Cloudera-Studie: Hürden bei der KI-Skalierung 95 Prozent der Unternehmen verschieben KI-Projekte

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Trotz hoher KI-Nutzung scheitert die Skalierung von KI noch sehr oft. Laut einer Cloudera-Studie mussten 95 Prozent der Unternehmen KI-Projekte im letzten Jahr verschieben. Das Hauptproblem sind veraltete Datenarchitekturen.

Kein Einlass für moderne KI? Veraltete Datenarchitekturen wirken oft wie unkooperative Türsteher, die den reibungslosen Weg für Künstliche Intelligenz versperren.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Kein Einlass für moderne KI? Veraltete Datenarchitekturen wirken oft wie unkooperative Türsteher, die den reibungslosen Weg für Künstliche Intelligenz versperren.
(Bild: Canva / KI-generiert)

„Du kommst hier nicht rein!“ – Was der strenge Türsteher für den Club ist, sind veraltete Datenarchitekturen für die Unternehmens-KI. Laut einer aktuellen Cloudera-Studie arbeiten zwar 77 Prozent der Unternehmen bereits aktiv mit KI, aber fast alle (95 %) mussten im vergangenen Jahr KI-Initiativen aufgrund von Governance-, Compliance- oder Regulierungsherausforderungen verschieben oder absagen. Denn obwohl die KI-Nutzung zum Standard geworden ist, schränken veraltete Datenarchitekturen zunehmend die Fähigkeit von Unternehmen ein, KI sicher, effizient und kostengünstig zu skalieren.

Viele Betriebe stellen fest, dass Architekturen für traditionelle Analysen nicht für Umfang, Governance und Flexibilität ausgelegt sind, die KI heute erfordert.

Sergio Gago, CTO bei Cloudera

Zur Methodik der Studie:

Die von Cloudera in Auftrag gegebene und von Wakefield Research durchgeführte Studie befragte 1.500 Enterprise Architects, Cloud-Infrastruktur-Leiter und Datenarchitekten in Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern in allen Märkten außer Spanien, Singapur und Südafrika, wo die Mindestmitarbeiterzahl 250 beträgt. Die Studie wurde in drei Regionen und neun Märkten durchgeführt: Nordamerika (USA (n=600), Kanada (n=100), Brasilien (n=100)), EMEA (Südafrika (n=100), Spanien (n=100), Großbritannien (n=200)) und APAC (Singapur (n=100), Indien (n=100), Japan (n=100)). Sie fand zwischen dem 5. und 22. Juni 2026 statt und erfolgte mittels E-Mail-Einladung und Online-Umfrage.

KI fordert veraltete Unternehmensinfrastrukturen heraus

Um diese Hürden und zukünftige KI-Anforderungen zu meistern, geben 72 Prozent der Unternehmen an, dass ihre Datenarchitektur grundlegend überarbeitet werden muss. Drei Viertel (75 %) der Befragten geben an, dass KI-Integrationen die Datenspeicherungs- und Architekturpraktiken ihres Unternehmens verändert haben. 84 Prozent berichten über gestiegene Infrastrukturkosten aufgrund von KI-Workloads. Diese Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen nicht nur den Speicherort ihrer Daten überdenken, sondern auch deren Verwaltung, Steuerung und Bereitstellung für KI-Systeme.

Governance als kritische Infrastruktur

Mit der zunehmenden Skalierung von KI in Unternehmen entwickelt sich Governance zu einem zentralen Erfolgsfaktor für KI-Lösungen. Dem Data Readiness Index von Cloudera zufolge gaben zu Beginn des Jahres 75 Prozent der Unternehmen an, dass der Einsatz von KI Schwachstellen in ihren bestehenden Governance-Prozessen offenlegt. Auch die aktuelle Studie von Cloudera weist darauf hin, dass sich diese Herausforderungen mit steigender KI-Nutzung tendenziell weiter verstärken. Entsprechend geben fast drei Viertel (73 %) der Befragten an, dass die Data Governance durch KI komplexer geworden ist. Mehr als die Hälfte (55 %) berichtet, in den letzten zwölf Monaten mehr als sechs KI-Projekte aufgrund von Governance-, Compliance- oder regulatorischen Hürden verschoben oder abgebrochen zu haben.

Die zunehmend verteilte Speicherung von Daten scheint diese Herausforderung noch zu verschärfen. Fast alle Befragten (97 %) erklären, mindestens einmal im Monat Daten zwischen verschiedenen Umgebungen zu verschieben. Eine konsistente Governance über Cloud-, Private-Cloud-, On-Premises- und Edge-Umgebungen hinweg scheint für die sichere Skalierung von KI unerlässlich zu sein.

Hybridarchitekturen als neuer Unternehmensstandard

Sergio Gago ist CTO bei Cloudera.(Bild:  Cloudera)
Sergio Gago ist CTO bei Cloudera.
(Bild: Cloudera)

Um Leistung, Governance, Kosten und Flexibilität zu vereinen, setzen die befragten Unternehmen zunehmend auf Hybridarchitekturen. Zwei Drittel (66 %) der Befragten gaben an, im vergangenen Jahr KI-Workloads aus Public-Cloud-Umgebungen zurück in die Private Cloud oder ins eigene Rechenzentrum verlagert zu haben.

Zudem investieren die befragten Unternehmen in Cloud-, On-Premises-, Edge- und Hybridumgebungen, anstatt sich auf ein einzelnes Bereitstellungsmodell zu verlassen. Ein Viertel (25 %) der Befragten plant, in den nächsten zwei Jahren eine Hybrid-First-Architektur zu priorisieren.

Der Erfolg hängt davon ab, eine Datengrundlage zu schaffen, die Unternehmen erlaubt, KI dort einzusetzen, wo es am sinnvollsten ist, ohne Kompromisse bei Kontrolle oder Sicherheit einzugehen.

Sergio Gago, CTO bei Cloudera

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