ITscope-Umfrage Refurbished-Hardware ist im Channel angekommen

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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Refurbished-Hardware ist für viele Systemhäuser und IT-Reseller bereits Teil des Geschäfts. Eine ITscope-Umfrage zeigt, welche Rolle die Geräte im Channel spielen – und worauf es bei Preis, Qualität und Garantie ankommt.

Refurbished-Hardware ist für viele Reseller bereits Teil des Geschäfts. Entscheidend für den Verkauf sind transparente Angaben zu Zustand und Garantie sowie ein klarer Preisvorteil gegenüber Neuware.(Bild:  ChatGPT/OpenAI / KI-generiert)
Refurbished-Hardware ist für viele Reseller bereits Teil des Geschäfts. Entscheidend für den Verkauf sind transparente Angaben zu Zustand und Garantie sowie ein klarer Preisvorteil gegenüber Neuware.
(Bild: ChatGPT/OpenAI / KI-generiert)

Gebrauchte und professionell wiederaufbereitete Notebooks, PCs oder Smartphones sind längst nicht mehr nur ein Randthema im IT-Channel. Das legt zumindest eine aktuelle Umfrage von ITscope unter 197 Nutzern der Plattform aus dem Systemhaus- und Reselling-Umfeld nahe. Demnach bewerten rund 44 Prozent der Befragten Refurbished-Produkte als relevant für ihr Tagesgeschäft.

Auch im konkreten Geschäft ist das Thema angekommen: 41 Prozent der Befragten bieten ihren Kunden bereits aktiv Refurbished-Hardware an. Gleichzeitig berichten rund 37 Prozent von konkreten Kundenanfragen nach gebrauchten Alternativen.

Reseller müssen Vertrauen schaffen

Ein Selbstläufer ist das Geschäft mit wiederaufbereiteter Hardware allerdings nicht. Als wesentliche Hürden nennen die Befragten unter anderem Bedenken hinsichtlich Garantie und Gewährleistung sowie Zweifel an der Qualität der Produkte.

Entsprechend wichtig sind aus Sicht der Reseller transparente Informationen. Gewünscht werden detaillierte technische Angaben, Informationen zum Akkuzustand, Zertifizierungen, nachvollziehbare Qualitätsprüfungen und eindeutige Garantiebedingungen.

„Refurbished-Produkte haben im Channel spürbares Potenzial, aber der Markt funktioniert anders als bei Neuware“, erklärt Oliver Charles, Managing Director von ITscope. Reseller müssten ihren Kunden vermitteln können, in welchem Zustand sich ein Gerät befindet, welche Garantie gelte und welchen Vorteil der Kauf gegenüber Neuware biete.

Der Preisabstand zu Neuware zählt

Neben Vertrauen und Produktqualität spielt die Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. Damit sich wiederaufbereitete Hardware verkaufen lässt, muss für Kunden ein nachvollziehbarer Preisvorteil gegenüber einem Neugerät bestehen. Gleichzeitig benötigen Reseller ausreichend Spielraum für ihre eigene Marge.

Hinzu kommt die Verfügbarkeit. Erst wenn geeignete Geräte zuverlässig lieferbar sind und Informationen über Zustand, Preis und Garantie transparent vorliegen, können Reseller Refurbished-Produkte sinnvoll in ihr Portfolio und ihre Beratung integrieren.

Dabei scheint der Channel das Thema teilweise selbst voranzutreiben. Während 37 Prozent der Befragten von konkreten Kundenanfragen berichten, bieten mit 41 Prozent etwas mehr Reseller Refurbished-Produkte bereits aktiv an.

„Viele Reseller warten nicht nur auf Nachfrage, sondern platzieren professionell aufbereitete Geräte aktiv als Alternative im Kundengespräch“, sagt Charles. Das gelte insbesondere bei eingeschränkter Verfügbarkeit von Neuware oder wenn Kunden nach kosteneffizienten Lösungen suchten.

Vergleichbarkeit als Voraussetzung

Soll Refurbished-Hardware einen größeren Anteil am Channel-Geschäft erreichen, kommt es laut ITscope deshalb auch auf eine bessere Vergleichbarkeit mit Neuware an. Reseller benötigen dafür einheitliche und transparente Angaben zu technischem Zustand, Preis und Verfügbarkeit sowie verlässliche Informationen zu den jeweiligen Anbietern.

Damit entscheidet nicht allein der günstigere Preis über die Akzeptanz von Refurbished-Hardware. Für Systemhäuser und Reseller wird vor allem relevant, wie zuverlässig sie Qualität, Garantie und wirtschaftlichen Vorteil gegenüber ihren Kunden darstellen können.

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