Global Press Conference 2021 von Acer Acer-Neuheiten für Consumer, Gamer und Kreative

Autor: Klaus Länger

Auf einer virtuellen globalen Pressekonferenz präsentiert Acer eine Fülle neuer Notebooks für Consumer, Gamer und Kreative, Chromebooks und Gaming-PCs sowie Monitore. Zudem enthüllt der Hersteller eine Nachhaltigkeitsinitiative und ein neuartiges 3D-Display.

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Außer neuen Consumer-Notebooks wie dem Swift X mit AMD Ryzen 5000 und Gaming-Rechnern wie dem Predator Triton 500 SE enthüllte Acer auf der Global Press Conference ein Entwicklerprogramm für stereoskopische 3D-Displays, die ohne Brille auskommen.
Außer neuen Consumer-Notebooks wie dem Swift X mit AMD Ryzen 5000 und Gaming-Rechnern wie dem Predator Triton 500 SE enthüllte Acer auf der Global Press Conference ein Entwicklerprogramm für stereoskopische 3D-Displays, die ohne Brille auskommen.
(Bild: Acer)

Die Global Press Conference ist für Acer die Bühne, auf der eine ganze Reihe von Geräten präsentiert werden, die in den kommenden Wochen und Monaten auf den Markt kommen. Bisher fanden diese Veranstaltungen oft in New York oder anlässlich der IFA in Berlin statt. Dieses Jahr hat der Hersteller die Global Press Conference auf eine Online-Plattform verlagert, daher müssen Hands-on-Vorstellungen der Neuheiten leider entfallen. Das macht die neuen Geräte allerdings nicht weniger spannend.

Acer Swift X und Aspire Vero

Das 14-Zoll-Notebook Swift X soll eine Synthese aus stylischem Design, flacher Bauform und hoher Leistung sein. Das in verschiedenen Farben hergestellte Gerät richtet sich laut Acer an Kreative, Content-Editoren und Streamer. Das in verschiedenen Farben hergestellte Metallgehäuse ist 17,9 mm dick und das Notebook ab 1,39 kg leicht. Als Prozessor nutzt Acer einen mobilen Ryzen 5000 und für die Grafik Nvidias neuen Geforce RTX 3050 beziehungsweise 3050 Ti. Der Arbeitsspeicher ist bis zu 16 GB groß und als Massenspeicher sind zwei M.2-SSDs möglich. Der 59-Wh-Akku soll bis zu 17 Stunden Laufzeit liefern.

Für den angepeilten Kundenkreis ist die Qualität des Displays entscheidend. Der Hersteller verspricht für das 14-Zoll-IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung eine sRGB-Abdeckung von 100 Prozent. Zudem liefert es bis zu 300 Nits und bietet die BlueLightShield-Technologie zur Schonung der Augen. Weitere Ausstattungsmerkmale sind Wi-Fi 6, ein Fingerprintreader und eine Windows-Hello-fähige Webcam mit einer KI-unterstützten Rauschunterdrückung für Videokonferenzen. Das Acer Swift X kommt im Sommer mit einem Preis ab 899 Euro.

Mit dem Aspire Vero stellt Acer das erste Notebook vor, das aus der unternehmenseigene Nachhaltigkeitsinitiative Earthion heraus entstanden ist. Sowohl die Gehäuseabdeckung als auch die Tastatur des Tiger-Lake-Notebooks bestehen aus Post-Consumer-Recycling-Kunststoff (PCR). Es ist laut Acer zudem frei von Farbstoffen und flüchtigen organischen Verbindungen. Die Verpackung besteht zum Großteil aus recyceltem Papierzellstoff und alle für Aufdrucke wird Sojatinte verwendet. Zudem gibt Acer bekannt, dass das Unternehmen Teil der RE100-Initiative ist und damit ab dem Jahr 2035 nur noch erneuerbare Energien nutzen will. Im vergangenen Jahr betrug der Anteil immerhin schon 44 Prozent.

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Chromebooks

Chromebooks sind momentan der Sektor unter den Notebooks mit dem stärksten Wachstum. Das stammt zwar immer noch zu einem großen Teil aus dem US-amerikanischen Bildungssystem, aber auch für Privatkunden werden die webbasierten Geräte mit dem Google-Betriebssystem interessanter. Im vergangenen Jahr näherte sich der Anteil an den Notebooks immerhin schon der 10-Prozent-Marke.

Acer gehört zu den führenden Chromebook-Herstellern und bringt gleich vier neue Geräte auf den Markt. Zu ihnen zählen die 14-Zöller Chromebook 514 mit Intel Tiger Lake und 314 mit MediaTek MT8183, das Convertible Chromebook Spin 713 mit 13,5-Zoll-Display und ebenfalls Tiger-Lake-CPU sowie das Chromebook 317 mit Intel Pentium Silver N6000-Prozessoren als erstes 17,3-Zoll-Gerät. Die Modelle 514 und Spin 713 kommen zudem als Enterprise-Varianten mit zusätzlichen Sicherheitsfeatures und speziellen Unternehmensfunktionen.

Der Marktstart ist für das dritte Quartal vorgesehen. Die Startpreise liegen zwischen 299 Euro (UVP) für das Chromebook 314 und 799 Euro (UVP9 für das Spin 713.

ConceptD und SpatialLabs-Entwickerprogramm

Die Notebooks und Convertibles der ConceptD-Linie bieten eine ähnliche Leistung und Ausstattung wie mobile Workstations, allerdings mit einer zivileren Optik. Sie sind vor allem für professionelle Anwender aus Kreativberufen bestimmt, aber es gibt auch Modellvarianten mit professionellen Nvidia-Karten. Acer stellt die Clamshell-Notebooks der Serien ConceptD 3 und 5 sowie die Convertibles 3 Ezel und 7 Ezel auf die neuen Tiger-Lake-H45-CPUs mit bis zu acht Prozessorkernen sowie Thunderbolt 4 um.

