Die Lieferketten bei Digital Signage funktionieren wieder besser. Damit läuft das Geschäft mit großen Displays, Projektoren und AV-Equipment wieder runder. Ungemach droht aber durch steigende Energiepreise und mögliche strengere EU-Richtlinien.
Digital Signage lebt von brillanten Bildern – aber der Energieverbrauch der Systeme sollte sich trotzdem in Grenzen halten.
(Bild: FrankBoston - stock.adobe.com)
Im Digital-Signage-Sektor gab es bei Großformatdisplays, Videowalls und Projektoren bisher immer nur eine Richtung: größere Diagonalen, höhere Auflösungen und Lichtstärken. Bei den TV-Geräten war diese Entwicklung bisher ähnlich, stößt aber nun an Grenzen. Denn hier könnten strengere Grenzwerte der EU für den Energieverbrauch zu einem Verkaufsverbot von Geräten mit 8K-Auflösung oder Micro-LED-Technik führen. Brüssel plant für März 2023 eine Verschärfung der Energieanforderungen für TV-Displays, die diese Geräte nicht erfüllen können, da bisherige Ausnahmen für OLED-Displays, Micro-LED-Displays und 8K-Geräte auslaufen.
Digital Signage bisher nur wenig betroffen
Bei professionellen Displays könnten kleinere Modelle mit einer Diagonale von bis zu 65 Zoll unter Umständen ebenfalls betroffen sein. Ob das so ist, wird sich noch klären. Größere Displays, Komponenten von Videowalls, digitale Whiteboards und auch Projektoren sind bisher ausgenommen. Allerdings gibt es keine Garantie, dass die EU nicht auch hier Regelungen erlässt, um dem steigenden Energieverbrauch einen Riegel vorzuschieben.
Allerdings kann die Branche mit dem Nutzen der Geräte argumentieren. So sind etwa digitale Whiteboards für die Digitalisierung der Schulen notwendig. Und sie müssen für die ergonomische Nutzung eine entsprechende Größe und Auflösung haben. Große Displays in Konferenzräumen von Firmen als Teil von Kollaborationslösungen ersetzen Geschäftsreisen. Und wenn es ohne Flüge oder Zugfahrten doch nicht geht, ermöglichen digitale Beschilderungssysteme eine schnelle Information der Reisenden. Selbst zuletzt viel gescholtene und im Herbst 2022 von Nutzungseinschränkungen betroffene digitale Außenwerbung soll laut dem Institute for Digital Out of Home Media (IDOOH), einer Initiative von DOOH-Vermarktern und Anbietern, bezogen auf die erreichten Kontakte die effizienteste und damit sparsamste Werbeform sein – allerdings nur bei Nutzung von Ökostrom.
Handlungsbedarf besteht trotzdem. Denn natürlich sind die Kunden angesichts hoher Energiepreise an sparsameren Lösungen interessiert, was auch der Channel so wahrnimmt. Das wird ebenfalls in unserer eigenen Panel-Umfrage zum zum Thema AV und Digital Signage deutlich: Unter den Teilnehmern sind 65 Prozent der Partner und sogar 100 Prozent der Hersteller der Meinung, dass der Energieverbrauch für die Kunden ein sehr wichtiges Thema sei. 45 Prozent der Partner befürchten deshalb sogar einen Rückgang im Geschäft mit Outdoor-Displays.
Florian Kinscher, Director of Sales & Marketing, ITZ Display Solutions
(Bild: ITZ Display Solutions)
ITB: In welchem Produkt- oder Servicebereich sieht Ihre Firma derzeit die größten Chancen für die Partner?
Kinscher: Mit Blick auf das neue Jahr erwarten wir einen wachsenden Markt bei den größeren Digital-Signage-Formaten, insbesondere den LED-Signage-Produktgruppen. In den erheblichen Forschungs- und Entwicklungsbestrebungen unserer Hersteller und der damit einhergehenden stetigen technologischen Weiterentwicklung, spiegelt sich die Bedeutung und Attraktivität von LED-Signage für Endkunde und Handel wider. Darum sehen wir große Chancen für unsere Fachhandelspartner, sich in diesem Bereich gut aufzustellen. Ein wichtiger Schritt hierbei: Die richtigen Partner mit Fachkompetenz an der Seite zu wissen.
