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Basis für den Eigenbau: Gigabytes Brix-Serie
Nur als Barebone bietet Gigabyte die Mini-PCs der Brix-Serie an. Der Prozessor ist dabei bereits auf das Mainboard gelötet, für die Komplettierung reichen Speichermodule (SO-DIMM) und Massenspeicher aus. Die Modellpalette umfasst diverse Modelle mit Intel und AMD-Prozessoren. Darunter sogar Modelle mit diskreter Nvidia-Grafik oder einem integrierten Mini-Projektor. Bereits auf der CES hat Gigabyte als erster Hersteller Mini-PCs mit Broadwell-Prozessor angekündigt. Gigabyte bietet die Geräte mit zwei verschiedenen Gehäusevarianten und Core i3-5010U, i5-5200U oder i7-5500U an. Die Core-i7-Versionen sind mit einem NFC-Chip ausgestattet und kosten etwa 550 Euro . Der etwas höhere „Brix s der GB-BXiH-Serie (114 x 107 x 47 mm) bietet Platz für ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk, beim 13 Millimeter flachen Brix GB-BXi ist nur Platz für eine mSATA-SSD. Schon etwas älter aber trotzdem sehr spannend ist der Brix Pro mit Intel Core i7-4470R oder 4770R. Denn in diesen Quadcore-Haswell-Prozessoren steckt mit der Iris Pro 5200 die derzeit schnellste integrierte Grafik von Intel. Ihre 3D-Leistung liegt etwa doppelt so hoch wie die der HD-5500-GPU.
Intel NUC: Basis für viele Hersteller
Intel ist mit dem NUC seit 2013 ebenfalls im Mini-PC-Markt vertreten. Ebenso wie Gigabyte verkauft Intel die NUCs, die Abkürzung steht für Next Unit of Computing, nur als Barebone. Ganz neu sind die NUC-Modelle mit Core-Prozessoren der fünften Generation, also Broadwell. Intel bietet die Geräte auch in zwei verschiedenen Formfaktoren an: In einem flacheren Design mit M.2-SSD als Massenspeicher und etwas höher mit Platz für ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk. Die flachere Variante misst 115 x 111 x 32,7 Millimeter, die höhere 115 x 111 x 48,7 Millimeter. Als Prozessor kommt entweder der Core i3-5010U oder der Core i5-5250U zum Einsatz. Der Core i5 ist dabei mit der HD 6000 als integrierter Grafikeinheit ausgestattet und liefert eine höhere 3D-Leistung als die Brix-Modelle mit Broadwell-CPU, die mit einer HD-5500-GPU auskommen müssen. Die HD 6000 ist als GT3-GPU aus 48 Ausführungseinheiten aufgebaut, die HD 5500 nur aus 24. Eine Reihe von PC-Herstellern wie Aquado, Bluechip, Exone, Mifcom, Tarox oder Wortmann bieten auch komplette Mini-PCs auf NUC-Basis oder mit einem NUC-Mainboard in einem eigenen Gehäuse an. Einige NUCs von Aquado, Exone und Mifcom arbeiten sogar mit einer Passivkühlung. Die Abwärme wird über das mit Kühlrippen versehene Gehäuse abgeführt. Die staubdichten und spritzwassergeschützten Geräte sind auch für den industriellen Einsatz geeignet, Aquado bietet einige Geräte sogar mit seriellen Schnittstellen an.
Spieletauglich: Kleine PCs mit schneller Grafik
Die meisten Mini-PCs verfügen nur über eine im Prozessor integrierte Grafikeinheit. Die unterstützt zwar mittlerweile auch DirectX 11, reicht aber trotzdem nur für ältere Spiele oder Casual-Games aus, wenn man flüssig spielen will. Es gibt aber einige Mini-PCs mit separaten Grafikchips, die genügend Leistung auch für moderne 3D-Games in Full-HD-Auflösung liefern. Beispiele sind der Alienware Alpha mit Geforce GTX 860M, der Asus ROG GR8, mit Geforce GTX 750TI oder Gigabyte Brix Gaming mit Geforce GTX 870M. Einige dieser Rechner werden auch als Steam-Machines erscheinen.
Business-PCs im Kleinformat
Neben den eher für Heimanwender bestimmten Mini-PCs gibt es auch eine ganze Reihe von ultrakompakten Business-PCs. Sie sind in der Regel mit Vpro-Core-Prozessoren bestückt. Ein Beispiel ist der Fujitsu Esprimo Q920 mit zwei Litern Gehäusevolumen und einem Low-Power-Betriebsmodus mit weniger als fünf Watt Leistungsaufnahme. So kann der Rechner etwa Anrufe über Skype Business annehmen. Noch kleiner sind der Dell OptiPlex 3020 Micro und der HP Elitedesk 800 G1 mit jeweils etwas über einem Liter Gehäusevolumen. Sie verfügen allerdings im Gegensatz zum Fujitsu über kein optisches Laufwerk. Tarox hat neben den Mini-PCs der Eco-44-Serie auf NUC-Basis auch noch andere ultrakompakte-Business-Rechner in verschiedenen Formfaktoren im Programm. Ein Modell mit Desktop-CPU ist der Eco 130DS mit Intel Core i5-4570T. Der 165 x 190 x 45 Millimeter kleine PC ist mit SSD und zwei GBit-LAN-Ports ausgestattet.
Auch eher für den professionellen Einsatz ist der auf der CeBIT präsentierte DS57U von Shuttle bestimmt. Der lüfterlose Barebone im 1,3-Liter-Metallgehäuse ist mit einem Intel Celeron 3205U auf Broadwell-Basis bestückt und bietet Platz für eine mSATA-SSD sowie eine 2,5-Zoll-HDD oder SSD. Eine Besonderheit sind die beiden COM-Ports für Steuerungsaufgaben oder an Anschluss von Messgeräten.
Noch kleiner: PCs im Stick-Format
Die Kleinsten unter den Kleinen sind Rechner im Stick-Format mit HDMI-Stecker. Zunächst waren sie nur mit ARM-Prozessoren und Android als Betriebssystem verfügbar. Sie machen herkömmliche TV-Geräte zum Smart-TV oder dienen als Remote-Desktop-Client. Mittlerweile gibt es auch Windows-PCs mit Atom-Prozessor in diesem Formfaktor. Im April kommt der Compute Stick von Intel für 149 US-Dollar in den Handel. Bereits auf dem Markt sind Modelle von Hannspree oder Orbsmart.
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