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A1 Digital fokussiert sich auf Cloud, IoT und Security

| Autor: Michael Hase

SOC-Services gehören zum Portfolio von A1 Digital.
SOC-Services gehören zum Portfolio von A1 Digital. (Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Nach nur anderthalb Jahren ist der österreichische Service Provider A1 Digital im deutschen Markt etabliert. Partnerschaften mit Lenovo im Cloud-Geschäft und mit der Software AG bei IoT tragen dazu bei. Einen dritten Schwerpunkt bei A1 bilden Managed Security Services.

Die Marke A1 ist in Deutschland vielen ein Begriff. Wer beruflich oder privat in Österreich unterwegs ist, telefoniert dort zumeist über den größten Mobilfunkbetreiber des Landes. Weniger bekannt ist, dass A1 Telekom Austria auch hierzulande mit der Tochtergesellschaft A1 Digital als ITK-Dienstleister agiert. Anfang 2017 gegründet, unterhält das Startup seit Herbst 2017 ein Office in München und einen Datacenter-Standort in Frankfurt / Main.

Wie der Name signalisieren soll, versteht sich A1 Digital als Digitalisierungspartner gewerblicher Endkunden. Dabei konzentriert sich der Dienstleister auf die Felder Cloud, IoT und Security. Größere Aufmerksamkeit erregte das Unternehmen im März, als es eine Kooperation mit Lenovo ankündigte. Von Mai an wird A1 für den Hardware-Riesen verschiedene Infrastruktur-Dienste wie Rechenleistung und Speicher bereitstellen. Dafür baut der Service Provider in München ein Rechenzentrum auf, in dem er seine Cloud-Plattform Exoscale auf ­eigens dafür angepassten Komponenten von Lenovo betreibt. Vermarktet wird das Angebot über den Channel des Herstellers.

Cloud aus der Schweiz

In den Reihen der Hosting und Service Provider gibt es zweifellos Player, die deutlich länger im Markt etabliert sind als der Newcomer aus Österreich. „Dass sich Lenovo dennoch für A1 entschieden hat, spricht für die Qualität unserer Plattform“, sagt Thomas Snor, Director Security bei A1 Digital, selbstbewusst. Excoscale geht auf ein Schweizer Unternehmen gleichen Namens zurück, das 2011 mit dem ehrgeizigen Vorhaben an den Start ging, eine europäische Alternative zu den Hyperscalern zu schaffen. Im August 2017 übernahm A1 Digital den Cloud-Anbieter aus Lausanne. Zusätzlich zu Rechenzentren in Genf und Zürich bauten die Österreicher zwei weitere in Wien und Frankfurt auf.

Der Provider betreibt die Exoscale-Plattform, die auf Open-Source-Technologien basiert, üblicherweise auf selbst assemblierter Hardware. In der Kooperation mit Lenovo werden Komponenten eingesetzt, die der Hersteller in seinem Werk in Ungarn fertigt. Aufgebaut wird die Münchner Anlage beim Colocation-Anbieter Equinix, mit dem A1 auch an anderen Standorten zusammenarbeitet.

Durch die Allianz ergänzt Lenovo das Hardware-Portfolio „um einen kostengünstigen, sicheren und flexiblen Cloud-Service“, wie Dieter Stehle, General Manager Data Center Group Germany bei dem IT-Konzern, mitteilt. Über zentrale Anforderungen wie die einfache, schnelle Bereitstellung der Services für den Lenovo-Channel und die Einhaltung europäischer Standards beim Datenschutz sei man sich schnell einig gewesen. Zudem hätten ihn und sein Team die agile Unternehmensführung, die Wettbewerbsfähigkeit und das internationale Denken des neuen Partners davon überzeugt, dass beide Seiten von „einer langfristigen Zusammenarbeit, die in Zukunft noch ausgeweitet werden kann“, profitieren würden.

IoT-Baukasten

Zu den Kooperationspartnern von A1 Digital gehört seit Mai 2018 auch die Software AG aus Darmstadt. Gemeinsam bieten die beiden Unternehmen einen so genannten IoT-Baukasten an, der Connectivity-, Monitoring- und Analytics-Module sowie Anwendungen und Cloud-Services enthält. In die Zusammenarbeit bringt der Software-Anbieter seine Plattform Cumolocity ein. Das gemeinsame Portfolio soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre IoT-Geräte zu überwachen und Sensordaten auszuwerten.

Das dritte Geschäftsfeld des Dienstleisters neben Cloud und IoT ergibt sich beinahe von selbst aus seiner Grundausrichtung. „Bei Digitalisierungsprojekten ist es essenziell, Security von vornherein mitzubedenken“, betont A1-Digital-Manager Snor. „Sicherheitslösungen müssen zum integralen Bestandteil der Architektur werden.“ Ausgehend von dieser Anforderung baut der Experte, der im Juli 2018 von NTT Security zu A1 kam, ein Managed-Services-Portfolio auf. Dazu implementiert er seit dem vergangenen September ein Security Operation Center (SOC), das frühzeitig Angriffe bei Kunden erkennen und abwehren soll. Das Unternehmen arbeitet dabei mit Radar Services zusammen, ­einem Wiener Spezialisten für Risk Detection & Response, der eine Technologieplattform für den Aufbau und den Betrieb von SOCs entwickelt hat.

Als standardisierten Service bietet A1 Digital beispielsweise unter dem Label „Offensity“ einen kontinuierlichen Security-Scan an, mit dem sich Schwachstellen in der IT von Kunden identifizieren lassen. Der Anbieter vertreibt solche Managed Security Services – ebenso wie das Exoscale-Portfolio und IoT-Dienste (Managed Connectivity) – nicht nur direkt, sondern auch über Reseller. Den Rahmen dafür bildet ein differenziertes Partnerprogramm, das die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnertypen wie Systemhäusern, Software-Anbietern (ISVs), Integratoren oder Beratungshäusern regelt.

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