Arbeitsmarkt und Qualifikationsprofile
KI frisst Entwicklerjobs, nicht die Software

Von Dr. Stefan Riedl 9 min Lesedauer

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Die KI ersetzt Entwickler nicht wirklich, aber das Berufsbild wandelt sich grundlegend und dünnt in manchen Segmenten aus – weg vom reinen Coding hin zu Systemdesign.

KI pflügt den Arbeitsmarkt um – insbesondere im Segment der Software-Entwicklung.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
KI pflügt den Arbeitsmarkt um – insbesondere im Segment der Software-Entwicklung.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Das Narrativ „KI frisst Software“ ist zu kurz gegriffen. Wenn man so will, müsste es präziser „KI frisst alte Software-Gepflogenheiten“ heißen. Software bleibt die notwendige Infrastruktur für Bildschirmarbeiter und übrigens auch für jede KI – von der Benutzeroberfläche bis hin zu deterministischen Logiken. KI ersetzt Software daher nicht, sie verändert ihre Entstehung und damit den Arbeitsmarkt für Software-Entwickler.

Arbeitsmarkt im Wandel

Was sich abzeichnet: Da KI immer besser selbst programmiert, werden rein ausführende Entwicklerstellen teilweise obsolet. Das Berufsbild wandelt sich radikal – weg vom Schreiben von Syntax, hin zur Orchestrierung, Validierung und Systemarchitektur. Wer nur Code „tippt“, wird ersetzt; wer die KI als Werkzeug steuert, wird zum Architekten komplexer Systeme. Arne Fietz ist als Manager Information Technology bei der Personalberatung Robert Walters Experte für den KI-bedingten Umbau des Arbeitsmarktes im Allgemeinen und den Wandel der Anforderungsprofile in der Softwareentwicklung im Besonderen.