XPS 13 und Inspiron 14 Plus: Erste AI-PC-Notebooks von Dell Dell bringt KI-Notebooks mit Snapdragon X

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Microsoft hat mit dem KI-PC eine neue Geräteklasse definiert, deren erste Vertreter nun präsentiert werden. Die CPUs kommen zunächst nur von Qualcomm. Dell bringt hier nicht nur XPS- und Inspiron- Notebooks auf den Markt, sondern auch Latitude-Modelle für Business-Kunden.

Die KI-Notebooks von Dell basieren auf den Snapdragon-X-Elite- und X-Plus-Prozessoren von Qualcomm. Neben dem XPS 13 9345 bringt der Hersteller noch Inspiron- und Latitude-Modelle mit den ARM-CPUs, die eine schnelle NPU enthalten.(Bild:  KI-generiert / Midjourney, Dell Technologies)
Die KI-Notebooks von Dell basieren auf den Snapdragon-X-Elite- und X-Plus-Prozessoren von Qualcomm. Neben dem XPS 13 9345 bringt der Hersteller noch Inspiron- und Latitude-Modelle mit den ARM-CPUs, die eine schnelle NPU enthalten.
(Bild: KI-generiert / Midjourney, Dell Technologies)

Das Megathema in der IT-Welt ist derzeit KI. Und zwar nicht nur für Edge, Datacenter und Cloud, sondern auch im Client-Sektor. Hier geht es um Anwendungen wie Microsofts Copilot für Microsoft 365 oder Windows 11, GenAI-Tools, KI-Funktionen in Grafik- und Videoschnittprogrammen oder in Security-Software. Für die flüssige lokale Ausführung sind allerdings passende Rechner nötig – die KI-PCs.

Sie verfügen über Prozessoren, in denen vor allem die NPU über die nötige Leistung verfügt, um KI-Aufgaben im Hintergrund stromsparend auszuführen. AMD und Intel haben zwar schon Prozessoren mit NPU im Portfolio, deren Performance reicht Microsoft, dem führenden Akteur hinter der neuen Gerätegattung, offensichtlich nicht aus. Daher basieren die ersten KI-PCs, bei denen es sich um Mobilrechner handelt, auf den ARM-Prozessoren Snapdragon X Elite und X Plus von Qualcomm, deren Hexagon-NPU 45 TOPS liefert. Für eine flotte 3D-Grafik sorgt die in den Prozessoren integrierte Adreno-GPU. Wi-Fi 7 ist durch die Verwendung des FastConnect-7800-Controllers von Qualcomm ebenfalls an Bord. Als Betriebssystem wird Windows 11 für ARM verwendet.

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Das leichteste XPS 13 aller Zeiten

Das Dell XPS 13 ist das Top-Modell unter den neuen KI-Notebooks von Dell. Hier kommt ein Snapdragon X Elite X1E-80-100 mit 12 Cores und einem Dual-Core-Boost bis zu 4,0 GHz zum Einsatz. Sie kann auf 16, 32 oder 64 GB LPDDR5x-8400 zugreifen, die NVMe-SSD ist bis zu zwei TB groß. Für das 13,4-Zoll-Display im 16:10-Format bietet Dell verschiedene Optionen bis hin zum 3K-OLED-Touch-Panel. Über dem Panel sitzt eine Full-HD-Webcam mit Windows Hello. Für einen satten Sound sorgen laut Hersteller vier Lautsprecher und Dolby Atmos. Das Gehäuse-Design mit den Sensor-Funktionstasten und dem nahtlosen Touchpad hat Dell beibehalten. Neu bei den KI-Notebooks ist die eigene Copilot-Taste.

An Schnittstellen gibt es zwei USB-4-Typ-C-Ports. Mit einem Gewicht von 1,17 kg ist das KI-PC-Modell 9345 allerdings das leichteste und dünnste XPS 13 aller Zeiten. Es ist seit 21. Mai in den Farbvarianten Platin und Grafit ab 1.399 Euro (UVP) bestellbar.

Consumer-Modelle mit Snapdragon X

Zum selben Zeitpunkt kann der günstigere Inspiron 14 Plus 7441 ab 1.199 Euro (UVP) geordert werden. Hier sorgt ein Snapdragon X Plus X1P-64-100 mit 10 Cores für Geschwindigkeit, der Arbeitsspeicher ist 16 GB groß, die SSD fasst maximal zwei TB. Das entspiegelte 14-Zoll-Touch-Display mit IPS-Panel liefert eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten. Vier Lautsprecher sind hier ebenfalls eingebaut, bei den Schnittstellen bietet das Inspiron zusätzlich noch eine USB-Typ-A-Buchse. Der 14-Zöller mit eisblauem Aluminium-Chassis bringt laut Hersteller 1,4 kg auf die Waage.

AI-Notebooks für Firmenkunden

Für Business-Kunden bringt Dell etwas später den 14-Zöller Latitude 7455 auf den Markt. Er ist dem Hersteller zufolge das bislang dünnste Latitude-Modell mit einer Bauhöhe von 16,9 mm und einem Gewicht ab 1,44 kg. In dem silbernen Aluminium-Gehäuse sitzt ein Mainboard mit einem Snapdragon X Elite oder Plus, der Arbeitsspeicher ist bis zu 32 GB groß, die SSD bietet bis zu einem TB Kapazität. Im Display nutzt Dell hier wie im Inspiron 14 Plus ein entspiegeltes IPS-Touch-Panel mit QHD+-Auflösung und auch die vier Lautsprecher sind an Bord. Im Gegensatz zu XPS und Inspiron bietet das Latitude eine 5G-Option für das mobile Arbeiten ohne WLAN-Zugang. Zudem hat das Business-Gerät nicht nur den im Prozessor integrierten Pluton-Prozessor als Sicherheitsfeature, sondern zudem noch einen Fingerprintreader im Power-Button und einen Schalter, der das Öffnen des Gehäuses registriert.

Bei allen drei Notebook-Serien nutzt der Hersteller teilweise Recycling-Aluminium und wiederverwerteten Kunststoff. Auch das Kobalt im Akku stammt zu 50 Prozent aus dem Recycling.

Im Laufe des Jahres sollen mit dem Inspiron 14 und dem Latitude 5455 noch zwei günstigere 14-Zoll-AI-Notebooks mit Qualcomm-Snapdragon-X-Prozessor folgen. Hier hat Dell noch keine Spezifikationen veröffentlicht.

Zubehör-Keyboards mit Copilot-Taste

Passend zu den KI-Notebooks stellt Dell zwei Keyboards mit Copilot-Taste vor. Das Wired Collaboration Keyboard ist eine USB-Tastatur mit eigenen Funktionstasten für Videokonferenzen mit Microsoft Teams oder Zoom. Das Fullsize-Keyboard kann über USB-C oder USB-A am Rechner angeschlossen werden. Ohne Kabel kommen das Silent Keyboard und die passende Maus aus. Die Tastatur mit Ziffernblock aber kompakterem Layout soll besonders leise bei Tippen sein. Die Kommunikation mit dem PC oder Notebook erfolgt bei beiden Geräten via Bluetooth oder einem USB-Dongle. Lieferbar sind die Eingabegeräte ab dem dritten Quartal.

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