Adaptive Apps und Edge 2.0 F5 fokussiert Zukunftsthemen mit dem Channel

Autor: Melanie Staudacher

Beim Vertrieb komplexer Produkte, ist das eigene Verständnis entscheidend. Deswegen steht bei F5 die Weiterbildung der Partner im Vordergrund. Auf diese Themen will sich F5 künftig vor allem mit System- und Beratungshäusern fokussieren.

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Mit Systemhäusern und Beratungsunternehmen will F5 neue Themen wie Adaptive Apps und Edge 2.0 angehen.
Mit Systemhäusern und Beratungsunternehmen will F5 neue Themen wie Adaptive Apps und Edge 2.0 angehen.
(Bild: © naka - stock.adobe.com)

Michael Berg, Director Channel Sales bei F5, will den Channel-Partnern dasselbe Knowhow vermitteln, wie den eigenen Mitarbeitern.
Michael Berg, Director Channel Sales bei F5, will den Channel-Partnern dasselbe Knowhow vermitteln, wie den eigenen Mitarbeitern.
(Bild: F5)

Sich Zeit nehmen und Nähe schaffen. Diese Tugenden haben Michael Berg geholfen, als er Anfang des Jahres, mitten in der Pandemie, bei F5 angefangen hat. Als Director Channel Sales ist er von seinem Homeoffice in der Schweiz aus verantwortlich für die DACH-Region und Liechtenstein. Er leitet ein fünfköpfiges Channel Account Manager Team, das zuständig ist für die Fokusthemen Distribution, Enablement, Akquise und Hyperscaler. Dabei steht immer im Vordergrund, Mehrwerte für die Channel-Partner zu schaffen.

Mittlerweile gehören zum Ökosystem knapp 400 Partner. „Jeder unserer Partner bietet in irgendeiner Art und Weise Managed Services an“, sagt Berg. Gerade im DevOps- und Cloud-Umfeld sind für F5 neue Partner interessant, die Dienstleistungen anbieten wollen. Als besondere Zielgruppe will der Hersteller künftig Beratungsunternehmen adressieren. Diese machen Berg zufolge kein klassisches Reselling, sondern erbringen zu den Produkten ergänzende Leistungen, wie die Planung und Entwicklung von Architekturen.

Consulting-Partner haben beim Endkunden einen großen Einfluss. Das ist vielen Beratungshäusern mittlerweile auch bewusst geworden.

Michael Berg, Director Channel Sales bei F5


Adaptive Apps

Wie viele Technologieunternehmen, gehört auch F5 mit dem Angebot für Multi-Cloud-Sicherheit und Anwendungsbereitstellung zu den Profiteuren der Coronakrise. Als Schlagwort nennt Berg Adaptive Apps. Dabei geht es darum, das optimale digitale Nutzererlebnis hinsichtlich der Bereitstellung und Absicherung von Applikationen zu schaffen. Wie Berg berichtet, ist dieses Thema in den vergangenen 14 Monaten enorm wichtig geworden. Denn: „Applikationen stehen immer im Vordergrund, wenn es darum geht Business-Modelle umzusetzen und sind deshalb heute Kernthema eines jeden Unternehmens. Schließlich will jeder den Bedürfnissen seiner Kunden gerecht werden.“

Auch der Trend zum Homeoffice spielt dem Hersteller in die Karten. Denn bei der Arbeit von zuhause aus müssen die Applikationen ebenso sicher und leistungsfähig sein, wie im Büro. „Nichts ist schlimmer, als zuhause zu sitzen, auf eine Taste zu klicken und dann zehn Sekunden warten zu müssen, dass irgendetwas passiert. Das tötet jede Arbeitsmotivation“, sagt Berg.

Roman Borovits, Presales System Engineer bei F5
Roman Borovits, Presales System Engineer bei F5
(Bild: F5)

„Je besser wir unseren Job machen, desto weniger bekommt der Kunde mit“, ergänzt Roman Borovits, Presales System Engineer bei F5. Damit meint er die Multi Cloud Application Services, die F5 im Entwicklungsprozess vom Applikationscode bis hin zur fertigen App ergänzt. Die Dienste umfassen API Gateway, App Security, App und Web Server, DDoS (Distributed Denial of Service), Ingress Controller, Load Balancer, DNS (Domain Name System) und CDN (Content Delivery Network). Dabei arbeitet F5 mit den Hyperscalern AWS, Microsoft Azure, Google Cloud Platform und Alibaba zusammen. Mit diesem Portfolio ist F5 in der Lage, adaptive Apps bereitzustellen, die auf individuelle Kundenanforderungen und Sicherheitsrisiken reagieren können.

Edge 2.0

Zudem hat F5 das Portfolio mit der Plattform für verteilte Cloud-Dienste von Volterra ergänzt. Den Anbieter hat F5 im Januar übernommen. Als Edge 2.0 bezeichnen die Unternehmen die Funktionen, die Volterra auf der Plattform bereitstellt. Damit will F5 komplette Infrastrukturen als Software realisieren und somit die Applikationen möglichst nahe am Endverbraucher ausführen. Dafür nutzt der Hersteller Container-Technologie und APIs. Den Netzwerkrand definiert F5 somit selbst, wodurch die Datenverarbeitung um ein Vielfaches schneller ist. Denn mit bisherigen Edge-Lösungen, die F5 als Edge 1.0 bezeichnet, war der der Netzwerkrand an ein Rechenzentrum gebunden.

Konkret ermöglicht Edge 2.0 die Verteilung von Apps automatisiert über das Rechenzentrum, die Cloud und den Edge. Dadurch entfällt die manuelle Integration in Multi-Cloud-Umgebungen. Dabei setzt F5 eine End-to-End-Verschlüsselung ein. Und über die dazugehörige Plattform erhalten Kunden einen Überblick über die Leistung und Sicherheit der Apps.

Channel-Programm Unity+

Weil die Themen, denen sich F5 verschrieben hat, so komplex sind, gehören Schulungen und Trainings sowohl intern wie auch im Channel-Programm Unity+ zum Alltag. Denn die Systemhauspartner sollen sowohl die Implementierung, das Management und die Beratung zu den Lösungen und Services übernehmen. Außerdem gibt es ein Mentoring-Programm für neue Kollegen und Partner, die darin Unterstützung von Experten erhalten.

Des Weiteren bietet F5 den Partnern sichere Margen, die auch vom Investment der Reseller abhängen, und einen Projektschutz bei der Deal-Registrierung. Unity+ stellt zudem über das Portal Partner Central Inhalte zur Projektabwicklung und dem Vertrieb bereit.

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Über den Autor

 Melanie Staudacher

Melanie Staudacher

Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH