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Business Continuity

Kooperation zwischen VMware und IBM

Datenautobahn in die Hybrid Cloud

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Mit der hauseigenen Netzwerkvirtualisierung baut VMware „Datenautobahnen“ in IBM-Rechenzentren.
Mit der hauseigenen Netzwerkvirtualisierung baut VMware „Datenautobahnen“ in IBM-Rechenzentren. (Bild: © envfx - Fotolia)

Cloud Computing und Virtualisierung gehören zusammen. Das weiß auch Virtualisierer VMware, der mit der hauseigenen Netzwerkvirtualisierung NSX quasi Datenautobahnen in IBM-Rechenzentren errichtet. So entstehen Hybrid Clouds. Und um bei der Verkehrs-Metapher zu bleiben: Software-­Entwickler können dort Watson und andere Dienstleister abholen und für sich arbeiten lassen.

Aufgrund der starken Verbreitung der (für nichtkommerzielle Zwecke kostenfreien) SoftwareVMware Player“ assoziieren viele VMware mit virtuellen Maschinen. Doch die Firma, die die Virtuelle Maschine schon im Namen trägt, macht mehr und mehr Umsatz im so genannten „Non-Core-Business“, wie unternehmensintern jüngere Produktbereiche genannt werden.

Annette Maier, die dieses Jahr den Chefsessel bei VMware Deutschland übernahm, erläutert, was darunter zu verstehen ist: Mit Virtual SAN (vSAN), das seit der vSphere Version 5.5 verfügbar ist, versucht VMware im Markt für Software-­defined Storage zu punkten.

VMware-Produktpalette

Virtuelle Netzwerke, die unter dem Produktnamen NSX laufen, sind als Netzwerkvirtualisierungslösung ein fester Bestandteil des immer wichtiger werdenden Konzeptes Software-defined Datacenter. Hier ist auch das Management von virtuellen Umgebungen, bei dem mit VM­ware-Produkten Prozesse und Dienste ­orchestriert sowie automatisiert und Kapazitäten gemanaged werden, angesiedelt. Die Suiten „ vRealize“ und „vCloud“ spielen dabei eine wichtige Rolle. Erstere ist eine Cloud-Managementplattform zur Verwaltung einer heterogenen Hybrid Cloud. Die vCloud-Suite ermöglicht die Bereitstellung von Anwendungen innerhalb von Private-Cloud-Umgebungen von Unternehmen.

Netzwerkvirtualisierung als Schlüsseltechnologie

Die Anbindung an ein Rechenzentrum erfolgt direkt via NSX.
Die Anbindung an ein Rechenzentrum erfolgt direkt via NSX. (Bild: © chayathon2000 - Fotolia)

Der NSX-Produktbereich spielt aber auch im Themenkomplex Hybrid Cloud und bei der damit zusammenhängenden Kooperation mit IBM eine zentrale Rolle: So ist es jetzt möglich, mit Netzwerkvirtualisierung via NSX quasi direkt in ein IBM-Softlayer-Rechenzentrum hineinzutunneln, welches dann den Public-Teil der Hybrid-Cloud-Umgebung darstellt.

Das Besondere an diesen Rechenzentren ist, dass Nutzer im Sinne von PaaS (Plattform as a Service) mit über 3.000 möglichen Schnittstellen bis herunter auf die Seriennummer der Festplatte gehen können und wissen: Meine Workload läuft auf der Festplatte vom Hersteller XYZ mit der Seriennummer ABC. VMware reagiert durch diese Anbindung externer Rechenzentren via NSX-Technologie vor allem auf die erhöhte Nachfrage der Kunden. Chief Information Officer oder Chief Data Officer nutzen die Vorteile von ­Datenhaltung in räumlich getrennten ­Rechenzentren bei den Themenkom­plexen Backup- und Disaster-Recovery schon längst. Auch die Themen Enduser-Computing und Mobile Device Management kann VMware mit der Kombination NSX-Anbindung, IBM-Softlayer-Rechenzentren und VMware Workspace One ­abdecken. Das zuletzt genannte Produkt stellt Anwendungen Geräte-unabhängig bereit, verwaltet dabei Identitäten mit ­ihren Zugriffsrechten und weist Anwendungen den Nutzern in Unternehmen zu. Das funktioniert als unternehmensinterne Cloud-Lösung, aber auch aus dem Softlayer-Rechenzentren von IBM heraus.

Neue Anwendungsszenarien

Software-Entwickler können bei der ­VMware-IBM-Kooperation dahingehend profitieren, dass sie über ein Softlayer-­Rechenzentrum derzeit etwas über 150 Online-Dienste aus dem Portfolio der IBM-Tochter Bluemix beziehen und in ­ihre Produkte implementieren können. Hier geht es beispielsweise um extern ­zugespielte Wetterdaten, aber auch um komplexe Dienste, wie beispielsweise Sensorikabfragen für Internet-of-Things- oder Mobility-Anwendungen. Die Dienste reichen bis hin zu „Cognitive Analytics“ durch das IBM-System Watson.

Ergänzendes zum Thema
 
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Kognitive Analysen

Derlei kognitive Analysen können beispielsweise in der Video- oder Spracherkennung eingesetzt werden, ohne als Hersteller selbst solche komplexen Anwendungen entwickeln zu müssen. Watson beherrscht auch mehr und mehr so genannte Sentimental Analysis, versucht sich also in der Erkennung von Gefühls­lagen. Beispielsweise könnte dies als Dienst in einer Beschwerdemanagement- oder CRM-Software Verwendung finden.

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