KI, Daten und Kooperationen Westcon-Comstor: Teamplay schlägt Tempo-Druck

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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Auf der Partnerkonferenz in der Veltins-Arena zeigte Westcon-Comstor, worauf es aktuell im Markt ankommt: Datenqualität, KI-Kompetenz und enge Zusammenarbeit. Neue Programme wie „Blueprint“ sollen Partner dabei unterstützen und ihr Wachstum beschleunigen.

Jens Gerken (l.) und Rene Klein sprachen bei der Partnerkonferenz in Gelsenkirchen unter anderem über die Veränderungen im Markt und über die Bedeutung von Zusammenarbeit. (Bild:  Vogel IT-Medien)
Jens Gerken (l.) und Rene Klein sprachen bei der Partnerkonferenz in Gelsenkirchen unter anderem über die Veränderungen im Markt und über die Bedeutung von Zusammenarbeit.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Westcon-Comstor hat seine Partnerkonferenz erneut parallel zum TechSummit ausgerichtet, diesmal in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Passend zur Fußballkulisse drehte sich vieles um Teamplay. Neben einer Herstellerausstellung standen auch Panel-Diskussionen zu Themen wie KI, Kooperationen, gemeinsames Wachstum und neue Geschäftsmodelle auf der Agenda.

Ohne Teamplay kein Kundenerfolg?

Für Jens Gerken, VP Regional Sales DACH bei Westcon-Comstor, ist klar: „Am Ende tätigt der Kunde die Kaufentscheidung und darauf muss sich alles ausrichten.“ Entsprechend funktioniere Erfolg im Channel nur im Zusammenspiel aller Beteiligten: Hersteller, Distributor und Partner. Veranstaltungen wie die Partnerkonferenz seien deshalb mehr als Networking. Sie schaffen laut Gerken die Grundlage für konkrete und gemeinsame Geschäfte.

Westcon-Comstor Partnerkonferenz 2026
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Datenqualität als Fundament für KI

Ein zentrales Thema war die wachsende Bedeutung von KI. Für Gerken ist Datenqualität „die Grundlage für Automatisierung und damit für Skalierung im Channel“. Ohne saubere Datenbasis seien effiziente Prozesse sowie tragfähige KI-Projekte kaum möglich.

Auch dämpfte er die überzogenen Erwartungen an KI. Sie werde keine Jobs ersetzen, sondern vor allem die Arbeitsweise verändern. Gleichzeitig entstünden neue Lösungen und Anforderungen, die Partner gemeinsam entwickeln und in den Markt bringen müssten.

Geschwindigkeit als größte Herausforderung

„Die größte Herausforderung ist die Geschwindigkeit“, nennt Gerken die eigentliche Hürde, die es zu überwinden gilt. Technologien und Kundenanforderungen änderten sich stetig. Hinzu kommen steigende Kosten, neue regulatorische Vorgaben und ein Wandel hin zu stärker bedarfsorientierten Beschaffungsmodellen. Viele dieser Herausforderungen könnten Partner nicht mehr allein bewältigen. Kooperation werde damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

KI-Boom eröffnet neue Channel-Chancen

Rene Klein, Executive Vice President (EVP) Europe bei Westcon-Comstor, ordnete die Entwicklungen in einen größeren Kontext ein. Prognosen zufolge könnten bis 2030 auf jeden Mitarbeiter 82 KI-Agenten kommen, ein Szenario, das die Dynamik des Marktes verdeutlicht. Gleichzeitig wachse der IT-Markt stark, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Cybersecurity. Zwar führe das zur Komplexität, eröffne jedoch auch Potenziale für den Channel. „Wir haben eine riesige Chance vor uns“, so Klein. KI sei dabei klar als Produktivitätstreiber zu verstehen, nicht als Ersatz für Fachkräfte.

Wenn unsere Partner wachsen, wachsen wir automatisch mit.

Rene Klein, EVP Europe bei Westcon-Comstor

Ein zentrales Argument von Klein ist, dass KI nur auf Basis moderner Infrastruktur funktionieren kann. Partner müssten neben Security deshalb auch Netzwerk- und Plattformthemen stärker berücksichtigen. Denn gleichzeitig beobachtet Westcon-Comstor einen Trend zur Plattformisierung. Viele Kunden wollten Komplexität reduzieren, seien aber nicht immer bereit für vollständige Plattformansätze. Hier komme es auf die richtige Beratung und Auswahl an.

Daten, Governance und der Mittelstand

Neben Technologie rücken strategische Themen stärker in den Fokus. Datenstrategie und Governance entwickeln sich laut Klein auch zu zentralen Handlungsfeldern, weil Themen wie Digitale Souveränität immer wichtiger werden. Gerade im Mittelstand sieht er daher Chancen für Partner. Sie könnten KMU gezielt bei Daten- und Governance-Fragen unterstützen und so zusätzlichen Mehrwert schaffen.

Ein konkretes Beispiel für diese Unterstützung seitens Westcon-Comstor ist das neue Konzept „Blueprint“. Dabei handelt es sich um ein Rahmenwerk mit dem Hersteller und Partner dabei unterstützt werden, ihr Wachstum nachhaltig zu beschleunigen. Konkret werden hierfür Strategie, Vertrieb und Services aufeinander abgestimmt, um das Umsatzwachstum zu steigern.

Ökosystem und Zusammenarbeit

Über allem steht für Westcon-Comstor dabei der Gedanke des Ökosystems. Technologie allein reiche nicht aus, um die steigende Komplexität zu beherrschen. Entscheidend sei das Zusammenspiel aller Beteiligten.

Der Distributor positioniert sich dabei klar als Partner. Man gehe bewusst nicht direkt zum Endkunden, sondern unterstütze Reseller beim Geschäft. „Wenn unsere Partner wachsen, wachsen wir automatisch mit“, resümiert Klein.

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