Channel Fokus: Server & Hyperkonvergenz Wie agil ist ihr Rechenzentrum?

Autor Ann-Marie Struck

Noch immer bildet das Rechenzentrum die Basis für die Unternehmens IT. Jedoch ist es über die Jahre stetig um Hard- und Software-Ansätze gewachsen. Um die Auslastung zu reduzieren und die Skalierung zu verbessern, helfen hyperkonvergente Infrastrukturen.

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Mit unserem IT-BUSINESS Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
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(Bild: apinan - stock.adobe.com)

Die Lieblingsserie jeden Abend streamen und Fotos auf sozialen Netzwerken teilen: Die Cloud ist im Alltag angekommen. Wenn auch Cloud Computing von den meisten Anwendern in den genannten Beispielen eher unbewusst angewendet wird, ist es für Unternehmen heutzutage eine Notwendigkeit. Denn durch die ständig wachsende Menge an Daten sowie die Digitalisierung von Geschäftsprozessen steigt auch die Nachfrage nach schneller Computing-­Performance.

Das wiederum ändert auch die Workloads in den Rechenzentren. Denn die Bereitstellung von Services muss schnell und flexibel sein. Ein Problem für statische ­Infrastrukturen. Die Lösung sind hyperkonvergente Systeme. Generell wird unter einer hyperkonvergenten Infrastruktur ein Software-definierter Ansatz verstanden, um IT-Prozesse mit Hilfe von Virtualisierung einfacher und effizienter zu gestalten. Ziel des Einsatzes hyperkonvergenter Systeme ist es, eine leistungsfähige, Cloud-ähnliche Umgebung zur Bewältigung der anfallenden Workflows im eigenen Rechenzentrum zu schaffen.

Cloud-Anbindung wird immer wichtiger

Zunehmend wichtiger wird in diesem ­Zusammenhang die An- und Einbindung in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen. Dies spiegelt sich auch in den ­Ergebnissen des IT-BUSINESS-Panels: Demnach schätzen 75 Prozent der befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren die problemlose Einbindung einer Server-Lösung in eine Hybrid-Cloud-Infrastruktur als „wichtig“ ein.

Jedoch sind hyperkonvergente Systeme grundsätzlich nur für virtualisierte Work­loads brauchbar. In vielen Firmen existieren aber Anwendungen, die sich nur schlecht oder gar nicht virtualisiert betreiben lassen. Darunter zählen vor allem Echtzeit-Anwendungen, die eine niedrige ­Latenz erfordern. Die Lösung hier ist eine „Composable Infrastructure“. Sie abstrahiert IT-Ressourcen wie Storage, Rechenleistung und Netzwerk in Software und macht sie via Code steuerbar. Folglich können Composable-Infrastrukturen (hyper-)konvergente Systeme ablösen. Dieser Meinung sind auch 69 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren.

Letztendlich bleibt das Geschäft mit Servern, konvergenten und hyperkonvergenten Systemen weiterhin relevant für den ITK-Channel. So sehen das 80 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren.

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Gemeinsam mehr erreichen

Die Zusammenarbeit im Channel scheint zu stimmen. Immerhin herrscht durchwegs ein Überangebot seitens der Distributoren / Hersteller. 72 Prozent der befragten ITK-Fachhändler / Systemintegratoren legen bei der Wahl ihrer Distributoren / Hersteller Wert auf den persönlichen Kontakt sowie die Erreichbarkeit. Das erfüllen 71 Prozent der befragten Distributoren / Hersteller. Außerdem wünschen sich 59 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren Beratung und Expertise, die 71 Prozent der Distributoren / Hersteller auch anbieten. Des Weiteren sind 54 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren Service-Leistungen wichtig, und 57 Prozent der Distributoren / Hersteller bieten sie an. Außerdem benötigen die Partner Projekt (50 %)- und Marketingunterstützung (22 %), die 71 Prozent der Distributoren / Hersteller bereitstellen.

Top drei der Vorteile

Das Schlagwort bei hyperkonvergenten Infrastrukturen ist Virtualisierung, mit der einige Möglichkeiten wie die Reduktion der Kosten einhergehen. Bei den wichtigsten Vorteilen hyperkonvergenter Infrastrukturen sind sich die Umfrageteilnehmer nicht ganz einig. Auf Platz eins der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren liegt mit 57 Prozent die einfache Einrichtung. Dieser Ansicht schließen sich nur 42 Prozent der Distributoren und Hersteller an. Ihren Platz eins belegt mit 71 Prozent das einheitliche Management von hyperkonvergenten Infrastrukturen. Das sehen 52 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren auch so, ihr Platz zwei. Platz drei bekommt bei den ITK-Fachhändler und Systemintegratoren mit 51 Prozent die hohe Verfügbarkeit durch Replizierung. Mit 57 Prozent der zweite Platz der Distributoren und Hersteller.

Pay-per-Use: Modell der Zukunft

Nur wer eine Sache nutzt, soll sie auch zahlen. Das ist der Grundgedanke hinter dem Pay-per-Use-Modell. Der Vorteil: man muss sich das Gerät nicht selbst kaufen. Derzeit werden sogar lokale Server-Lösungen angeboten. Obwohl das Geschäftsmodell nicht neu ist, hat es sich noch nicht im Channel etabliert. Zwar bieten bereits 71 Prozent der befragten Distributoren / Hersteller es bereits an, dafür nur 34 Prozent der ITK-Fachhändler/Systemintegratoren. Zehn Prozent der Partner planen das Modell künftig anzubieten.

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