Partnerstrategie und Branchenfokus Das plant Softengine-CEO Hartmann für den Channel

Von Dr. Stefan Riedl 1 min Lesedauer

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Dominik Hartmann, seit Jahresanfang CEO bei Softengine, treibt die Transformation des Unternehmens zum – wie er es nennt – „vertikalen ERP-Champion für den Mittelstand“ voran. Ein Punkt betrifft insbesondere den Channel.

Dominik Hartmann, CEO, Softengine(Bild:  Softengine)
Dominik Hartmann, CEO, Softengine
(Bild: Softengine)

Seit Anfang 2026 leitet Dominik Hartmann das Softwareunternehmen Softengine. Der ehemalige Microsoft-Manager und Haufe-Geschäftsführer hat die Aufgabe übernommen, das Unternehmen strukturell und strategisch neu auszurichten. Sein Fokus liegt dabei auf einer konsequenten Spezialisierung und der Konsolidierung interner Abteilungen.

Umbau des Vertriebsmodells

Für den Channel besonders relevant: Unter Hartmann wird die Partnerstrategie modifiziert. Er forciert ein hybrides Modell, das die Stärken eines etablierten Fachhandels- und Partnernetzwerks mit „eigenen Vertriebs-, Beratungs- und Serviceeinheiten“ verbindet. „Partner bleiben ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie und sollen gemeinsam mit Softengine die digitale Transformation mittelständischer Unternehmen begleiten“, heißt es aus dem Unternehmen.

Fokus auf Nischenmärkte statt Breitengeschäft

Der Kern von Hartmanns Strategie ist die Transformation zu einem „vertikalen“ ERP-Anbieter. Das bedeutet eine Abkehr von allgemeinen Softwarelösungen hin zu spezialisierten Systemen für eng definierte Branchen. Konkret benennt das Unternehmen Bereiche wie den Mineralölhandel, den medizintechnischen Fachhandel, das Vending-Geschäft und den Baumaschinenverleih. Hartmann setzt darauf, dass Softengine durch dieses Prozesswissen in Nischen bestehen kann, in denen standardisierte ERP-Systeme oft an Grenzen stoßen.

Interne Umstrukturierung und M&A

Ein Teil von Hartmanns Plänen betrifft zudem die interne Organisation. Sein Ziel ist es, verschiedene, teils eigenständige Organisationseinheiten enger zusammenzuführen. Hinter der Formel „Zusammenwachsen, um zusammen zu wachsen“ steht die Herausforderung, unterschiedliche Teams und Standorte strukturell und kulturell zu einer Einheit zu formen, um Reibungsverluste zu minimieren.

Technologische Prioritäten

Technologisch sieht Hartmann das Unternehmen unter Zugzwang, auf den Fachkräftemangel und den Automatisierungsbedarf im Mittelstand zu reagieren. Die strategische Priorität liegt hierbei auf der Cloud-Anbindung und der Integration von Künstlicher Intelligenz. Diese Technologien sollen primär dazu dienen, komplexe Abläufe innerhalb der fokussierten Branchenlösungen zu vereinfachen und so den Nutzwert der Software gegenüber Wettbewerbern zu erhöhen.

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