IP-Telefonie statt einheitlicher Plattform UCC bleibt weiter Zukunftsvision

Von Marvin Djondo-Pacham 2 min Lesedauer

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Snom hat den Markt für Unified Communication & Collaboration (UCC) untersucht. Das Ergebnis: Während viele Unternehmen von einer ganzheitlichen Kommunikationsplattform träumen, zeigt die Realität ein anderes Bild, nämlich getrennte Systeme und stabile IP-Telefonie.

Der Traum von Unified Communications & Collaboration (UCC) bleibt für viele Unternehmen unerfüllt – IP-Telefonie steht weiter im Mittelpunkt.(Bild:  KI-generiert)
Der Traum von Unified Communications & Collaboration (UCC) bleibt für viele Unternehmen unerfüllt – IP-Telefonie steht weiter im Mittelpunkt.
(Bild: KI-generiert)

Die Idee klingt verlockend: Eine Plattform, die Sprache, Chat, Video, E-Mail und Zusammenarbeit an einem Ort bündelt. In der Realität sieht es aber anders aus. In den meisten Firmen laufen viele verschiedene Systeme nebeneinander. Oft sind Telefonanlagen, E-Mail-Programme und Chat-Dienste getrennt – eine echte gemeinsame Lösung gibt es selten.

Markt wächst, Integration stagniert

Der Markt für so genannte Unified Communications & Collaboration (UCC) wächst stark. Laut dem Bericht „Europe Unified Communications & Collaboration Market Report 2024“ von Grand View Research, liegt das Wachstum in Europa aktuell bei fast 49 Milliarden US-Dollar und wächst bis 2030 jedes Jahr um rund 18 Prozent.

Trotzdem haben nur wenige Unternehmen alle Kommunikationskanäle wirklich zusammengeführt. Viele nutzen zwar schon Cloud-Lösungen oder „Mobile first“-Strategien, doch meist bleiben Systeme wie Teams, Zoom, Slack, Exchange oder Google Workspace getrennt.

Die Hürden: Komplexität und Kosten

Hauptgründe für den Wildwuchs sind die Komplexität und die Kosten. Die Einführung einer großen Komplett-Plattform ist technisch aufwendig, erfordert Schulungen und muss strengen Datenschutzregeln genügen. Außerdem sind Anschaffung und Betrieb teuer.

Viele Firmen bleiben deshalb bei modularen Lösungen und kombinieren IP-Telefonie mit bestehenden Tools. Die Studie „Europe IP Telephony and UCaaS Market 2024“ von Verified Market Research zeigt, dass moderne IP-Telefonanlagen 30 bis 40 Prozent günstiger sein können als klassische Telefonsysteme.

Sprache bleibt das wichtigste Medium

Hinzu kommt: Sprache bleibt das wichtigste Kommunikationsmittel im geschäftlichen Alltag. Telefonate sind schnell, klar und zuverlässig – gerade dann, wenn es auf direkte Reaktion ankommt. Und moderne IP-Telefone bieten HD-Audio, lassen sich leicht in bestehende IT-Systeme integrieren und unterstützen mobiles Arbeiten und Remote-Arbeitsmodelle. Zudem setzen Anbieter wie Snom zusätzlich auf eigene Hardware, angepasste Software und eine enge Integration in bestehende Umgebungen.

So bleibt UCC für viele Unternehmen vorerst ein Zukunftsprojekt. In der Praxis sorgt IP-Telefonie dafür, dass die Kommunikation zuverlässig, verständlich und effizient funktioniert.

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