ITB: Befürchten Sie bei der digitalen Außenwerbung Probleme durch die Diskussion um den Energieverbrauch der Displays oder sogar Verbote?
Kinscher: Wir stehen im ständigen Austausch mit unseren Partnern zu den Entwicklungen am Markt und betrachten diese aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei sind Begriffe wie Green Signage und Energiewende natürlich nicht wegzudenken. Für uns steht fest, dass sich der DOOH-Markt nach wie vor entwickelt und auch in diesem Segment der Fortschritt von Outdoor-LED-Signage-Lösungen einen Ansatz liefert, sparsame Alternativen zu bieten. Dennoch sehen wir keine größeren Einschränkungen und erwarten in der näheren Zukunft keinen signifikanten Einbruch der Nachfrage.
Strategien für geringeren Energieverbrauch
Hersteller und Lösungsanbieter haben das Problem erkannt und arbeiten an Produkten und Lösungen, die mit weniger Energie auskommen. Dabei geht es auch gar nicht unbedingt um die Hardware, sondern oft um Software und Management. Beispielsweise werden bei etlichen Display-Systemen im Einzelhandel die Displays nachts nicht ausgeschaltet, sondern nur mit schwarzem Content bespielt, da ein tägliches Ein- und Ausschalten das System aus dem Tritt bringen könnte, was den Service-Aufwand erhöht. Es sind Lösungen gefragt, bei denen Displays und Videowalls in einen echten Standby-Modus mit minimalem Energieverbrauch versetzt werden können. Hier sollen beispielsweise die Micro-LED-Panels von LG glänzen. Weitere Lösungsansätze sind die Nutzung von Umgebungslichtsensoren für eine Anpassung der Leuchtstärke der Displays, wie es etwa Samsung und Sharp/NEC bei einigen Displays umsetzen, sowie die Nutzung von Präsenzsensoren. So könnten beispielsweise Displays in einem Einzelhandelsgeschäft erst dann aktiviert oder in der Helligkeit hochgefahren werden, wenn tatsächlich Kunden in Betrachtungsreichweite sind. Content-Management-Systeme in der Cloud können ebenfalls dabei helfen, Energie zu sparen, da sie oft effizienter arbeiten als Systeme mit eigenen Servern bei den Kunden.
Stimme aus der Distribution
Markus Hollerbaum, Geschäftsführer bei Siewert & Kau
(Bild: Intuitive Fotografie / Siewert & Kau)
ITB: In welchem Produkt- oder Servicebereich sieht Ihre Firma derzeit die größten Chancen für die Partner?
Hollerbaum: Ein wichtiger Bereich sind Produkte für den Point of Sale. Einige Firmen haben die Zeit der Pandemie genutzt, um Projekte vorzuziehen, aber die meisten haben abgewartet und setzen jetzt die geplanten Vorhaben um, mit dem Ziel, für ihre Kunden attraktiver zu werden. Dazu zählen Unternehmen aus dem Einzelhandel oder dem Hotelgewerbe. Eine zweite Säule ist das Geschäft mit interaktiven Displays für Firmen. Mit ihnen werden zum Beispiel Meeting-Inseln für hybrides Arbeiten ausgerüstet. Unsere Partner können ihre Kunden damit überzeugen, dass Kollaborationslösungen, etwa mit Microsoft Teams, inzwischen gut funktionieren und die Produktivität steigern. Daher werden diese Lösungen immer mehr genutzt.
ITB: Wie wichtig ist für Endkunden – und auch die Partner – das Thema Nachhaltigkeit?
Hollerbaum: Zunehmend wichtig, aber nicht kaufentscheidend. Hier dominiert immer noch die Praxistauglichkeit, etwa die Helligkeit bei Displays für Schaufenster. Essenziell für einen niedrigen Energieverbrauch von Digital-Signage-Lösungen ist die Software, wie etwa Management-Systeme mit intelligenter Zeitsteuerung, Strom- und Lastmessung. Wichtig werden auch E-Paper-Displays.
