Acer Vero, Predator und ConceptD Neues von Acer: Grüne Notebooks, 3D ohne Brille und Gaming mit Alder Lake

Autor Klaus Länger

Auf einer virtuellen globalen Pressekonferenz gibt Acer einen Ausblick auf kommende Geräte. Fokusthemen sind die nachhaltigen Vero-Notebooks, Gaming und die neue ConceptD-Modellpalette, zu der unter anderem ein allgemein verfügbares Notebook mit 3D-Display gehört.

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Acer baut die Palette der Vero-Notebook aus, bei denen Gehäuse und Tastenkappen zu einem Teil aus recyceltem Kunststoff bestehen. Zudem kommt mit dem Predator Orion 7000 ein neuer Gaming-PC und der ConceptD 7 mit 3D-Display ohne Brille geht in Serie.
Acer baut die Palette der Vero-Notebook aus, bei denen Gehäuse und Tastenkappen zu einem Teil aus recyceltem Kunststoff bestehen. Zudem kommt mit dem Predator Orion 7000 ein neuer Gaming-PC und der ConceptD 7 mit 3D-Display ohne Brille geht in Serie.
(Bild: Acer)

Grün ist Acer schon seit vielen Jahren, zumindest wenn man das Logo des Herstellers betrachtet. Mit der Vero-Serie bringt der Hersteller zwei Notebooks, einen Mini-PC und einen Monitor auf den Markt, die sich mit Fug und Recht als „grüne” Geräte bezeichnen lassen. Den Aspire Vero hat der Hersteller bereits auf der letzten globalen Pressekonferenz im Mai angekündigt, nun soll das Gerät ab November lieferbar sein.

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Das Aspire Vero (AV15-51) ist ein Clamshell-Notebook mit einem 15,6 Zoll großen Full-HD-Display und einem Intel-Core-U-Prozessor der 11. Generation mit integrierter Xe-Grafik. Weitere Ausstattungsmerkmale sind Wi-Fi 6 und ein Ethernet-Port für die Netzwerkanbindung. Mit der Acer VeroSense-Software können Energieeffizienz und Akkulaufzeit leicht optimiert werden. Zudem gibt es einen Eco+-Modus für einen besonders stromsparenden Betrieb.

Das Gehäuse des Vero besteht zu 30 Prozent aus PCR-Kunststoff. Das Kürzel steht für „Post-Consumer Recycled“. Es ist aus Material hergestellt, das von Verbrauchern entsorgt wurde und es ist nicht lackiert, um auch so die Umwelt zu schonen. Um das auch optisch zu verdeutlichen, sind in dem grauen Kunststoff dunkle und gelbe Einsprengsel des Recyclingmaterials zu sehen. Die Tastenkappen bestehen sogar zu 50 Prozent aus PCR-Kunststoff. Außerdem ist das Gerät laut Acer einfach zu zerlegen und das Display kann zu 99 Prozent recycelt werden. Die Verpackung besteht zum größten Teil aus Recyclingpapier. Sie kann zum Beispiel verwendet werden, um aus ihr einen Notebookständer zu bauen. Das Aspire Vero gibt es ab 799 Euro (UVP). Als Betriebssystem ist Windows 11 installiert.

Weitere Vero-Modelle

Eine Reihe weiterer Vero-Geräte sollen im kommenden Jahr folgen. Das Travelmate Vero (TMV15-51) ist ein 15,6-Zoll-Business-Notebook mit Full-HD-IPS-Panel und Tiger-Lake-Prozessor (bis zum Core i7). Dazu gibt es bis zu 16 GB RAM, eine SSD mit einem TB Speicherplatz und zusätzliche Sicherheitsfunktionen für Unternehmen. Das Startup-Logo des Notebooks kann durch Firmen individuell durch ein Logo an das eigene Corporate Design angepasst werden. Ansonsten entspricht das Travelmate Vero bis auf das dunkelgraue Gehäuse dem Aspire Vero. Für die Markteinführung des Travelmate Vero ist Februar 2022 vorgesehen, der Preis soll bei 899 Euro (UVP) starten.

Beim ultrakompakten Business-PC Veriton Vero Mini verrät Acer bislang nur, dass es ihn geben wird, dass sein Gehäuse zu 25 Prozent aus PCR-Kunststoff besteht und dass er mit dem neusten Intel-Core-Prozessor, also wahrscheinlich Alder Lake, ausgestattet sein wird.

Mit dem Vero BR277 bringt Acer einen 27-Zöller mit Full-HD-Auflösung in den Handel. Sein Gehäuse besteht zu 25 Prozent aus Recycling-Kunststoff das entspiegelte Display soll besonders sparsam sein. Für Ergonomie sorgen ein schwenkbarer Standfuß mit Höhenverstellung und eine Blaulichtreduzierung. Für den Verkaufsstart ist März 2022 angepeilt, den Preis kommuniziert der Hersteller noch nicht.