Das Modell ConceptD 5 bekommt zudem ein Pantone-zertifiziertes 16:10-Display mit 16 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 3.072 x 1.920 Pixel. Als Grafikkarte setzt Acer hier entweder Geforce-Modelle bis zu RTX 3060 oder bei der Pro-Version maximal die RTX A5000 ein. Das Top-Modell ConceptD 7 Ezel kann sogar mit einer RTX 3080 ausgerüstet werden. Das 4K-Touch-Display unterstützt Stifteingaben, der Wacom-EMR-Stift gehört zum Lieferumfang. Beim ConceptD 7 Ezel gibt es ebenfalls ein Pro-Version mit Intel Xeon W-11955M und RTX A3000 oder A5000. Der 14-Zöller ConceptD 3 wird ab 1.599 Euro (UVP) kosten, der ConceptD 5 startet bei 2.999 Euro und der ConceptD 7 Ezel ab 3.499 Euro (UVP).

Mit SpatialLabs stellt Acer eine Technologie vor, die den ConceptD-Geräte in Zukunft ein stereoskopisches 3D-Display bescheren soll, das ohne Brille auskommt. Dafür wird auf ein herkömmliches UHD-2D-Display eine Flüssigkristall-Lentikularlinse aufgebracht, mit der zwischen 2D- und 3D-Modus umgeschaltet werden kann. Drei an der Oberseite des Displays angebrachte Stereokameras, verfolgen die Position und Bewegung des Kopfes sowie der Augen des Nutzers. Im SpatialLabs Model Viewer können Entwickler mittels Echtzeit-Rendering mit den räumlich dargestellten 3D-Modellen interagieren. Die Software ist Teil SpatialLabs Experience Center, die noch weitere Tools für 3D-Entwickler enthält. Im Rahmen des SpatialLabs Developer Programms können Entwickler für drei Monate kostenlos ein ConceptD-Prototypen-Notebook erhalten, um mit ihm eigene Projekte auf Basis der Unreal Engine zu realisieren.

Gaming-PCs, Notebooks und Monitore

Mit der Unreal Engine hat auch die nächste Gruppe von Neuvorstellungen zu tun: Gaming-Rechner und Monitore. Mit einem 16-Zoll-Display im 16:10-Format ist das knapp 2 cm flache Predator Triton SE ausgerüstet. Dabei gibt es zwei Panel-Optionen, jeweils mit WQXGA-Auflösung: 165 Hz und 500 Nits sowie 240 Hz und Nvidia G-Sync. Bei der CPU geht der Hersteller bis zum Intel Core i9 der 11. Generation und bei der Grafik bis zur Nvidia Geforce RTX 3080. Der Arbeitsspeicher kann auf maximal 64 GB ausgebaut werden, die PCIe-4.0-SSD bis zu TB Kapazität bieten. Der Basispreis wird bei 1.799 Euro (UVP) legen, als Verkaufsstart ist Q3 2021 angepeilt.

Mit einem Preis ab 2.499 Euro noch etwas kostspieliger ist das Predator Helios 500 mit seinem übertaktbaren Intel Core i9 der 11.Generation und ebenfalls einer RTX 3080 als Maximalausstattung. Hier bietet Acer neben einem 360-Hz-Full-HD-Display auch ein 120-Hz-4K-Panel mit Mini-LED-Backlight und Local Dimming. Das im Vergleich zum Triton fülligere Helios hat im Chassis Platz für zwei M.2-SSDs im RAID-o-Modus und eine zusätzliche SATA-HDD.

Für Gamer, die einen Desktop-PC vorziehen, schickt Acer eine neue Generation des Predator Orion 3000 und den Nitro 50 an den Start. Der Orion 3000 ist mit einer Intel-Rocket-Lake-CPU ausgestattet und nimmt maximal eine Nvidia Geforce RTX 3070 auf. Er kommt schon im Juli mit einem Einstandspreis von 1.099 Euro (UVP). Entweder mit Intel Rocket Lake oder mit AMD Ryzen 5000 kommt der Nitro 50. Hier können Grafikkarten bis zur RTX 3060 Ti ausgewählt werden. Der Startpreis liegt hier bei 999 Euro (UVP).

Passende Monitore kommen in Form des Predator X28 mit 28-Zoll-UHD-Panel oder des Predator X38 S mit gekrümmten 37,5-Zoll-Panel im 21:9-Format. Der Monitor schafft eine Auflösung von 3.840 x 1.600 Pixel und unterstützt VESA DisplayHDR 600. Dazu kommen eine übertaktete Bildwiederholfrequenz von bis zu 175 Hz und Nvidia G-Sync Ultimate.

Für PCs oder Konsolen ist der riesige 42,5-Zöller CG437K S mit UHD-Auflösung, bis zu 1.000 Nits und Local Dimming bestimmt. Integrierte RGB-Leuchtstreifen können mit Musik und Medien synchronisiert werden und beleuchten das Umfeld des Monitors. Schließlich ist noch ein KVM-Switch integriert, mit dem sich Rechner und Konsole einen Satz an Eingabegeräten teilen können. Ein Bewegungssensor dimmt den Monitor, wenn der Gamer eine Pause macht und sich vom Gerät entfernt. Der Predator X38 S kommt im September zu einem Preis von 2.199 Euro. Im Oktober folgen der Predator X28 für 1.199 Euro und im November der große CG437K S für 1.599 Euro.

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