System-x-Integration und neuer Channel-Chef Selbstbewusste Selbstkritik auf Lenovos Kick-Off-Veranstaltung

Autor / Redakteur: Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Auf dem Channel Kick-Off von Lenovo in München bekamen die geladenen Partner ein Lenovo-Management-Team zu sehen, das einerseits selbstbewusst Erfolge feierte, sich aber auch nicht um Kritikpunkte (Stichworte: Superfish, Call-Center-Sprachprobleme) drückte. Außerdem war die Eingliederung der System-x-Reihe in bestehende Channel-Strukturen ein zentrales Thema.

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Stefan Engel, Vice President und General Manager Central Region, Lenovo, bei seiner Keynote auf dem Channel-Kickoff in München.
Stefan Engel, Vice President und General Manager Central Region, Lenovo, bei seiner Keynote auf dem Channel-Kickoff in München.
(Bild: Lenovo)

Auf der Kick-Off-Veranstaltung von Lenovo bekamen Partner des chinesischen Herstellers ein informelles Update über anstehende Neuerungen, den Status Quo im Markt und organisatorische Änderungen präsentiert. Stefan Engel, Vice President und General Manager Central Region, der seine Keynote mit einem integrierten Musik-Quiz auflockerte, sprach aber nicht nur anhand von aktuellen Zahlen aus der Marktforschung darüber, wie erfolgreich und innovativ Lenovo sei, sondern wurde auch bei Kritik-Punkten konkret.

Das Thema „Superfish“ hat Lenovo zu schnellem Handeln veranlasst. Das selbstkritische Resümee zu diesem Thema zog Engel folgendermaßen: „Das war nicht gut, was wir da gemacht haben.“ Aber man höre zu und lerne daraus. Engel ging darauf ein, dass auf kurzfristiger Zeitebene Anti-Malware-Programme wie von McAfee mit einem Update ausgestattet sind, das die Superfish-Software entfernt.

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So sind alle Lenovo-Notebooks mit diesen Anti-Malware-Programmen automatisch geschützt und Superfish wird auch entfernt, wenn das Betriebssystem des Rechners in Zukunft aus der Recovery-Partition heraus neu installiert wird. Ab Windows 10 werde man vollständig auf hauseigene Zusatzsoftware verzichten, so Engel.

Sprachprobleme im Call-Center für den Consumer-Bereich, welches von Medion betrieben wird, gab es nicht. Anders sei es im Commercial-Bereich, so Engel. IBM habe hier aus Kostengründen auf den Standort Rumänien gesetzt, was für Anrufer aus Deutschland zu Sprachproblemen geführt habe. Daher verlege man es zurück nach Deutschland, genauer: Erfurt. „Dort spricht man so etwas ähnliches wie deutsch“, witzelte Engel augenzwinkernd. Ende März sei es soweit.

Bernhard Fauser ist Channel-Chef bei Lenovo.
Bernhard Fauser ist Channel-Chef bei Lenovo.
(Bild: Lenovo)
Bernhard Fauser, der bei Lenovo hierzulande als Lenovo-Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen ist, bedankte sich in seiner Keynote bei Robert Pasquier. Der Head of SMB Deutschland/Österreich (kurz: Channel-Chef) gibt seine Position auf eigenen Wunsch Ende März auf. Fauser, der bisher als Geschäftsführer eher im Hintergrund wirkte, übernimmt dessen Aufgaben und will dabei „vieles fortsetzen“ und „für Kontinuität stehen“.

Zu den zentralen Aufgaben in nächster Zeit zählt für ihn die Integration der System-x-Server-Reihe, die Lenovo von IBM übernommen hat. Bestehende Beziehungen zum Reseller sollen hier beibehalten werden, getreu dem Motto „One face to the Reseller“. Allerdings werden jene Betreuer von Server-Produkt-Spezialisten unterstützt, wenn die organisatorische Integration zum 1. April greift.

Incentives aus beiden Welten werden zu diesem Datum ebenfalls zusammengeführt. Vom Tablet über Netzwerk bis hin zum System-x-Server zählen dann alle Komponenten in Hinblick auf Zielvorgaben zum Gesamtumsatz. Die Integration zeigt sich auch am Partnerportal, welches beide Produktwelten zusammenführt. Das gilt dann auch beispielsweise für die Dashboards für Lenovo-Partner, mittels derer überblicksmäßig der Stand der Dinge in Hinblick der Bonifizierung angezeigt wird.

Als abschließendes Commitment sagte Fauser, dass er als neuer Channel-Chef, der „ins kalte Wasser geworfen wurde“ in den kommenden Monaten die geladenen Lenovo-Partner besuchen will.

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