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Neue Marke, bewährter Partner

Ionos Cloud startet mit Acmeo als Distributor

| Autor: Michael Hase

Die Partnerschaft zwischen Ionos Cloud und Acmeo geht bereits auf das Vorgängerunternehmen Profitbricks zurück.
Die Partnerschaft zwischen Ionos Cloud und Acmeo geht bereits auf das Vorgängerunternehmen Profitbricks zurück. (Bild: BillionPhotos.com - stock.adobe.com)

Der neu formierte IaaS-Anbieter Ionos Cloud verfolgt ehrgeizige Wachstumsziele. Einen Schlüsselpartner für den indirekten Vertrieb gibt es bereits: den Distributor Acmeo, der schon mit dem Vorgängerunternehmen Profitbricks zusammengearbeitet hat.

Ionos Cloud fängt im Channel nicht bei Null an. Auch wenn die Marke erst Mitte Mai aus der Taufe gehoben wurde, hat der IaaS-Anbieter längst einen Distributor: Acmeo aus Hannover schloss bereits Anfang 2017 einen Vertrag mit dem Berliner Cloud Provider Profitbricks, der im Oktober 2018 mit 1&1 Internet unter dem Brand Ionos verschmolzen wurde. Dessen Infrastrukturdienste bilden nun den Kern des Portfolios von Ionos Cloud. Der niedersächsische VAD vermarktet die Angebote in erster Linie an Managed Service Provider (MSP), die Workloads ihrer Kunden auf der Plattform betreiben.

Acmeo sei für Ionos Cloud „ein sehr wichtiger Partner“, betont Christian Böing, als Chief Sales & Marketing Officer für die neue Marke verantwortlich. Für Cloud gebe es in Deutschland „keinen besseren Distributor, der so spezialisiert auf das Thema ist“. Deshalb sei es damals von Profitbricks konsequent gewesen, eine Partnerschaft mit Acmeo einzugehen. Nach wie vor werden die professionellen IaaS-Angebote sowohl direkt als auch indirekt vertrieben. Während Ionos Cloud größere Partner selbst betreut, ist die Distribution nach Böings Überzeugung der ideale Ansprechpartner für die breite Masse kleinerer Systemhäuser und MSPs.

Partnerschaft mit großem Potenzial

Henning Meyer, Geschäftsführer bei Acmeo, beurteilt die bisherige Kooperation mit Profitbricks beziehungsweise seit Herbst 2018 mit Ionos einigermaßen positiv. Vor allem schätzt er die Technologie. „Die Plattform ist stabil und performant.“ Zudem sei sie, anders als AWS oder Azure, relativ einfach zu bedienen. Dass die Services für professionelle Cloud-Nutzer nun wieder unter einem eigenen Brand vermarktet werden, kommt Meyer entgegen. Denn damit befinden sie sich nicht mehr zusammen mit Massen-Hosting-Angeboten in ein und demselben Portfolio.

Acmeo-Chef Henning Meyer schätzt Ionos Cloud als stabile und performante Plattform.
Acmeo-Chef Henning Meyer schätzt Ionos Cloud als stabile und performante Plattform. (Bild: Michael Hase)

Knapp 50 Partner des Distributors beziehen momentan Cloud-Services von Ionos. Das sind, verglichen mit dem anderen IaaS-Anbieter im Acmeo-Portfolio, dem Hosting und Cloud Provider Busymouse, bei dem der VAD auf rund 700 Partner kommt, zwar nur wenige. Allerdings handelt es sich bei den Ionos-Partnern um größere Häuser, mit denen die Umsätze im Durchschnitt höher ausfallen.

Mit der Anzahl von 50 ist Meyer indes noch nicht zufrieden. „Da geht noch deutlich mehr!“ Nach seinen Worten müsste der Provider dazu aber die Möglichkeit, Ionos Cloud über die Distribution zu beziehen, stärker promoten. In der Hinsicht wünscht sich der Acmeo-Chef ein deutlicheres Commitment des Anbieters zum Channel ebenso wie eine klarere Abgrenzung zwischen großen Systemhäusern, mit denen Ionos direkt zusammenarbeitet, und denjenigen Partnern, die der VAD betreut. Meyer ist davon überzeugt, dass Ionos Cloud von einem größeren Investment ins zweistufige Channel-Modell überproportional stark profitieren würde. „Der richtige Zeitpunkt dafür ist jetzt, bevor sich ein großer Teil der Partner in Richtung Azure orientiert.“

40 Prozent Wachstum

Bei Ionos Cloud plant man derweil für die kommenden Jahre mit einem Wachstum des Geschäfts von durchschnittlich mehr als 40 Prozent. Um das Ziel zu erreichen, werden Entwicklung und Vertrieb personell aufgestockt. Im Zuge dessen soll auch der Channel-Vertrieb ausgebaut werden. Dabei ist das Unternehmen offen für Partnerschaften mit weiteren Distributoren, wie Ionos-Vorstand Böing mitteilt. „Denn die Welt der kleineren Systemhäuser, die ihre Leistungen über die Distribution beziehen, ist sehr groß und vielfältig.“ Und schließlich wolle der Cloud-Anbieter seine Plattform „möglichst allen“ zur Verfügung stellen.

Für das Partnergeschäft bei Ionos zeichnet Claudio Serrano seit gut einem halben Jahr als Head of Channel Sales & Field Sales verantwortlich. Ehe der Manager im November 2019 zu dem Hosting und Cloud Provider kam, war er achteinhalb Jahre beim Hersteller Hewlett Packard Enterprise (HPE) und davor vier Jahre beim Systemhaus Cancom tätig.

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