Stand: 08.12.2025
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Bei Beschilderungssystemen mit statischen, nur selten wechselnden Inhalten können E-Paper-Panels erheblich Energie sparen. Denn dabei fließt nur Strom, wenn sich das Bild auf dem Display ändert – und das inzwischen auch in Farbe. PPDS kündigt für die am 31. Januar beginnende ISE 2023 eine neue Display-Serie auf E-Paper-Basis an. Epson präsentiert auf der Messe neue 3LCD-Beamer für das 20.000-Lumen-Segment, die sehr energieeffizient arbeiten sollen.
Neben dem Energieverbrauch der Geräte selbst spielen für die gesamte Energiebilanz auch Faktoren wie die Haltbarkeit, die Nutzung von Recyclingmaterial, die Reparaturmöglichkeiten und – wenn noch sinnvoll – das Refurbishing eine große Rolle. Hier tut sich bei den Herstellern einiges. So plant Samsung, die CO2-Emissionen bei Digital-Signage-Displays über den Lebenszyklus zu senken und das durch entsprechende Zertifikate zu belegen.
Mehr Sensibilität für das Thema Nachhaltigkeit bei Herstellern, Channel und Kunden will das Digital-Signage-Beratung- und Marktforschungsunternehmen Invidis wecken. Bereits 2021 hat die Münchener Firma eine Kampagne für „Green Signage“ gestartet.
Positive Aussichten beim IT-BUSINESS-Panel
Den Markt für Digital-Signage-Lösungen sieht die Mehrzahl der Partner unter den Teilnehmern an unserer Panel-Umfrage positiv, und das trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Digitale Whiteboards und Content-Management-Systeme in der Cloud werden als Produktsegmente genannt, von denen sich der Channel starkes Wachstum erhofft. Von Herstellern und Distribution erhoffen sich die Partner schnell einsetzbare Lösungspakete.
Bildergalerie
Die Lieferketten funktionieren wieder besser
Das Problem der brüchigen Lieferketten, das den Channel 2021 und 2022 sehr belastet hat, mildert sich zunehmend ab. Die Distribution kann wieder besser ab Lager liefern. Allerdings gibt es immer noch Engpässe bei einzelnen Komponenten. Zudem führten gestiegene Frachtkosten zu höheren Preisen und geringeren Margen. Laut den Analysten von Futuresource Consulting resultierte daraus, dass sich weiterhin mehr Endkunden für günstigere LCD-Lösungen statt für Direct-View-LED-Walls entschieden. Wie Markus Hollerbaum, Geschäftsführer von Siewert & Kau, anmerkt, fallen die Kosten für den Containertransport aus China inzwischen wieder. Langfristig erwarten die Marktforscher einen weiteren Aufschwung für LED-Lösungen mit jährlichen Wachstumsraten von 20 Prozent. Ted Romanowitz, Principal Analyst bei Futuresource erwartet zudem, dass viele SMD-LED-Hersteller ihre Produktentwicklung und Fertigung in Richtung Micro-LED ausrichten, um die wachsende Nachfrage der Panel-Hersteller zu befriedigen. Denn die Vorteile der LED-Technik sind erheblich: Keine sichtbaren Grenzen zwischen den einzelnen Kacheln und flexible Formate bis hin zu sehr großen Video-Walls, die sich inzwischen auch gebogen realisieren lassen.
Content Management aus der Cloud
Bei der Content-Management-Software findet derzeit eine Konzentration statt, wie die Analysten von Invidis herausgefunden haben. Viele der kleinen ISVs schaffen den Umstieg auf moderne, Cloud-basierte Lösungen nicht, die auch für die Partner in unserer Panel-Umfrage einer der Produktbereich mit den größten Wachstumsaussichten darstellen. Gefragt sind Systeme, die Inhalte an vielen Standorten datengesteuert und flexibel ausliefern können.
Kollaborationslösungen für den Konferenzraum bilden einen der Schwerpunkte auf der ISE 2023.
