Microsoft Surface Pro 11 und Laptop 7 Surface Pro und Laptop werden zu Copilot+-PCs

Von Klaus Länger 4 min Lesedauer

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Microsoft ruft die Ära der Copilot+-PC-Rechner mit hoher KI-Leistung aus. Dabei dürfen natürlich die eigenen Surface-Geräte nicht fehlen: Surface Pro 11 und Laptop 7 kommen mit Qualcomm-Snapdragon-X-Prozessoren und neuen KI-Funktionen.

Für die neuen Copilot+PC-Modelle des Surface Pro und Surface Laptop nutzt Microsoft die Qualcomm-ARM-Prozessoren Snapdragon X Elite und X Plus.(Bild:  Microsoft)
Für die neuen Copilot+PC-Modelle des Surface Pro und Surface Laptop nutzt Microsoft die Qualcomm-ARM-Prozessoren Snapdragon X Elite und X Plus.
(Bild: Microsoft)

Im März hat Microsoft das Surface Pro 10 for Business und Surface Laptop 6 for Business vorgestellt. Die eingesetzten Intel-Core-Ultra-Prozessoren verfügen zwar über eine NPU, aber deren Performance reicht Microsoft für eine Copilot+-PC nicht aus. Daher setzt der Hersteller im Surface Pro 11 und im Surface Laptop 7 auf die ARM-Prozessoren von Qualcomm. Die Snapdragon X Elite und X Plus haben neben den 12 oder 10 Oryon-CPU-Cores eine flotte Adreno-GPU und vor allem eine Hexagon-NPU integriert. Sie soll eine KI-Leistung von 45 TOPS liefern, mehr als das Vierfache der NPU in Intels Core Ultra der aktuellen Meteor-Lake-Generation. Zudem arbeitet der Qualcomm-Prozessor statt eines TPM 2.0 mit Microsofts Pluton-Secure-Prozessor. Als Betriebssystem kommt die ARM-Version von Windows 11 zum Einsatz. Auf der Build-Konferenz hat Microsoft bekanntgegeben, dass immer mehr Anwendungen als native ARM64-Apps verfügbar sind und so nicht mehr auf die Emulation zurückgegriffen werden muss. Als Beispiele nennt das Unternehmen Chrome, Spotify, Zoom, Blender und DaVinci Resolve. Auch die Affinity-Grafik-Suite von Serif kommt demnächst in einer nativen ARM-Version.

Surface Pro 11

Beim 13 Zoll großen 2-in-1-Tablet Surface Pro 11 ist nicht nur der Prozessor neu. Erstmals bietet Microsoft das Gerät auch mit einem OLED-Panel an, allerdings nur in Kombination mit dem Snapdragon X Elite. Bei den günstigeren Modellen mit X-Plus-Prozessor sitzt weiterhin ein IPS-Panel im Aluminium-Gehäuse. Die Auflösung beider Touchdisplays beträgt 2.880 x 1.920 Pixel und auch 120 Hz Bildwiederholrate schaffen beide. Das OLED-Panel bietet allerdings zusätzlich zu dem höheren Kontrastverhältnis noch HDR mit 900 statt 600 Nits Spitzenleuchtdichte.

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Der Arbeitsspeicher ist bei allen X-Plus-Varianten 16 GB groß, nur das X-Elite-Top-Modell ist mit 32 GB ausgestattet. Die wechselbare SSD fasst je nach Modell zwischen 256 GB oder 1 TB. Alle Geräte bieten Wi-Fi 7, später will der Hersteller noch Modelle mit 5G nachreichen. Die Akkulaufzeit gibt Microsoft mit bis zu 14 Stunden an.

Die Webcam mit Windows-Hello-Unterstützung und KI-beschleunigten Windows-Studio-Effekten bietet die 1.440p-QHD-Auflösung, die Rückkamera arbeitet mit einem 10-MP-Sensor. An Schnittstellen sind neben dem Surface-Connect-Anschluss zwei USB-C-Ports mit USB-4-Unterstützung integriert.

Das Aluminium-Gehäuse des 895 Gramm leichten Tablets besteht zu 72 Prozent aus Recycling-Material und alle wechselbaren Bauteile sind verschraubt und nicht mehr verklebt.

Das Microsoft Surface Pro 11 kann ab sofort vorbestellt werden. Der Preis beginnt bei 1.199 Euro (UVP) und reicht bis 2.249 Euro (UVP) für das Top-Modell. Keyboard und Stift gehören wie gewohnt nicht zum Lieferumfang.

Mit dem Surface Pro Flex Keyboard gibt es eine neue Tastatur, die nicht nur magnetisch angedockt, sondern zusätzlich auch per Bluetooth funktioniert.

Surface Laptop 7

Das Surface Laptop 7 kommt wie gehabt in zwei Größen auf den Markt. Beim kleineren Modell mit 1,34 kg Gewicht ist das Display allerdings auf 13,8 Zoll gewachsen. Die Auflösung beträgt nun 2.304 x 1.536 Pixel. Die 1,66 kg schweren 15-Zoll-Modelle haben Displays mit 2.496 x 1.664 Pixel. Neu sind bei beiden Größenvarianten die bis zu 120 Hz Bildwiederholrate. Die Webcam hat nicht zugelegt. Es bleibt beim 1080p-Sensor, allerdings nun mit den zusätzlichen KI-beschleunigten Windows-Studio-Effekten.

Das 13,8-Zoll-Modell bietet Microsoft mit Snapdragon X Plus und X Elite an, den 15-Zöller nur mit dem stärkeren Prozessor und mit 16 oder 32 GB RAM. Das kleinere Modell verfügt grundsätzlich nur über 16 GB Arbeitsspeicher. Die LPDDR5x-Chips sind aufgelötet, eine Erweiterung ist nicht möglich. Die SSD mit Speichergrößen zwischen 256 GB und einem TB ist dagegen gesteckt.

Der Akku soll hier für eine Laufzeit von 20 Stunden beim 13,8-Zoll- und 22 Stunden beim 15-Zoll-Modell ausreichen.

Für die WLAN-Verbindung ist Wi-Fi 7 zuständig. An Schnittstellen werden neben dem Surface-Connect-Anschluss für Netzteil und Microsoft Dock noch zwei USB-4-Ports im USB-C-Format und eine USB-A-Buchse geboten. Das Gehäuse besteht zu mindestens 67 Prozent aus Recycling-Aluminium.

Der Preis für das Surface Laptop 7 liegt zwischen 1.199 Euro (UVP) für das 13,8-Zoll-Einstiegsmodell und 2.499 Euro (UVP) für die 15-Zoll-Top-Variante mit 32 GB RAM und 1-TB-SSD.

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Microsofts neue KI-Funktionen für Copilot+-PCs

Im Zentrum der neuen KI-Funktionen steht natürlich Windows 11 Copilot, für den es auch eine eigene Taste auf den Keyboards gibt. In der EU wird die Funktion allerdings aus rechtlichen Gründen nicht fest im Betriebssystem integriert, sondern kommt in Form einer zusätzlichen App. Mit lokaler KI-Unterstützung arbeiten zudem die Windows Studio Effekte, die um zusätzliche Filter erweitert werden, sowie KI-Funktionen für Paint und die Fotoanzeige. Paint kann nun per GenAI nicht nur Bilder generieren sondern auch eigene Bilder verändern.

Zu den neuen Microsoft-Anwendungen, die für die hohe KI-Leistung der Surface-Geräte gehört Recall. Das Tool protokolliert die Nutzung durch automatisch erfasste Screenshots, die mit KI-Hilfe analysiert und durchsucht werden.(Bild:  Microsoft)
Zu den neuen Microsoft-Anwendungen, die für die hohe KI-Leistung der Surface-Geräte gehört Recall. Das Tool protokolliert die Nutzung durch automatisch erfasste Screenshots, die mit KI-Hilfe analysiert und durchsucht werden.
(Bild: Microsoft)

Mit Recall sollen Copilot+-Rechner eine Art fotografisches Gedächtnis bekommen. Es soll User beispielsweise helfen, Texte oder Bilder wiederzufinden, die sie beim Surfen gesehen haben, aber nicht mehr wissen, auf welchen Seiten. Das vom Nutzer zu startende Tool macht dafür automatisch Screenshots, die per KI analysiert werden. Dabei werden sowohl Bilder als auch Texte in den Screenshots erkannt. Ausnahmen sind DRM-geschützte Inhalte und der private Modus eines Browsers. Eingetippte Passwörter oder andere sensible Informationen landen dagegen auch in den Screenshots, sofern sie im Klartext sichtbar waren. Allerdings können Applikationen und Webseiten vom User ausgeschlossen werden. Die von Recall gemachten Bildschirmaufnahmen werden im Kontext des Users abgelegt und verlassen den Rechner nicht. Bei einer 256 GB großen SSD werden dafür bis zu 25 GB verwendet, um dort Snapshots aus drei Monaten anzulegen.

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