Climb verkündet Partnerschaften mit Ionos, Neuland.ai, Blue Tomato und Delinea. Im Mittelpunkt stehen EU-Souveränität und Wahlmöglichkeit, KI-Enablement und der Ausbau des Skyward-Programms. Zudem hat der KI-Distributor den Microsoft-CSP-Status in der Tasche.
Der Aufstieg bei Climb geht weiter, mit neuen Partnerschaften, neuen AI-Services und dem Microsoft-CSP-Status.
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)
Der Aufstieg beim KI-Distributor Climb geht weiter. Mit Fokus auf KI-Enablement und EU-Souveränität hat Climb Channel Solutions in der DACH-Region neue Partnerschaften mit Ionos, Neuland.ai, Blue Tomato und Delinea geknüpft. Damit möchte der KI-VAD Partnern Wahlmöglichkeiten bieten und die KI-Expertise stärken. Unter anderem wird dafür das Skyward-Programm weiter ausgebaut. Gute Neuigkeiten, die durch ein positives Partnerwachstum, „sehr zufriedenstellend und schön gemischt – von Großpartnern bis zum Mittelstand“, vervollständigt werden.
Ionos-Partnerschaft: Digitale Souveränität und Auswahlmöglichkeiten
Obwohl Climb ein US-Unternehmen ist, spielt EU-Souveränität eine zentrale Rolle. „Wir brauchen lokale Spezialisierung in Europa. Wir schneidern datenschutzrechtliche Themen und Lösungen für einzelne Länder maß. Das ist unser großer Vorteil“, betont Martin Bichler, Regional Country Manager DACH bei Climb. Die Zusammenarbeit mit Ionos markiert hier einen wichtigen Schritt. „Ionos ist als EU-souveräner Hoster aktuell von immensem Wert. EU-Souveränität macht die Frage ‚Wo liegen meine Daten?‘ zu einer Top-Priorität für Partner“, weiß der Manager. Für IT-Dienstleister werde es immer wichtiger, Alternativen zu Hyperscalern anzubieten. „Im KI-Kontext wird das noch wichtiger: Kunden bauen Plattformen auf, die zukunftssicher und datenschutzkonform sein müssen. Ionos ist bezüglich des US-Cloud-Act ideal aufgestellt“, begründet Bichler.
Auch Emily Raidt, Head of Channel Sales bei Ionos, bestätigt: „Für Ionos ist AI aktuell ein großes Thema, das wir vor allem über unser Partner-Ökosystem vorantreiben wollen. Climb passt als AI-Spezialist gut dazu: als neuer Player am Markt mit einem starken Portfolio und im Gespräch mit vielen Partnern in der DACH-Region.“
Mit Neuland.ai und Blue Tomato holt sich Climb zudem zwei KI-Spezialisten ins Boot, die das Trainingsangebot der AI Academy erweitern. „Der Schulterschluss mit Neuland.ai und Blue Tomato verfeinert unser AI-Academy-Angebot. Training ist auch für Ionos-Partner Top-Priorität, und hier sind wir gut positioniert“, betont Bichler.
Der Kontakt zu Neuland.ai wurde über das NetzwerkComteam geknüpft. Und es hat gematcht. „Climb hat mit der AI Academy und dem Skyward Project viele Partner, die nach KI-Kompetenzpartnern suchen und hier passen wir gut rein“, beschreibt Paul Vincent Westerhausen, im Business Development & Partnerships bei Neuland.ai tätig. Neuland.ai bietet nämlich nicht nur eine KI-Plattform, sondern auch Workshops und Schulungsformate. Die KI-Kompetenz begründet das Unternehmen durch die Zusammenarbeit und Erfahrung mit über 80 Kunden in mehr als 100 KI-Projekten.
Volker Braun, Gründer von Blue Tomato, ergänzt: „Wir haben die richtige Software und das Knowhow, Climb hat das richtige Netzwerk und den Zugang zu Kunden, die wir als kleineres Unternehmen so nicht erreichen würden.“ Die Partnerschaft ermöglicht beiden Seiten, ihre jeweiligen Stärken zu nutzen.
(v. l.) Roberta McCrossan (EMEA Marketing Director Climb), Martin Bichler (Regional Country Manager DACH Climb) und Selina Wilson (EMEA Marketing Manager Climb)
(Bild: Vogel IT-Medien)
KI im Mittelstand
Die Zeit ist jetzt!
Was die Relevanz von KI im Mittelstand anbelangt, ist Bichler sehr positiv gestimmt. „Partner waren letztes Jahr noch in der Findungsphase. Heute ist nicht mehr die Frage, ob KI relevant ist, sondern nur noch wie. 2026 ist das Jahr, in dem Partner sich aktiv mit KI beschäftigen müssen.“ Der Climb-eigene 2025 AI Readiness Report gibt ihm recht. „Wir sehen, dass die Awareness angekommen ist und Partner aktiv auf uns zukommen.“ Nicht nur bei Partnern, sondern auch für Hersteller wird KI essenziell, wie sich beim Partner Cloudian zeigt. „Cloudian ist traditionell im Object Storage und Backup-Archiv-Bereich aktiv. Seit einiger Zeit haben wir ein neues Produkt im KI-Umfeld. Damit wollen wir klassische KI-Partner ansprechen und dafür brauchten wir einen neuen Channel.“ Diesen wolle man mit Climb als KI-Distributor angehen, so Sascha Uhl, Senior Solutions Architect, Channels & Alliances bei Cloudian.
Skyward-Programm wird ausgebaut
Das Skyward Project von Climb, das im vergangenen Jahr in der DACH-Region eingeführt wurde, ist eines dieser Stärken. Bichler berichtet: „Skyward ist ein Riesenerfolg – so erfolgreich, dass wir es erweitern werden.“ Der Schwerpunkt bleibt die Ausbildung, die der Distributor durch die neuen Partnerschaften ausbaut. Die modulare Struktur kommt bei Partnern gut an. Daher soll diese beibehalten und erweitert werden. „Wir ergänzen neue Module, unter anderem AI-Services, die wir mit unseren Partnern in den Markt bringen. Und es wird noch mehr folgen“, teasert der DACH-Chef an.
Doch das ist noch nicht alles. Der KI-Distributor hat zudem die Partnerschaft mit Delinea von Nordamerika auf die DACH-Region, UK und Irland ausgeweitet. „Delinea für Autorisierungsmanagement ist eine wichtige Ergänzung für unser Security-Portfolio“, begründet Bichler. Zusätzlich nimmt Climb mit Nitro eine Alternative zu Adobe ins Portfolio auf – „ideal für Partner mit Kunden im öffentlichen Bereich, die große Adobe-Installationen haben. Nitro bietet den gleichen Leistungsumfang bei besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.“
Partner waren letztes Jahr noch in der Findungsphase. Heute ist nicht mehr die Frage, ob KI relevant ist, sondern nur noch wie.
Martin Bichler, Regional Country Manager DACH bei Climb
Microsoft-CSP-Status für EMEA
Dann wäre da noch der Microsoft-CSP-Status, den der KI-VAD nun für EMEA erlangt hat. „Wir pflegen eine langjährige Microsoft-Beziehung aus den USA und UK. Trotz des neuen Microsoft-Partnerprogramms mit verschärften Anforderungen haben wir nun den CSP-Status erlangt und schwimmen damit gegen den Strom“, betont Bichler. Der Ansatz ist gestuft: „Zunächst nehmen wir Microsoft ins Portfolio auf, damit Partner ohne Unterbrechung Lizenzen beziehen können.“ Der zweite Schritt: Microsoft Services. „Wir haben bereits ein großes Team in UK und planen, die Services im zweiten Halbjahr auf die DACH-Region auszuweiten“, erklärt der Manager.
Stand: 08.12.2025
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Zur scheinbaren Diskrepanz zwischen Microsoft und der EU-Souveränität sagt er: „Microsoft hat seine Daseinsberechtigung für viele Kunden. Wichtig ist, Partnern Wahlmöglichkeiten zu geben.“
KI-Plattformen als nächste Evolutionsstufe?
Zur Konkurrenzsituation durch Cloud Marketplaces hat Bichler eine klare Meinung: „KI-Plattformen sind die nächste Evolutionsstufe von Marketplaces. Wenn Kunden eine KI-Plattform unternehmensweit einsetzen, wird sie zum zentralen Tool – infrastruktur- und anwenderseitig. Sämtliche Investitionsentscheidungen werden davon abhängig gemacht.“ Daher sei jetzt eine klare Positionierung der Partner bezüglich KI gefragt. „Wer nicht in der KI-Diskussion dabei ist, riskiert, dass Kunden ihre Entscheidungen mit anderen Partnern treffen. Dieser Zentralisierungseffekt ist noch wichtiger als bei Marketplaces.“