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Was ist Unified Communications (UC)?

| Autor: Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Schnelllebigkeit und die ewige Jagd nach Produktivitätssteigerungen kennzeichnen die Arbeitswelt. Hierfür ist eine einwandfreie Kommunikation notwendig. Unified Communications (UC) führt Kommunikationsanwendungen zusammen und ermöglicht dadurch auch standortübergreifende Gespräche.

Getreu dem Zitat von Paul Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren“, ist Kommunikation auch in der Unternehmenswelt unverzichtbar. Durch den Bedeutungsgewinn von Home Office und mobilen Arbeitsplätzen steigt die Nachfrage und die Notwendigkeit nach uneingeschränkter und standortübergreifender Kommunikation.

Um reibungslose Abläufe zu gewährleisten ist die Zusammenführung diverser Kommunikationsdienste entscheidend. Meist existieren zahlreiche Insellösungen in Unternehmen, deren Integration kein allzu leichtes Unterfangen darstellt. Wenn sich Unternehmer zu einer Umsetzung entscheiden und die Netzwerke sowie die Hardwareausstattung die Anforderungen erfüllen, ist der erste Schritt getan und der Etablierung einer UC- beziehungsweise UCC-Lösung steht nichts mehr im Weg. Doch worum handelt es sich bei einer UC- beziehungsweise einer UCC-Lösung?

Unified Communications (UC)

UC-Lösungen sind IP-basiert. Das bedeutet, dass die traditionelle Telefonleitung überflüssig ist, denn IP-Telefonie funktioniert über das Internet. In diesem Kontext steht auch die von der Telekom angestrebte viel diskutierte ISDN-Abschaltung.

Bei Unified Communications (UC) werden Kommunikationsdienste, wie E-Mail, Telefonie und Webkonferenzen, zu einer Lösung gebündelt. Mittels einer UC-Lösung besteht die Möglichkeit weitere Kommunikationskanäle zu einer bestehenden Unterhaltungsform zuzuschalten. Somit wird eine standortunabhängige und leicht skalierbare Kommunikation ermöglicht, die allerdings von der Leistungsfähigkeit des Netzwerks abhängig ist.

Collaboration

Lösungen, die unter der Bezeichnung Unified Communications & Collaboration (UCC) fallen, bieten durch Kommunikationswerkzeuge eine zusätzliche Erweiterung der Kommunikationsmöglichkeiten. Zu den Collaboration-Tools zählen unter anderem Messaging-Dienste, Sprach- und Videotelefonie. Der Übergang zwischen UC und UCC ist fließend, so können einige Geräte wie beispielsweise Whitebords als weiterer Kommunikationskanal oder aber als Kommunikationstool angesehen werden.

Flexibilität, Skalierbarkeit und zufriedene Mitarbeiter

Die Vorteile einer einheitlichen Kommunikationslösung liegen auf der Hand. Neben der Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter, steigt die Flexibilität, die Effizienz und die Agilität im Unternehmen. Interessant ist auch die Tatsache, dass bisherige Insellösungen in Unternehmen mit dem nachträglichen Einsatz einer UC-Lösung nicht unbrauchbar werden. Bereits gekaufte Hardware kann in den meisten Fällen in eine UC-Lösung migriert und danach zentralisiert verwaltet werden. Doch nicht bei jedem Anbieter von UC-Lösungen besteht die Möglichkeit der Integration der Hardware aller Hersteller. Unternehmen sollten sich hier vorab erkundigen. Da die Anzahl vernetzter Geräte weiter steigen wird, ziehen immer mehr Unternehmen den Einsatz einer UC- oder einer UCC-Lösung in Betracht.

Weitere Vorteile sind:

  • Herstellerlizenzen können nicht auslaufen. Unternehmen müssen sich nicht mehr um veraltete Hardware kümmern und haben jederzeit die neuste Lösung vor Ort. So entfallen auch einmalig hohe Anschaffungskosten.
  • Das Management aller Kommunikationskanäle ist zentralisiert, so besteht eine einfache Skalierbarkeit und eine hohe Flexibilität.

UCaaS – Kommunikation aus der Cloud

Die Cloud spielt bei UC- und UCC-Lösungen eine immer größere Rolle. Mit „Unified Communications as a Service“ (UCaaS) können beispielsweise Software-Updates einfach und zentralisiert in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden, wodurch sich die Reaktionszeit in Unternehmen verkürzt. Hierdurch werden Kosten und Personalaufwand weiter eingespart und standortübergreifendes Arbeiten unterstützt.

Trends

Die Verbreitung von UC- und UCC-Lösungen nimmt, aufgrund moderner Arbeitsplatzkonzepte wie Home Office und WaaS (Workplace as a Service), weiter zu. Die Digitalisierung, der dadurch steigende Mobilitätsanspruch und die Cloud tragen zudem zum Bedeutungsgewinn zentralisierter Kommunikationsdienste bei. In naher Zukunft soll vor allem der Einsatz von Apps und Sprachassistenten als Kommunikationstools im Business-Umfeld starten.

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