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Synology setzt auf Business-Kunden und den Channel

Synology hebt ab in die Cloud

| Autor: Klaus Länger

Mit Hybrid Share kann die bisher als Backup-Ziel genutzte C2-Cloud von Synology nun auch als primärer Datenspeicher verwendet werden.
Mit Hybrid Share kann die bisher als Backup-Ziel genutzte C2-Cloud von Synology nun auch als primärer Datenspeicher verwendet werden. (Bild: © Kovalenko I - stock.adobe.com)

Synology baut das Portfolio an Enterprise-Geräten massiv aus und schickt ein Cloud-Angebot an den Start, das über den bisherigen Backup-Service weit hinausgeht. Zudem plant das Unternehmen Zertifizierungen, um die Enterprise-Kompetenz der Partner zu stärken.

Hybrid Share ist die Bezeichnung für das Cloud-Angebot, mit dem Synology ein Stück mehr vom reinen Hardware-Hersteller zum Services-Anbieter wird. Die eigene C2-Cloud wurde bisher als Ziel für das Backup der NAS-Geräte von Synology genutzt. Über Hybrid Share können die Cloud-Server des Herstellers nun mit einem Synology-NAS verknüpft und als ­zusätzlicher Datenspeicher verwendet werden, um so die Speicherkapazität zu erhöhen und Daten leichter zwischen Standorten auszutauschen. Dabei liegen die Daten, die häufig genutzt werden, auf einer lokalen Diskstation. Von allen anderen Daten, die in der C2-Cloud liegen, wird ein Platzhalter angezeigt; sie werden erst bei Bedarf auf das NAS heruntergeladen.

Der Cloud-Service ist ein optionales Angebot, das Synology über die Partner anbietet und für das ein eigenes Partnerportal aufgesetzt wird. Die Cloud-Server für den deutschen Markt stehen laut Dennis Schellhase, Head of DACH-Market, bei einem Dienstleister in Frankfurt und nutzen die eignen Enterprise-NAS-Lösungen als Storage. Das Preismodell für Hybrid Share gibt der Hersteller zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.

Neue Enterprise-Hardware auf der Startplattform

Während bei Consumer-Geräten nun auch ein Schwerpunkt auf längere Produktentwicklungszyklen und stabile Hardware-Plattformen gelegt wird, zündet Synology im Enterprise-Segment die nächste Stufe und kündigt etliche neue Modelle an. Der High-Density-Server HD6400 bringt als Toploader in einem 4U-Chassis mit 60 Laufwerkseinschüben bis zu 960 Terabyte Rohkapazität unter. Auf dem Controller ­arbeiten zwei Intel-Xeon-Silver-CPUs mit jeweils zehn Cores. Für die Netzwerkverbindung sind zwei 10Gbase-T-Ports integriert. Für Kunden, die Hochverfügbarkeit benötigen, bietet der Hersteller die SAS-fähige RackStation SA3200D mit einem Active-Passive-Dual-Controller sowie mit der UC3200 das erste NAS mit Active Dual Controller und unterbrechungsfreiem iSCSI-Service an. Die 12-Bay-Lösung erreicht laut Schellhase eine 4K Random Write Performance von 141.000 IOPS.

Ein weiterer Schritt wird die Integration von Fibre Channel in die Enterprise-Geräte. Dafür ist eine PCI-Express-Karte als ­Value-Add-Produkt geplant. Zudem wird der bisherige iSCSI-Manager in der kommenden Betriebssystemversion DSM 7.0 durch den SAN-Manager ersetzt, der dann zusätzlich die Konfiguration des Synology-NAS als Fibre Channel Target unterstützt.

Neue Funktionen bei DSM 7.0

Mit DSM 7.0 ermöglicht Synology zusätzlich die zentrale Verwaltung aller NAS-Geräte im Netzwerk sowie die Aufführung individueller Scripte pro Server und bietet mit dem Paket „Active Insight” ein Analysetool mit Performance Metriken wie CPU, RAM oder iSCSI. Es soll zudem über die Aus­wertung von Cloud-Daten prediktive Maintenance ermöglichen und beispielsweise ­einen möglichen Ausfall einer HDD im Vorfeld erkennen. Plugins für das vCenter von VMware sollen die Einrichtung virtueller Maschinen deutlich beschleunigen. Die „Active Backup Suite” unterstützt mit DSM 7.0 auch Hyper-V von Microsoft. Später sollen Linux-Server und Clients sowie Macs von Apple folgen. Eine ganze Reihe von Verbesserungen beim Dateisystem Btrfs wie etwa Concurrent Write auf einem einzelnen LUN soll die Performance deutlich steigern. Mehr Performance verspricht der Hersteller zudem bei der Replizierung von Snapshots.

Neues Partnerprogramm in Vorbereitung

Für den Channel bereitet Synology derzeit Zertifizierungen für Kompetenzen wie Virtualisierung oder Backup vor, so Schell­hase gegenüber IT-BUSINESS. Die Kurse sollen bei Synology in Düsseldorf und in Süddeutschland durchgeführt werden. Anfang 2020 soll dann ein neues Partnerprogramm die Startrampe verlassen, in dem die Zertifizierungen eine Rolle spielen werden. Ein Argument für Synology-Geräte, das laut Synology-Chef für den DACH-Markt bei immer mehr Kunden verfängt und mit dem die Partner arbeiten sollten, ist der Mail-Server Synology MailPlus, der künftig durch ein Outlook-Plugin im Business-Umfeld noch attraktiver werden soll. Gerade Kunden, die Cloud-Services wie Exchange Online nicht nutzen wollen oder können und denen ein Exchange-Server zu kostspielig ist, seien hier das Zielpublikum.

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