Axis und die KI-Videotechnik in der Industrie
Computer Vision liefert strukturierte Daten statt Rohvideos

Von Dr. Stefan Riedl 7 min Lesedauer

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„Computer Vision“ schützt heute buchstäblich das Leben von Stahlarbeitern, indem sie Gefahren in Echtzeit erkennt. Der technologische Wandel transformiert auch das Tagesgeschäft im Channel: Gefragt ist Datenintelligenz an der Schnittstelle von IT und OT.

KI krempelt Videotechnik in der Industrie und im Sicherheitsumfeld derzeit komplett um.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
KI krempelt Videotechnik in der Industrie und im Sicherheitsumfeld derzeit komplett um.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Künstliche Intelligenz ist zu einem umwälzenden Bestandteil der Realität geworden. Ob durch intelligente Assistenzsysteme im Büro, die automatisierte Routenplanung in der Logistik oder die vorausschauende Wartung in der Produktion – KI durchdringt heute nahezu jeden Bereich der modernen Arbeitswelt. Diese technologische Disruption macht auch vor der professionellen Sicherheits- und Videotechnik nicht halt. Denn während Videoaufnahmen früher primär der passiven Überwachung oder der rein visuellen Dokumentation dienten, findet heute ein Paradigmenwechsel statt. Im industriellen und sicherheitstechnischen Umfeld hat sich hierfür der Begriff „Computer Vision“ etabliert.

Automatisierte Analyse

Dabei geht es nicht mehr nur um bloße Aufzeichnungen, sondern um deren automatisierte Analyse: Aus unstrukturierten Rohvideos werden durch KI-gestützte Auswertung zunehmend präzise, strukturierte Daten. Damit wandelt sich die Kamera vom passiven Beobachter zum intelligenten Sensor und aktiven Datenlieferanten, der geschäftskritische Erkenntnisse für die Prozesssteuerung, die Standortsicherheit und die Qualitätssicherung liefert. Gabriele Mangiafico, Business Development Manager EMEA bei Axis Communications, bestätigt, dass sich die Erwartungen an Videosicherheitssysteme derzeit grundlegend ändern: Moderne Netzwerk-Kameras werden zu Edge-basierten, KI-gestützten Sensorsystemen, die strukturiere Daten statt Rohvideos liefern. „Dank Edge AI können sie direkt am Ort des Geschehens Objekte erkennen, klassifizieren, zählen und verfolgen – ohne Roundtrip zur Cloud oder zum VMS“, so der Manager.