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Samsung-Roadshow

Konzepte und Produkte für den mobilen Arbeitsplatz

| Autor: Klaus Länger

Sascha Lekic, Director IM B2B Samsung Deutschland, skizzierte bei seiner Keynote auf der Samsung-Roadshow in Köln die Umrisse der Open Economy.
Sascha Lekic, Director IM B2B Samsung Deutschland, skizzierte bei seiner Keynote auf der Samsung-Roadshow in Köln die Umrisse der Open Economy. (Bild: Benjamin Pritzkuleit (Samsung))

Der B2B-Sektor war der Mittelpunkt des zweiten Tages des Samsung-Roadshow in Köln. In Vorträgen und Panel-Diskussionen wurde über die Veränderungen in der Arbeitswelt gesprochen sowie über die Konzepte und Produkte, mit denen der Hersteller ein sicheres mobiles Arbeiten ermöglichen will.

Als „Open Economy“ bezeichnet Samsung eine mobile und flexible Arbeitswelt, die gerade entsteht und für die der Hersteller die passenden Produkte und Lösungen liefern will. Den Auftakt des zweiten Tages der Samsung-Roadshow am 28. Februar 2018, bildete die Keynote von Sascha Lekic, Director IM B2B bei Samsung Deutschland. Lekic ging in seiner Begrüßungsrede davon aus, dass bereits in zwei Jahren die Hälfte aller Arbeitnehmer ortsunabhängig arbeiten werde. In einigen kleineren Unternehmen, vor allem Startups der Digitalbranche, werde diese Zahl sogar bei bis zu 70 Prozent liegen. Dazu komme, dass gleichzeitig immer weniger Menschen in Festanstellung arbeiten, gleichzeitig aber eine hohe Kollaborationsfähigkeit gefragt ist.

Samsung Knox und Dex

Da die Grenze zwischen Job und Freizeit durch diese Arbeitsformen ebenfalls aufgeweicht wird, würden immer mehr Menschen ihre privaten oder vom Arbeitgeber gestellten Smartphones für beide Bereiche ihres Lebens nutzen. Samsung reagiert auf diese Anforderungen mit zwei Entwicklungen bei den Galaxy-Smartphones: Knox soll als Bündel aus Hard- und Softwarelösungen für Sicherheit, die Trennung beruflicher und privater Daten und Apps, sowie für ein einfaches Management und die Einbindung in Firmenstrukturen sorgen. Dex wiederum bietet bei einigen Galaxy-Modellen die Möglichkeit, sie als PC-Ersatz zu nutzen: An der optionalen Dex-Station für das Smartphone werden Monitor, Tastatur und Maus angeschlossen – der Anwender nutzt Android in Full-HD mit einer an Windows angelehnten Oberfläche. Windows-Programme sind über VDI-Lösungen von VMware oder Citrix nutzbar.

Für Knox gibt Samsung bei den verkauften Lizenzen für 2017 ein Plus von 190 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, Zahlen zur Dex-Nutzung gibt Samsung nicht an. Mit den 2-in-1-Tablets der Galaxy-Book-Baureihe habe Samsung zudem auch Mobilrechner mit Windows 10 im Angebot, ergänzt Lekic.

Neue Produkte für B2B

Samsung präsentierte auf der Roadshow seinen Partnern auch neue Produkte für den Business-Markt. Die beiden wichtigsten Neuheiten sind dabei die Smartphones Galaxy S9 und Galaxy A8 in der Enterprise-Edition mit Samsung Knox. Das A8 feierte sogar in Köln seine Premiere. Mit dem Galaxy Tab Active 2 hat Samsung nun wieder ein Ruggedized-Tablet im Programm. Das 8-Zoll-Gerät mit Android und S-Pen soll Stürze aus 1,2 Metern Höhe ohne Schaden wegstecken. Zudem ist es staub- und wasserdicht gemäß IP68. Das Gerät ist auch mit LTE ausgestattet.

Eine digitale Weiterentwicklung des Flipcharts ist das Flip mit drehbarem 55-Zoll-Display und Stifterkennung. Das Gerät kann in jedem Meeting-Raum genutzt werden und Präsentationen bis zu 20 Seiten passwortgeschützt speichern. Es verfügt über WLAN und einen USB-Port sowie über eine Screen-Sharing-Funktion für Windows-Rechner, Tablets und Smartphones.

Diskussionsrunden mit Bloggern und Partnern

Die Veränderungen in der Arbeitswelt, von denen Samsung mit seinen Produkten und Services profitieren will, wurden in gleich zwei Panel-Diskussionen intensiv beleuchtet. Die erste Runde, bestehend aus der Bloggerin Simone Janson (Berufebilder.de), dem Blogger Dr. Holger Schmidt (netzoekonom.de), dem Startup-Gründer Alexander Steinherr, jetzt Consultant bei Thoughtworks sowie Sascha Lekic für Samsung, erörterte, wie sich die Arbeitswelt in einer Open Economy ändert und wer hier zu den Gewinnern oder den Verlierern zählt. Zur ersten Kategorie gehören sicher Entwickler, die sich mit KI-Systemen oder Datenanalyse beschäftigen. Verlieren werden all jene, deren Jobs von intelligenten Assistenzsystemen übernommen werden. Laut Janson stehen viele Menschen der Digitalisierung skeptisch gegenüber. Schlagwörter wie das vom „lebenslangen Lernen“ werden eher als Bedrohung wahrgenommen. Zudem bestehe nicht nur bei Individuen, sondern auch bei Unternehmen oft ein Gefühl des Kontrollverlusts. Auch die Grenzen zwischen Job und Freizeit verschwimmen zunehmend. Das werden von einigen Menschen als begrüßenswerte Flexibilität wahrgenommen, von anderen als Belastung. Schmidt ergänzt, dass sich die „Gig-Economy“ immer weiter ausweite, bei der immer mehr Menschen nicht mehr in einer Festanstellung stehen, sondern als Freelancer arbeiten. Hier gebe es sowohl gesuchte Spezialisten, die von Unternehmen für deren Projekte umworben werden, als auch durchaus akademisch gebildete Menschen, die sich trotzdem mühsam von Auftrag zu Auftrag hangeln. Jansen wirft dabei ein, dass sich Freelancer selbst zur „Marke“ machen müssen, um erfolgreich zu sein.

Channel als Technologiepartner der Digitalisierung

Beim zweiten Diskussions-Panel lag der Schwerpunkt auf dem Channel. Steffen Ebner von Komsa und Michael Dressen von Tech Data vertraten die Distribution, Sascha Lekic sowie Simon Bilek von Blackberry die Hersteller. Mit Jochen Dragesser vom Spezialkunststoffhersteller Evonik war auch die Kundenseite mit von der Partie. Sowohl Lekic als auch Bilek sehen den Channel als Technologiepartner für die Digitalisierung und die Etablierung mobiler Arbeitsformen. Ebner betont dabei, dass Komsa Händlern und Systemhäusern bei komplexen Probleme zur Seite stehen. Dressen schilderte ein Beispiel dafür, wie KI-Systeme Aufgaben übernehmen. Bei Tech Data werde ein MPS-Portal entwickelt, das komplett automatisiert und auf Basis der Anforderungen der Kunden einen passenden Vertrag anbiete. Für die kommenden zehn Jahre sagt Dressen auch für den Channel eine umfassende Digitalisierung voraus.

Die Roadshow macht mit Po-up-Showrooms noch Station in Hamburg am 22.03.2018 und in Berlin am 27.03.2018. Weitere Informationen und die Anmeldung (nur für Händler und gewerbliche Endkunden) auf dieser Webseite.

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