(Bild: Integrated Systems Europe)
Interaktive Displays sind ein weiterer Sektor mit starkem Wachstum, vor allem in Kombination mit Lösungen für Videokonferenzen im Konferenzraum. Benötigt werden sie für hybride Arbeitsformen, bei denen ein Teil der Beschäftigten im Unternehmen ist und ein anderer im Homeoffice. Denn improvisierte Verfahren, bei denen auch die lokalen Teilnehmer im Meeting vor ihren Notebooks sitzen, sind auf die Dauer wenig praktikabel. Ein Trend bei Konferenzdisplays können Geräte mit 21:9-Seitenverhältnis werden, die für das Front-Row-Layout von Microsoft Teams ideal sind. Einige Hersteller haben solche Displays oder Videowalls bereits auf den Markt gebracht.
Stimme aus der Distribution
Heiko Wuelfken, Leitung Marketing bei Kern & Stelly
(Bild: www.hallomats.de)
ITB: In welchem Produkt- oder Servicebereich sieht Ihre Firma derzeit die größten Chancen für die Partner?
Wuelfken: Das Thema Videoconferencing bietet unserer Ansicht nach in Zukunft ein enormes Potenzial für den Fachhandel. Durch hybrides Arbeiten als fester Bestandteil in fast allen Unternehmen und dem gleichzeitigem Wunsch nach kollaborativem Arbeiten, wird der Bedarf an hochwertigen Bild- und Tonlösungen steigen und immer seltener das Laptop mit fest eingebauter oder billiger Webcam zum Einsatz kommen. Stattdessen werden UC-Lösungen immer öfter im Gesamtkontext „Meetingraum“ stattfinden und dort Lösungen benötigt, die für eine Gruppe von Menschen statt eines Individuums funktionieren müssen. Speakertracking, hochwertige Mikrofon- und Audio-Lösungen sowie intelligente Kamerasysteme werden mit klassischer AV-Technik wie LED-Wand, Videowall oder einem deckenmontierten Projektor kombiniert. Heraus kommen Gesamtlösungen, die künftig den neuen Standard im Businessumfeld darstellen werden. Und genau hier liegt unsere Stärke als AV- und UC-Mehrwertdistributor – die individuelle Beratung und Zusammenstellung genau solcher Lösungen aus einer Hand. Neben Videokonferenzen im Businessumfeld bleibt der Digitalpakt Schule ein Fokusthema, hier insbesondere interaktive Lösungen. Der Bildungsmarkt birgt weiterhin ein enormes Potenzial, das wir mit unseren Fachhändlern durch Lösungen aus einer Hand bedienen möchten.
Bildungssektor: Wachstumsmarkt mit Hindernissen
Der Bildungssektor ist ein weiterer Markt für interaktive Displays oder entsprechende Projektor-Installationen. Wie Heiko Wuelfken, Leiter Marketing beim Distributor Kern & Stelly anmerkt, sind aus dem Digitalpakt Schule für derartige Lösungen bis Mitte 2022 erst drei Milliarden Euro abgeflossen, also etwa 50 Prozent der verfügbaren Mittel. Er sieht hier ein sehr großes Potenzial für den Channel, das mit Lösungen aus einer Hand ausgeschöpft werden kann. Markus Hollerbaum räumt ein, dass noch viel Geld aus dem Digitalpakt bereit stünde, verweist aber auf die immer noch bestehenden Probleme: sehr komplexe Beantragung der Gelder, fehlende IT-Verantwortliche in den Schulen und kleinteilige Beschaffung. Zudem fehle in vielen Schulen immer noch die Breitbandanbindung als Grundlage. Daher sind viele Systemhäuser, die sich nicht auf den Bildungssektor spezialisiert haben oder zumindest über Education-Fachpersonal verfügen, mit derartigen Projekten überfordert. Allerdings kann die Distribution helfen, sofern sie über eigene Expertise verfügt.
ISE 2023: Mehr als 1.000 Aussteller auf der Messe in Barcelona
Die ISE 2023 findet wieder auf dem Messegelände Gran Via in Barcelona statt.
(Bild: Fira Barcelona)
Am 31.Januar öffnet die Integrated Systems Europe (ISE) als größte Fachmesse für Digital Signage ihre Pforten. Etwa 1.000 Aussteller erwarten die Veranstalter, 120 davon geben in Barcelona ihr Debut auf der ISE. Gegliedert ist die Messe in sieben Technologiezonen von Audio bis hin zu UCC. Ein wichtiges Thema auf der Messe wird Nachhaltigkeit sein.