Gaming-PC mit Alder Lake S: Predator Orion 7000

Mit einem übertaktbaren Intel Core i7- oder i9-Prozessor der 12. Generation, also Alder Lake S, wird der Gaming-PC Predator Orion 7000 bestückt sein. Der bis zu 64 GB große Arbeitsspeicher wird aus DDR5-4000-Modulen bestehen und als Grafikkarte maximal eine Nvidia Geforce RTX 3090 zum Einsatz kommen. Beim relativ schlichten Gehäuse mit USB-C-Hotswap-Laufwerksschacht gestattet eine Seitenwand aus gehärtetem Glas den Blick auf das Mainboard und die All-in-One-Wasserkühlung für die CPU.

Die Hauptplatine des Orion bietet Platz für zwei M.2-PCIe-4.0-SSDs mit jeweils einem TB Speicherplatz. Zudem können bis zu zwei 3,5-Zoll-HDDs im Gehäuse untergebracht werden. Für Farbe sorgen die beiden 140-mm-Frontlüfter mit RGB-Beleuchtung. Den Netzwerkzugang übernehmen ein Intel-Killer-2,5-Gigabit-Ethernet-Controller oder drahtlos Intels Wi-Fi 6E. Wann der Rechner auf den Markt kommt und wie teuer er sein soll, hat der Hersteller noch nicht verraten.

Einen passenden Tisch für den Orion hat Acer ab dem ersten Quartal 2022 ebenfalls im Programm. Die mit einer leicht zu reinigenden Karbonfaser beschichtete Arbeitsfläche misst 55 Zoll in der Diagonalen. Zwei Aussparungen an der linken und rechten Seite des Tisches ermöglichen ein aufgeräumtes Kabelmanagement, ein Fach auf der Rückseite nimmt den Netzadapter auf. Zudem gehören eine Ablage für Gamepads, eine Headset-Halterung, einen Becherhalter und ein Predator Mousepad zur Ausstattung. Der Tisch ist voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2022 für 230 Euro (UVP) im Handel.

ConceptD mit 3D-Display und neuen Modellen

ConceptD ist bei Acer die Gerätefamilie für Kreativprofis, also im Prinzip stationäre und mobile Workstations im schicken Outfit. Im Mai hat Acer die ConceptD 7 SpatialLabs Edition vorgestellt. Zunächst gab es nur Prototypen, die 3D-Entwicklern zur Verfügung gestellt wurden. Inzwischen ist das Notebook in der Serienproduktion und soll in Q1 2022 verfügbar sein. Den Preis nennt Acer auf Anfrage.

Die SpatialLabs Edition des 15,6-Zoll-Notebooks ist mit einem stereoskopischen 3D-Display ausgestattet. Das vor dem 4K-Panel montierte Linsenmodul kann dabei zwischen einem 2D- und einem 3D-Modus umgeschaltet werden. Im 3D-Modus sorgen die Linsen dafür, dass jedes Auge des Nutzers ein eigenes Bild geliefert bekommt. Im Gehirn werden die beiden Bilder zu einem scheinbar im Raum schwebenden 3D-Objekt kombiniert. Ein Set von drei Kameras am oberen Rand des Displayrahmens verfolgen die Position und Bewegung des Kopfes und der Augen des Nutzers. Mit diesem Echtzeit-Rendering wird dafür gesorgt, dass die Bilddarstellung an den Betrachtungswinkel des Users angepasst wird. Die Kombination aus einem Intel-Core-i7-Prozessor mit acht Kernen und einer Nvidia RTX 3080 stellt die nötige Rechen- und Grafikleistung bereit.

Zum Lieferumfang des ConceptD 7 SpatialLabs Edition gehört die Software SpatialLabs Modelviewer, die 3D-Modelle aus derzeit acht verschiedenen CAD- oder DCC-Programmen importieren und anzeigen kann. Der Modelviewer erlaubt die Darstellung der Objekte vor selbst gewählten Hintergründen, mit eigenen Texturen und Beleuchtungseinstellungen. Die Objekte können gedreht und gezoomt werden. Das eigentliche Design findet auf einem großen 2D-Monitor statt, der am ConceptD 7 angeschlossen ist. Das stereoskopischen 3D-Display des Notebooks dient als Kontrollmonitor. Die Lösung SpatialLabs Go rechnet mit KI-Unterstützung 2D-Inhalte wie Fotos, Videos, Casual-Games oder Videokonferenzen in 3D um, um sie stereoskopisch anzuzeigen. Zudem baut Acer die Unterstützung für Projekte externer Entwickler auf Basis der Unreal Engine weiter aus.

Die ConceptD-3-Serie bekommt ein Hardware-Upgrade und die Erweiterung durch ein 16-Zoll-Modell. Das ConceptD 3 Pro und ConceptD 3 Ezel Pro sind mit einer Intel Core i7-CPU der Tiger-Lake-H45-Familie und Grafikoptionen bis zur Nvidia T1200 GPU verfügbar, das ConceptD 3 Ezel mit einer GeForce RTX 3050 Ti.

Neu ist das Clamshell-Notebook ConceptD 3 mit 16-Zoll-Display und RTX 3050 Ti Grafik. Das 16:10-Panel mit Pantone-Validierung liefert eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel. Die ConceptD-3-Modelle sind alle ab dem vierten Quartal 2021 lieferbar. Die Startpreise liegen zwischen 1.599 Euro (UVP) für das ConceptD 3 und 2.369 Euro (UVP) für das ConceptD 3 Ezel Pro.

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