Ausgebucht! Einmal mehr war der FIT-Kongress der Vogel IT-Akademie der Renner. Über 200 Frauen nutzten den Tag in der Villa Kennedy in Frankfurt, um neue Impulse zu erhalten, spannenden Keynotes zu lauschen und sich miteinander zu vernetzen.
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(Bild: www.hamann.photo)
Der diesjährige FIT-Kongress war geprägt von zahlreichen guten Gesprächen, regem Ideen- und Erfahrungsaustausch sowie spannenden Keynotes, Podiumsdiskussionen und Workshops. Dabei nutzten die über 200 Teilnehmerinnen die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen und sich untereinander zu vernetzen. Die besondere Atmosphäre des Kongresses betonte die Leiterin der Vogel IT-Akademie, Daniela Schilling, dann auch in ihrer Eröffnungsrede.
Die Ehre der ersten Keynote des Tages gebührte dann Prof. Dr. Marco Gercke, der sich mit dem Faktor Mensch und der Rolle der Frauen in Zeiten von KI und Machine Learning beschäftigte. Es wäre wünschenswert, wenn Künstliche Intelligenzen nicht allein von Männern programmiert würden, sondern auch hier der „weibliche Faktor“ einfließen würde. Immer schnellere Innovationszyklen sowie neue Technologien hielten die Welt in Atem und so müsse die Antwort auf VUCA (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) ebenfalls VUCA (vision, understanding, clarity, agility) lauten – so sein Fazit.
Wie agil die Frauen in der IT-Branche bereits sind, offenbarte sich in der anschließenden Podiumsdiskussion, die durch zahlreiche Wortbeiträge aus dem Publikum befeuert wurde und so in einem regen Erfahrungsaustausch mündete. Danach hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich in Workshops und Thinktanks in Themen zu vertiefen. Da ging es etwa bei Nicole Dufft von fibonacci & friends um das „Überleben in der VUCA-Welt“, bei Danjiela Kirsch vom Womens IT Network um „Strategien in Zeiten der digitalen Revolution“ und Felicitas Birkner von der Fujitsu Academy zeigte in ihrem Thinktank, wie Arbeit 4.0 gelingen kann.
In die Zukunft entführte Andrea Martin von IBM das Publikum. Am Beispiel Ernährung erläuterte sie, wie Technologie dazu beitragen kann, Nahrung ressourcenschonend zu produzieren, zu transportieren und zu verteilen.
„Stärken Sie die Dinge, die Sie gut können" mit diesen Worten wandte sich Klaus Bürg, Managing Director bei AWS, an die Teilnehmerinnen. Wer sich weniger auf seine Schwächen konzentriere, könne deutlich mehr erreichen und gerade in Zeiten der digitalen Transformation sei es wichtig, immer den Kunden im Auge zu behalten und den Mehrwert für diesen zu finden – frei nach dem Motto „Uberize yourself before you get Kodaked.“
Ähnlich inspirierend gestaltete Petra Trost-Gürtner von Cancom ihren Workshop. Sie hatte zahlreiche Hüte mitgebracht und demonstrierte damit, in welche Rollen wir mehr oder weniger bewusst schlüpfen. Denn da gäbe es den „Gute-Laune-Hut“, den „Kritikerhut“ oder den „Familienhut“. Ihr Lieblingshut sei der „Macht-Hut“ – aber ihr gehe es nicht um Macht, sondern um das „Machen“.
Wie das geht, demonstrierte Claudia Plattner, CIO bei DB Systel, eindrucksvoll. Um die Ziele der Bahn – Verdoppelung der Fahrgastzahlen und Steigerung der Güterkapazität um 70 Prozent – überhaupt erreichen zu können, bedarf es der Digitalisierung. Einerseits spiele Technologie eine große Rolle. Da ist die Rede von Digital Twins, 3D-Druck, KI oder Blockchain. Doch Plattner betont darüber hinaus, dass all dies nur dann erfolgreich sein könne, wenn die IT-Abteilung mit dem entsprechenden Fachbereich konstruktiv zusammenarbeite.„Dann kann Großes passieren“, ist sie überzeugt.
Galaabend und Preisverleihung
Nach einem abwechslungsreichen Tag hieß es dann für die Teilnehmerinnen, sich in Abendkleidung zu werfen und sich dann bei der Dinnerspeech von Jenk und Katharina Jessel zu amüsieren. Die vergnügliche Rede „The Walking Dad“ drehte sich um den Balanceakt zwischen Beruf und Familie.
Als Höhepunkt des Abends stand dann die Award-Verleihung für die „Women of the Year“ auf der Agenda. Der Preis wurde in neun Kategorien vergeben.
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