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IaaS über Distribution Profitbricks wird Acmeo-Partner

Autor: Michael Hase

Acmeo ist eine Partnerschaft mit dem Berliner Provider Profitbricks eingegangen. Damit baut der hannoversche Cloud-Distributor sein Portfolio an Infrastruktur-Services aus. Weitere Schwerpunkte legt der VAD in diesem Jahr auf Kommunikation und Security.

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Mit dem Public-Cloud-Anbieter Profitbricks erweitert der VAD Acmeo sein IaaS-Portfolio.
Mit dem Public-Cloud-Anbieter Profitbricks erweitert der VAD Acmeo sein IaaS-Portfolio.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Infrastructure as a Service (IaaS) soll in diesem Jahr bei Acmeo einen Schwerpunkt bilden. Daher hat der Cloud-Distributor aus Hannover eine Partnerschaft mit dem Berliner Provider Profitbricks vereinbart, um sein Angebot an Infrastrukturdiensten deutlich zu erweitern. Darüber informierten beide Unternehmen die Fachpresse am Donnerstag vergangener Woche in München.

Im Rahmen der Zusammenarbeit vermarktet Acmeo das IaaS-Portfolio von Profitbricks an Systemhäuser, die wiederum ihren Kunden auf dieser Basis eine gemanagte Infrastruktur als Service bereitstellen. Ergänzend zum Vertrieb der Public-Cloud-Dienste berät der VAD seine Partner beim Einstieg in die Nutzung und erbringt den First-Level-Support. Außerdem unterstützt Acmeo sie durch Marketing- und Vertragsvorlagen, Argumentationshilfen sowie durch Seminare für Technik und Vertrieb. Gemeinsam mit dem Distributor liefere der Provider „eine sichere und schlüsselfertige Lösung, die Systemhäuser ihren Kunden als Managed Public Cloud Service anbieten können“, erläutert Achim Weiß, Gründer und CEO von Profitbricks.

Die Berliner bieten Rechenleistung und Speicherkapazität nicht in Form vorab definierter Pakete an. Vielmehr lassen sich Prozessorkerne, Arbeitsspeicher und Storage flexibel wählen und im laufenden Betrieb an den Bedarf anpassen. Abgerechnet werden die Ressourcen minutengenau nach Verbrauch. Mit dem Datacenter-Designer können Anwender ihre virtuelle Infrastruktur per drag and drop erstellen. Profitbricks betreibt Rechenzentren in Frankfurt / Main und Karlsruhe.

Vertrieb über Partner

Der Provider vermarktet seine Angebote sowohl direkt als auch über rund 30 Partner, zu denen Dienstleister wie Axians und Seven Principles gehören. Durch die Partnerschaft mit dem VAD Acmeo, der mit rund 1.700 Systemhäusern zusammenarbeitet, möchte das Unternehmen sein indirektes Geschäft vorantreiben.

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Spin-off von 1&1 Internet

> Profitbricks wurde 2010 von Achim Weiß und Andreas Gauger, beide zuvor im Vorstand von 1&1 Internet, in Berlin gegründet. Die 1&1-Konzernmutter United Internet beteiligte sich mit 30 Prozent an dem Startup. Seit 2012 tritt Profitbricks als Provider im Public-Cloud-Markt auf und sieht sich dort als „Preis-/Leistungs-Champion“. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 120 Mitarbeiter.

Der Distributor wiederum erweitert sein Portfolio mit Profitbricks „um eine IaaS-Lösung, die den Spagat zwischen der Abbildung komplexer Infrastrukturen und einfacher Handhabung schafft“, wie der Cloud-Spezialist betont. Infrastruktur-Services bietet Acmeo bereits in Kooperation mit dem hannoverschen Hoster Busymouse an. Dessen IaaS-Portfolio sei aber stärker gemanagt und erlaube Systemhäusern weniger technische Zugriffe auf die Ressourcen, als das bei Profitbricks möglich sei, erläutert Henning Meyer, Gründer und Geschäftsführer von Acmeo.

Kommunikation und Security

Neben IaaS wird Acmeo seine Schwerpunkte in diesem Jahr auf Kommunikation und IT-Sicherheit sowie auf Systemhaus-Software legen, wie Meyer bei dem Münchner Termin ankündigte. In den ersten beiden Anwendungsfeldern hat der VAD sein Hersteller-Portfolio im vergangenen Jahr unter anderem um den Münchner Cloud-Telefonie-Spezialisten Nfon und den russischen Security-Anbieter Kaspersky erweitert.

Seit etwa anderthalb Jahren bildet Software, die die Prozesse im Systemhaus unterstützt, neben der Distribution und der Akademie (Seminare, Workshops, Webinare) eine der drei Säulen des Acmeo-Geschäfts. Ein wichtiger Bestandteil des Portfolios ist die ERP- und CRM-Branchenlösung Systemhaus.One, die die niederbayrische Neumeier AG auf Basis von SAP Business One entwickelt hat. Außerdem bietet Acmeo seinen Partnern verschiedene Systeme für Service-Management und -Automatisierung (Docbee, HarmonyPSA), Ticket-Management (Visoma), Netzwerkrisikoberichte (RapidFireTools) und Fernwartung (ISL Online) an.

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Ergebnisse der Systemhaus-Studie

Acmeo befragte Systemhäuser zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar zu ihren Erfahrungen mit Managed Services und zu ihren Erwartungen an das Dienstleistungsmodell. Eine ähnliche Erhebung hatte der Distributor im Jahr 2014 schon einmal vorgenommen. Managed Services seien inzwischen im Markt angekommen, zieht Acmeo als Fazit aus der aktuelle Studie, an der sich 89 Partner beteilgt haben:

  • 78 Prozent (2014: 66 Prozent) der Systemhäuser verdienen mit Managed Services nennenswerte monatliche Roherträge.
  • 90 Prozent der Befragten (2014: 84 Prozent) stimmen der Einschätzung zu, die Einführung von Managed Services mache Organisations- und Prozessänderungen notwendig.
  • Endkunden reagieren überwiegend positiv auf Managed-Services-Angebote, beobachten 66 Prozent der Acmeo-Partner. Dieser Wert lag 2014 allerdings deutlich höher (82 Prozent).
  • Bei den Bedenken der Endkunden gegen Managed Services entfiel auf den Datenschutz mit 28 Prozent der Nennungen ein signifikant höherer Anteil als vor drei Jahren (20 Prozent).
  • 86 Prozent (2014: 95 Prozent) der Umfrageteilnehmer wünschen sich verbesserte Unterstützung durch Hersteller und Distributoren, und zwar in Form von Vertragsvorlagen, Marketingvorlagen und Workshops.

Darüber hinaus stellte Acmeo bei dem Münchner Presse-Event seine aktuelle Systemhaus-Studie vor (siehe „Ergänzendes zum Thema“).

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 Michael Hase

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Chefreporter