Galaxy Z und Galaxy Buds 2 Samsung setzt weiterhin auf Falt-Smartphones

Autor / Redakteur: dpa / Melanie Staudacher

Mit Preisen ab 1.049 Euro sind die neuen Foldables von Samsung nichts für schmale Budgets. Das koreanische Unternehmen stellte auf dem virtuellen Event Galaxy Unpacked die neuen Modelle Z Fold3 und Z Flip3 vor sowie die Galaxy Buds2 und die Galaxy Watch4 und 4 Classic.

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Samsung will mit den klappbaren Smartphones Galaxy Z Flip3 und Galaxy Z Fold3 den Vorsprung gegenüber anderen Herstellern ausbauen.
Samsung will mit den klappbaren Smartphones Galaxy Z Flip3 und Galaxy Z Fold3 den Vorsprung gegenüber anderen Herstellern ausbauen.
(Bild: Samsung)

Samsung packt die dritte Generation faltbarer Smartphones aus. Auf der virtuellen Live-Veranstaltung Galaxy Unpacked präsentierte der Handy-Gigant die Foldables Galaxy Z Fold3 5G und das Galaxy Z Flip3 5G. Neu sind außerdem die kabellosen Kopfhörer Galaxy Buds2 und die Smartwatches Galaxy Watch4 und Galaxy Watch4 Classic.

Galaxy Z Fold3 5G und Galaxy Z Flip3 5G

Bisher gelten faltbare Smartphones als Nischenprodukt, da Anwender deutlich höhere Preise erwarten und Zweifel an der Langlebigkeit der Geräte haben. Dennoch setzt Samsung weiterhin auf Foldables und stellt zwei kompakte Flip-Geräte vor.

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1.049 Euro (UVP) kostet das Galaxy Z Flip3 5G mit 128 GB. Die Version mit 256 GB Speicherplatz kostet 1.099 Euro (UVP). Das Front-Display misst 1,9 Zoll und erlaubt den Zugriff auf Benachrichtigungen, Wetter oder Bedienung von Zubehör, ohne dass der Nutzer dazu das Telefon aufklappen muss.

Aus einem Weitwinkel und einem Ultraweitwinkel besteht das verbaute Kameraduo mit jeweils 12 MP. Im 6,7 Zoll großen faltbaren Flex-Display im Inneren steckt eine Selfiekamera mit 10 MP Auflösung.

Beim Flip3 kommt der Snapdragon 888 5G von Qualcomm zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist 8 GB groß. Eine drahtlose Ladung ist möglich, per Kabel gibt es maximal 15 Watt.

Das teurere Foldable Galaxy Z Fold3 5G kostet mit 256 GB 1.799 Euro (UVP) und mit 512 GB 1.899 Euro (UVP). Hier misst das Front-Display 6,2 Zoll, das klappbare Flex-Display mit 120 Hertz Bildwiederholfrequenz misst 7,6 Zoll. Als kleine Besonderheit steckt in der oberen rechten Ecke eine „Under Display Camera“. Ist sie nicht in Gebraucht, verdeckt das Display sie.

Mit den 4 MP Sensorauflösung ermöglicht die Kamera Weitwinkelaufnahmen, die sich vor allem für Selfies eignen. Die Hauptkamera besteht aus einem Trio mit jeweils 12 MP, bestehend aus Weitwinkel, Ultraweitwinkel und Telekamera.

Ein Qualcomm Snapdragon 888 5G ist als Prozessor verbaut, der Arbeitsspeicher beträgt 12 GB. Das Z Fold3 kommt mit vorinstalliertem Android 11. Der zweigeteilte Akku unterstützt drahtlose Aufladung, per Kabel gibt es maximal 25 Watt.

Beide Geräte sind nach der Schutznorm IPX8 gegen eindringendes Wasser geschützt, eine spezielle Aluminiumlegierung soll das Z Fold 3 und Z Flip 3 zudem besser vor Kratzern bewahren. Auch eindringenden Staub sollen die Geräte nun besser abhalten können.

Damit sich der besondere Formfaktor der Falt-Smartphones ausnutzen lässt, hat Samsung mit diversen App-Anbietern zusammengearbeitet. Etliche populäre Programme hat der Hersteller angepasst und diese lassen sich nun besser auf den großen Bildschirmen darstellen, neben anderen Apps parallel platzieren oder auf dem Bildschirm verschieben.

Ab dem 27. August sind das Galaxy Z Fold3 und das Z Flip3 deutschlandweit erhältlich. Nutzer, die die Smartphones ab dem 11. August im Samsung Online Shop vorbestellen, erhalten eine 200 Euro Tauschprämie und bis zu 800 Euro Ankaufswert. Dies gilt auch bei Displaybruch für ein Altgerät als Vorabzug im Warenkorb.

Samsung hat Vorsprung bei den Foldables

Samsung ist bereits der mit Abstand wichtigste Anbieter solcher Geräte. Denn der Konkurrent Huawei wurde von US-Sanktionen aus den Märkten außerhalb Chinas gedrängt, und die zum PC-Primus Lenovo gehörende Marke Motorola hat nur ein Modell im Angebot.

Diesen Vorsprung will Samsung nutzen. Ziel des Unternehmens sei es, vier von fünf verkauften faltbaren Geräten zu stellen, sagte Samsung-Manager Mario Winter der Deutschen Presse-Agentur. Er sieht knapp 13 Millionen potenzielle Kunden in Deutschland. Um sie zu erreichen, strebt Samsung direkt mit der Vorstellung der neuen Geräte Kooperationen mit allen großen Netzbetreibern an sowie eine viel größere Marktpräsenz im Einzelhandel.


Galaxy Buds2

Flankierend zur Galaxy Z-Serie stellt Samsung die Wireless-Kopfhöhrer Galaxy Buds2 vor. Sie sind auch mit den Galaxy Tablets und Smartwatches kombinierbar.

Mit den Zwei-Wege-Lautsprechern liefern die Kopfhörer mehr Höhen und Bässe, während die Geräuschunterdrückung die externe Geräuschkulisse reduziert. Nutzer, die ihre Umgebungsgeräusche wahrnehmen möchten, können diese in drei verschiedenen Stufen in die Klangkulisse der Galaxy Buds2 integrieren. Diese Funktionen setzt Samsung mithilfe von Maschinellem Lernen um.

Die Galaxy Buds2 sind die bisher kleinsten und leichtesten Kopfhörer von Samsung. Dabei soll die geschwungene Form für eine hohe Klangqualität sorgen. Um einen angenehmen Sitz der Kopfhörer innerhalb der Ohrmuschel zu ermöglichen, hat Samsung für die Galaxy Wearable App den „Earbud Fit Test“ entwickelt.

Die Galaxy Buds2 sind ebenso wie die Foldables ab dem 27. August online erhältlich.

Galaxy Watch4 und Galaxy Watch4 Classic

In zwei Versionen schickt Samsung eine neue Smartwatch auf den Markt. Die Galaxy Watch4 und Galaxy Watch4 Classic hat Samsung in Zusammenarbeit mit Google mit dessen Betriebssystem Wear OS 3 versehen.

Die Uhr gibt es als Galaxy Watch4 in Aluminium mit 40 und 44 Millimetern Durchmesser. Und als Galaxy Watch4 Classic in Edelstahl mit 42 und 46 Millimetern Durchmesser. Beide haben ein rundes Amoled-Display und Akkukapazität für bis zu 40 Stunden Laufzeit.

Neben Körperfett und Muskelmasse zeichnet die Uhr auch den Puls und Blutsauerstoffgehalt auf. Der überarbeitete Modus zur Schlafüberwachung erlaubt Schnarchermittlung und -analyse. Außerdem lassen sich bis zu 100 Trainingsaktivitäten tracken.

Auch die Smartwatches sind ab dem 27. August verfügbar. Die Verkaufspreise beginnen bei 269 Euro (UVP) für die Watch4 und 369 Euro (UVP) für die Watch4 Classic. Die größeren Durchmesser kosten jeweils rund 30 Euro mehr.

Wer die LTE-Versionen zum Alleinbetrieb ohne Smartphone haben möchte, zahlt dafür 319 Euro (UVP) beziehungsweise 349 Euro (UVP) für die Watch4 und 419 Euro (UVP) beziehungsweise 449 Euro (UVP) für die Classic-Variante.

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