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Apple Event Neues Macbook Air, Pro und Mini von Apple

Autor: Ann-Marie Struck

Das dritte Event innerhalb von zwei Monaten von Apple. Gestern hat der US-Amerikanische Hard- und Softwareentwickler unter dem altbekannten Motto „One more thing“ die ersten drei Macbooks mit den ARM-Prozessoren präsentiert.

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Apple präsentiert die ARM-Macbooks: das Macbook Air, das Macbook 13'' und das Mac Mini. Alle Modelle können ab sofort bestellt werden.
Apple präsentiert die ARM-Macbooks: das Macbook Air, das Macbook 13'' und das Mac Mini. Alle Modelle können ab sofort bestellt werden.
(Bild: Apple)

Erst vor einem Monat hat Apple seine neuen iPhone-Modelle gelauncht, jetzt hat der Tech-Riese seine ersten Macbooks mit eigenen Zentral-SoCs auf ARM-Basis vorgestellt. Damit scheint es nun offiziell, dass Apple sich von seinem Langzeitpartner Intel als Prozesslieferant distanziert. Der neue Apple-Chip M1 wurde speziell für die Macs entwickelt, bei denen kompakte Größe und Energieeffizienz extrem wichtig sind. Zudem sollen dadurch nun eine längere Laufzeit sowie eine höhere Performance möglich sein.

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M1 Prozessor und MacOS Big Sur

Bei dem M1 handelt es sich um ein System on a Chip (SoC), der mit der 5-Nanometer-Prozess-Technologie gefertigt wurde, wodurch sich laut Apple 16 Milliarden Transistoren auf dem Chip befinden. Er basiert zum Teil auf der Prozessorarchitektur von ARM, enthält aber auch vollständig selbst entwickelte Grafik- und Machine-Learning-Engines. Der Prozessor verfügt über acht CPU-Kerne, davon vier Hochleistungskerne, sowie acht GPU-Kerne und 16 Kerne für die Neural Engine. So soll laut Apple eine hohe Leistung bei weniger Energieverbrauch ermöglicht werden.

Des Weiteren ist ein Bildsignalprozessor (ISP) für eine höhere Videoqualität mit besserer Rauschunterdrückung, einem größeren Dynamikbereich sowie verbessertem automatischen Weißabgleich verbaut. Für die nötige Sicherheit wurde die Secure Enklave für Sicherheits- und Verschlüsselungsaufgaben installiert.

Das Betriebssystem wurde für den M1 upgedatet, sodass die Macs mit dem MacOS Big Sur genauso schnell starten sollen wie die iPhones oder iPads. Im Zuge dessen wurden auch die Apps für die neue Architektur optimiert. Mithilfe der Rosetta-2-Technologie von Apple sollen auch nicht aktualisierte Apps noch auf den Rechnern laufen.

Macbook Air

Als erstes wurde das Macbook Air mit dem neuen Prozessor aufgerüstet. Durch die Octacore-CPU soll das Notebook laut Apple bis zu 3,5-mal schneller als die vorherige Generation sein und durch die Octacore-GPU ist auch die Grafik bis zu fünfmal schneller. Workloads mit maschinellem Lernen (ML) seien bis zu neunmal schneller und sollen das Ausführen von ML-basierten Funktionen wie Gesichtserkennung oder Objekterkennung in einem Bruchteil der Zeit erledigen.

Das Macbook Air erscheint in einem lüfterlosen Design mit einem 13,3 Zoll großen Retina-IPS-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel mit 400 Nits. An Speicher stehen 8 bzw. 16 GB RAM sowie wahlweise 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB SSD-Speicher zur Verfügung. Dank des neuen Prozessors soll die Batterielaufzeit laut Apple bei bis zu 18 Stunden liegen.

An Verbindungen unterstützt das 1,29 Kilogramm schwere und 1,61 x 30,41 x 21,25 Zentimeter große Device WiFi 6 sowie WLAN 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 5.0. Neben einer Touch-ID zum Scannen des Fingerabdrucks gibt es zwei Thunderbolt/USB 4-, einen Thunderbolt 3- sowie einen USB-C-Anschluss.

Macbook Pro 13''

Das Macbook Pro 13'' wurde ebenfalls mit dem neuen Chip ausgestattet. Die Ausstattung ähnelt dem Air: ein 13,3 Zoll großes Retina-IPS-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel bei 500 Nits. Dazu gibt es 8 bzw. 16 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB SSD-Speicher. Die Akkulaufzeit ist mit 20 Stunden etwas höher als beim Air.

Zudem sind drei Mikrofone, eine Touch Bar, eine Touch-ID sowie eine Kamera verbaut. An Anschlüssen stehen zwei Thunderbolt/USB 4, ein Thunderbolt 3 und ein USB 3.1 Gen 2 zur Verfügung. An Verbindungen unterstützt das Device ebenfalls WiFi 6 sowie WLAN 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 5.0. Das Macbook Pro 13'' misst 1,56 x 30,41 x 21,24 Zentimeter und bringt 1,4 Kilogramm auf die Waage.

Mac Mini

Zudem hat Apple im Mac Mini den M1-Chip verbaut. Das kompakte Desktop-Gerät von 3,5 x 19,7 x 19,7 Zentimetern und 1,2 Kilogramm richtet sich an Einsteiger. Am Design hat sich nicht viel geändert, jedoch soll das Device Apple zufolge mit dem neuen Chip eine dreimal schnellere Rechenleistung erzielen. An Speicherplatz stehen 8 GB RAM sowie 256 GB SSD-Speicher zur Verfügung. Optional lassen sich die Speicher auch erweitern (16 GB RAM sowie 512 GB, 1 TB oder 2 TB SSD). Des Weiteren stehen an Anschlüssen ein Thunderbolt/USB 4, Ethernet, HDMI 2.0 sowie zwei USB-A zur Verfügung.

Das Device unterstützt außerdem bis zu zwei Displays: Ein Display mit einer Auflösung von bis zu 6K bei 60 Hz über Thunderbolt und ein Display mit einer Auflösung von bis zu 4K bei 60 Hz über HDMI 2.0.An Verbindungen gibt es WiFi 6 sowie WLAN 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 5.0.

Preise und Verfügbarkeit

Alle drei Macs sind ab sofort bestellbar und werden innerhalb der nächsten Woche ausgeliefert. Im Handel erscheinen die Geräte ab dem 17. November 2020 in der Farbe Silber. Das neue Macbook Air gibt es ab 1.100 Euro (UVP), das Macbook Pro 13" ab 1.412 Euro (UVP). Die UVP des Mac Mini beginnt bei 778 Euro. Das Macbook Pro und Mini werden wahlweise von Apple auch mit einem Intel-Prozessor (Intel Core i5 oder i7) angeboten.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin