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Was ist SATA

| Autor: Klaus Länger

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

SATA oder Serial-ATA ist bei den meisten PCs und Notebooks die Standard-Schnittstelle für Festplatten, SSDs und optische Laufwerke. In letzter Zeit kommt für SSDs allerdings zunehmend die M.2-Schnittstelle mit NVMe-Interface zum Einsatz, bei Servern dominiert Serial Attached SCSI (SAS).

Die Serial-ATA-Schnittstelle (SATA) wurde im Jahr 2000 von Intel als Nachfolger für die parallele ATA-Schnittstelle vorgestellt, die in der Folge als PATA bezeichnet wurde. Im August 2001 wurde von der Serial ATA Working Group eine erste SATA-Spezifikation freigegeben. Die serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einer Datenrate von 1,5 GBit/s erlaubte einen Transfer von 150 MB/s statt 133 MB/s wie bei PATA und zudem längere und dünnere Datenkabel. 2004 folgte die Revision 2.0 des SATA-Standards mit einer auf drei GBit/s verdoppelten Datenrate und der Unterstützung von Native Command Queuing (NCQ) für eine effizientere Abarbeitung von Anfragen an die Festplatte. Allerdings erfordert NCQ ebenso wie das im SATA-Standard enthaltene Hot-Swapping die Nutzung von AHCI (Advanced Host Controller Interface) als Software-Schnittstelle. Als Erweiterung des Standards wurden Kabel und Stecker für externe Laufwerke (eSATA) definiert. Ebenfalls 2004 wurde aus der informellen SATA Working Group die Serial ATA International Organization.

Serial ATA 6,0 GBit/s

Im August 2008 wurde die dritte Revision des SATA-Standards verabschiedet. Da die Datenrate erneut auf nun sechs GBit/s (600 MB/s) verdoppelt wurde, wird er auch als Serial ATA 6,0 GBit/s bezeichnet. Er war vor allem für die Anbindung von SSDs wichtig. 2009 wurde in der SATA Revision 3.1 mit mSATA ein Formfaktor für kompakte SSD-Module definiert, die primär in Notebooks oder Tablets verwendet werden. Zudem wurde das TRIM-Kommando für SSDs aufgenommen. 2013 folgte mit der SATA Revision 3.2 die Einführung der SATA-Express-Spezifikation mit der Unterstützung von SATA- und PCI-Express-Laufwerken, die über Kabel angeschlossen werden. Als mSATA-Nachfolger wurde der M.2-Standard eingeführt. M.2-SSDs kommen in neueren Mobilrechnern und auch zunehmend in PCs mit passendem Mainboard zum Einsatz. Sie werden sowohl mit SATA- als auch mit PCI-Express-Schnittstelle hergestellt. PCI-Express-SSDs verwenden NVMe statt AHCI als Software-Interface. Als letzte Erweiterung des SATA-Standards wurde im Februar 2016 die Revision 3.3 veröffentlicht. Sie enthält unter anderem den Support für SMR-Festplatten.

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