Forum mit drei Fokusthemen Arrow ECS: Mehr Services, mehr Mittelstand, mehr Hersteller

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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Für viele mittelständische Partner wird es schwieriger, die steigende Komplexität zu bewältigen. Arrow ECS will diese Lücke mit einem Mittelstandsteam, neuen Services und technischen Labs schließen. Gleichzeitig sollen auch große Partner weiterhin bedient werden.

Mathias von Bescherer und Maxi Sarwas eröffnen das diesjährige Forum. (Bild:  Vogel IT-Medien)
Mathias von Bescherer und Maxi Sarwas eröffnen das diesjährige Forum.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Mehr als 1.100 Anmeldungen verzeichnete Arrow ECS für sein 21. Forum, nach Angaben des Distributors ein neuer Rekord. Für Mathias von Bescherer, Geschäftsführer von Arrow ECS Deutschland und seit April zusätzlich verantwortlich für die DACH-Region, ist das ein Zeichen für die Bedeutung des Formats. Das Forum solle als Plattform dienen, auf der Hersteller, Partner und Endkunden miteinander ins Gespräch kommen. Erstmals gab es einen exklusiven Lunch nur für Frauen, die so unter sich netzwerken, austauschen und neue Kontakte knüpfen konnten.

Keynotespeaker des Tages: Aaron Durogati, Profisportler, Weltcup- und Red Bull X-Alps-Sieger und Weltrekordhalter. Er hielt sich mit seinem Vortrag zwar Abseits von IT- und Technologiewelt, vermittelt darin jedoch Mut, Durchhaltekraft und den Rat, immer seinen Träumen zu folgen.

Drei Cubes, drei Themenwelten

Nicht nur mit dem Forum, auch mit der Geschäftsentwicklung zeigt sich von Bescherer zufrieden. Arrow ECS sei weiter stark gewachsen. Die in vielen Branchen derzeit verbreitete Unsicherheit ändere aus seiner Sicht wenig an den grundsätzlichen Wachstumschancen der IT.

Statt des im Vorjahr gezeigten AI Dome fokussierte Arrow beim diesjährigen Event drei Themen-Cubes. Im Microsoft-Cloud- und ArrowSphere-Cube standen die Plattform des Distributors sowie das Microsoft-Geschäft im Mittelpunkt. „Das Microsoft-Geschäft ist für uns besonders relevant, weil sich darüber zahlreiche Synergien mit weiteren Herstellern ergeben“, betont von Bescherer.

Ein zweiter Cube richtete sich an den Mittelstand. „Dort zeigen wir, wie wir mittelständische Partner mit Herstellerzugängen, Finanzierung, Professional Services, Managed Services, Support und Trainings unterstützen können“, sagt der Deutschland- und DACH-Chef.

Der dritte Cube widmete sich Herstellern, für die Arrow zusätzliche Aufgaben übernehme etwa Citrix und VMware. Dabei arbeite der Distributor auch mit Endkunden zusammen. Der Vertriebsweg bleibe jedoch klar: Fakturiert werde stets über einen Partner.

Leipzig als Standort für den Mittelstand

Seine Mittelstandsambitionen unterstreicht der Distributor mit einem zweiten Standort in Leipzig. Neben der Zentrale in München hat Arrow dort ein dediziertes Mittelstandsteam aufgebaut. Es konzentriert sich ausschließlich auf die Anforderungen mittelständischer Partner. „Gerade kleinere und mittelständische Systemhäuser brauchen angesichts wachsender Komplexität zusätzliche Unterstützung“, begründet von Bescherer diesen Fokus.

Dafür will Arrow sein Dienstleistungsangebot schärfen. Einige Services seien zwar bereits vorhanden gewesen, hätten aber nicht immer die gewünschte Sichtbarkeit erreicht, räumte der Arrow-ECS-DACH- und Deutschlandchef ein. „Im Fokus stehen Services, die Partner unmittelbar entlasten“ – etwa SOC-Services. Professional Services, Managed Services und Support-Leistungen blieben weitere Bausteine. Auch bei Trainings und Education will der Distributor stärker angreifen und hat dafür eine neue Verantwortliche im DACH-Team benannt.

Mathias von Bescherer, Regional Director für die DACH-Region und Deutschlandgeschäftsführer bei Arrow ECS(Bild:  Vogel IT-Medien)
Mathias von Bescherer, Regional Director für die DACH-Region und Deutschlandgeschäftsführer bei Arrow ECS
(Bild: Vogel IT-Medien)

Weiter verweist von Bescherer auf die Möglichkeiten durch die speziellen Labs: Im AI Lab in Schweden können Partner und Endkunden KI-Lösungen testen und skalieren. Im seit rund einem Jahr bestehenden Cybersecurity Lab in Lissabon lassen sich Security-Lösungen praxisnah demonstrieren.

Neue Hersteller ergänzen das Portfolio

Beim Herstellerportfolio setzt Arrow ebenfalls auf Ausbau. In Deutschland arbeitet der Distributor aktuell mit rund 60 Herstellern zusammen. Relativ neu dabei sind Nutanix, SecureVisio und Dataminr. Zudem ist Arrow nun Microsoft Frontier Distributor. Dies soll zusätzliche Möglichkeiten im Microsoft-Ökosystem eröffnen.

Bescherer hebt weiter die Zusammenarbeit mit IBM hervor. Ab August vertreibt der Distributor in Deutschland das gesamte IBM-Portfolio. „IBM verfügt über ein komplexes und beratungsintensives Angebot. Genau dort sehen wir eine Chance, unsere Stärken auszuspielen“, so von Bescherer. Arrow sei traditionell stark im Security-Umfeld, bei Infrastruktur bislang jedoch weniger breit aufgestellt. Mit IBM ergäben sich daher zusätzliche Potenziale.

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Rolle bei Citrix und VMware

Bei Citrix seien die Anfangsschwierigkeiten nach der kurzfristig zustande gekommenen Vereinbarung inzwischen aus Sicht von Arrow weitgehend überwunden, erklärte von Bescherer. Der Distributor baue seine Rolle als „Quasihersteller“ weiter aus.

Auch bei VMware sieht Arrow eine wachsende Service-Chance. Die stärkere Konzentration des Herstellers auf ausgewählte Partner sei nicht überall auf Zustimmung gestoßen und führe dazu, dass Kunden die Unterstützung größerer Partner suchen. Doch wenn diese die zusätzliche Zahl an Kunden nicht vollständig mit eigenen Dienstleistungen abdecken können, kann Arrow mit Consulting-, Beratungs- und Service-Leistungen einspringen.

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