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Was ist eine PCI-Karte?

| Autor / Redakteur: MiR, Content.de / Heidemarie Schuster

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Wenn es um die Verbindung für Peripheriegeräte geht, führt kein Weg an einer PCI-Karte vorbei. Bereits im Jahr 1992 wurde dieser Bus von Intel der Öffentlichkeit präsentiert. Seit 2005 drängt die schnellere Lösung PCI-Express den PCI-Bus aber immer mehr ins Abseits.

PCI ist die Kurzform von „peripheral component interconnect“. Dabei handelt es sich um ein von Intel entwickeltes Bussystem, das eine leistungsfähigere Alternative zum so bezeichneten VESA-Localbus (VESA steht für Video Electronics Standards Association) fungieren soll. Das PCI-Bussystem kann dabei in verschiedenen Systemen – wie zum Beispiel im Apple Macintosh – verwendet beziehungsweise eingesetzt werden.

Funktioneller Unterschied zwischen Master und Slave

Von der Funktionsweise her verbindet der Bus-Standard den Chipsatz eines Prozessors mit den entsprechenden Peripheriegeräten. Der Bus enthält dabei eine so bezeichnete Taktleitung, wobei sämtliche Signale lediglich bei einer steigenden Taktflanke übertragen wird; dies wird auch Single Data Rate genannt. Auffällig ist diesbezüglich, dass der Stromverbrauch vergleichsweise gering ist. Dies liegt vornehmlich daran, dass die Signale über CMOS-Treiber angesteuert werden können. Bis zu zehn Geräte lassen sich an einen Bus anschließen. Unterschieden wird dabei zwischen Master und Slave. Ersterer fungiert dabei als Kontrolleur der Übertragung, während ein Slave oftmals auf die Befehle oder die jeweiligen Daten warten muss. Kommen zum Beispiel Netzwerkkarten oder Festplatten-Controller - also Karten mit einem hohen IO-Aufkommen – zum Einsatz, übernimmt ein Master die komplette Kontrolle über Prozesse bzw. Abläufe auf dem Bus.

Bis zu zehn Steckplätze sind möglich

Eine PCI-Karte wird dabei sowohl bei einem PC als aber auch in der Telekommunikation und in der Industrie verwendet. Allerdings kommt der Localbus PCI Conventional als bekannteste Variante vor allem im PC-Umfeld zum Einsatz. Daher haben die Hersteller in nahezu allen IBM-PC-kompatiblen Rechnern seit dem Jahr 1994 zumeist zwischen zwei und zehn Steckplätze für eine PCI-Karte verbaut. Aber auch neuere Modelle von Apple oder zum Beispiel die Workstations von Sun verfügen über einen PCI-Bus.

PCI-Express ist immer mehr in den Fokus gerückt

Die Steckplätze sind dabei grundsätzlich vielseitig nutzbar. So lassen sich auch beispielsweise Modems, WLAN-PCI-Karten beziehungsweise Netzwerkkarten, Soundkarten, SCSI-Karten oder etwa auch Karten mit zusätzlichen USB-Anschlüssen oder einem Paralleldruckeranschluss in die jeweiligen Steckplätze einsetzen. Der Vorteil dabei liegt auf der Hand: Dank dieser Möglichkeiten lässt sich ein PC stets leicht an individuelle Bedürfnisse anpassen. Seit über zehn Jahren setzt sich allerdings immer mehr der PCIe-Steckplatz (PCIe für PCI-Express) durch. So lässt sich ein PC zum Beispiel mit einer Firewire-PCI-Express-Karte entsprechend aufrüsten. Eine solche Karte verfügt etwa über einen externen Mini-Firewire-Port, über zwei externe Firewire-Ports und in der Regel auch über einen internen Firewire-Anschluss. Geeignet ist eine Firewire-PCI-Express-Karte für den Interface-Standard PCI-Express.

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