelte Schadenssumme macht sichtbar, warum Prävention, Wiederanlauf und Incident Response nicht nur technische Themen sind. Daraus können sich Beratungsfelder entwickeln, etwa bei folgenden Punkten:

  • Bestandsaufnahme kritischer Systeme und Daten
  • Backup- und Wiederherstellungskonzepte
  • Notfallplanung und Incident Response
  • Sensibilisierung der Mitarbeitenden
  • Dokumentation von Sicherheitsmaßnahmen
  • Anforderungen aus Cyberversicherungen und Regulierung

Kostenloser IT-Notfallplan

Ebenfalls über die Security Awarness Toolbox abrufbar, ist ein IT-Notfallplan, der – dokumentiert und getestet – heutzutage State of the Art sein sollte. Auch Cyberversicherer setzen diesen für den Abschluss einer Police in der Regel voraus. Doch die Realität sieht laut Werner Grohmann, Geschäftsführer bei Secaskill, anders aus: „Glaubt man aktuellen Umfragen, verfügen viele Unternehmen auch heute noch immer nicht über einen (aktuellen) IT-Notfallplan.“

Grohmann erzählt: „Ich kann mich noch gut an das Chaos und das Durcheinander in den ersten Stunden unserer eigenen Ransomware-Attacke erinnern. Wer macht was? Wer meldet was an wen? Was sagen wir dem Team, aber noch wichtiger Kunden und Geschäftspartnern? Welche Systeme sind betroffen und welche müssen als erstes wieder zum Laufen gebracht werden? Ein IT-Notfallplan hilft in diesen Momenten, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Chaos möglichst rasch wieder in den Griff zu bekommen.“

Dazu gibt Secaskill Unternehmen ein fertig aufbereitetes Dokument mit den eigenen Notfallkontakten und Zuständigkeiten an die Hand, der folgende Infos enthält unter anderem:

  • Sofortmaßnahmen-Checklisten für die ersten drei Phasen eines Vorfalls
  • Kommunikationsvorlagen für Kunden, Mitarbeitende und betroffene Personen nach DSGVO
  • direkte Kontaktdaten der zuständigen ZAC (Zentrale Ansprechstelle Cybercrime der Polizei)

Das Unternehmen verspricht, die für das Erstellen des Notfallplans übermittelten Daten der Unternehmen vertraulich zu behandeln, ausschließlich zur Erstellung des Notfallplans zu verwenden und nach Fertigstellung wieder zu löschen.

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