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Was ist Gesichtserkennung?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Technisch gesehen erfolgt bei der Gesichtserkennung eine möglichst exakte Analyse aller sichtbaren Merkmale der Kopffront eines Menschen, die durch ihre geometrische Anordnung und durch die Beschaffenheit der Oberfläche definiert werden.

Entsprechende Anwendungen für die Gesichtserkennung gehören in die Kategorie der biometrischen Software. Gesichter auf digitalen Fotos können damit eindeutig an Hand ihrer spezifischen Merkmale identifiziert werden.

Die einfachsten Verfahren sind zweidimensionaler Natur. Dabei werden Merkmale wie die Nase, der Mund und die Augen geometrisch vermessen sowie Lage, Position und Abstand zueinander definiert. Modernere Methoden setzen auf eine Wavelet- oder Hautkomponentenanalyse, die deutlich komplexere Berechnungen erfordern. Die Fehlerrate konnte mittlwerweile auf unter 1 Prozent gesenkt werden, das heißt, von hundert Personen wird nur eine nicht erkannt.

Für die biometrische 2D-Gesichtserkennung werden handelsübliche Kameras eingesetzt. Ein anderer Zweig der Forschung beschäftigt sich mit 3D-Erkennungsverfahren, die auf eine Streifenprojektion des Gesichts zurückgreifen. Dadurch werden noch mehr Informationen gewonnen und eine bessere Erkennungsgenauigkeit sowie Unabhängigkeit von Posen erreicht.

Einsatzmöglichkeiten für die Gesichtserkennung

Die moderne Gesichtserkennung steckt noch in den Anfängen. Einsatzbereiche sind bereits:

  • polizeiliche Sicherheitsmaßnahmen, Fahndung nach Straftätern oder Terroristen,
  • Entsperren von Smartphones (löst mehr und mehr Fingerabdrucksensoren ab),
  • Security Checks an Flughäfen,
  • Personensuche im Internet,
  • bargeldloses Zahlen,
  • Authentifizierung in Behörden, Banken etc.,
  • Personalisierung von Werbung (sehr umstritten auf Grund der Datenschutzgesetze).

Im privaten Bereich werden vor allem Smartphone-Apps verbessert, sei es zum Markieren von Personen in Fotos oder zum Handling von Fotos in Social Media. Hier steckt noch viel Potenzial in der Forschung und der technischen Entwicklung. Was aber auch immer sogleich Kritik auf den Plan ruft. Für viele Datenschützer ist die Technologie leicht zur Überwachung umzufunktionieren.

Google-Gesichtserkennung

Ein System wie die Google-Gesichtserkennung ist eher für das vernetzte Smart Home gedacht. Das Unternehmen hat einen Lautsprecher mit Kamera und Display auf den Markt gebracht, das die Anzeige je nach Person verändern und auf bestimmte Voreinstellungen reagieren kann. Die Hardware-Abteilung betont zwar, dass alle Informationen ausschließlich auf dem Gerät und nicht im Netz verarbeitet werden. Bei Datenschützern und kritischen Verbrauchern läuten trotzdem die Alarmglocken.

Facebook-Gesichtserkennung

Facebook will den Nutzern mit seiner wieder eingeführten Gesichtserkennung mehr Sicherheit beim Umgang mit der Plattform bieten. Zum Beispiel lässt sich so verhindern, dass unerwünscht Bilder von einer Person in das soziale Netzwerk gelangen. Auf Betrug angelegte Profilkopien können auf diese Weise ebenso vermieden werden. Andererseits hat Facebook keine Garantie gegeben, die Daten langfristig nicht an Dritte weiterzureichen.

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