Brainworks setzt auf Marktlücken Das Multitalent: die Nische

Autor: Ann-Marie Struck

Menschen suchen Spezialisten statt Generalisten und das auch zunehmend in der IT. Auf ausgewählte Produkte mit entsprechenden Services hat sich der VAD Brainworks spezialisiert und plant nun, neue Marktfelder weiter auszubauen.

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In einem übersättigten Markt die Nische zu bedienen, hat einige Vorteile.
In einem übersättigten Markt die Nische zu bedienen, hat einige Vorteile.
(Bild: merklicht.de - stock.adobe.com)

Unter Nischen werden Marktlücken verstanden, die nur teilweise oder sogar noch nicht von Wettbewerbern bedient werden. Auf ebensolche Marktnischen hat sich der VAD Brainworks in den Bereichen Collaboration, Netzwerktechnologien, System Management und Security spezialisiert. Derk Steffens, Geschäftsführer und Managing Director bei Brainworks, betont den Marktvorteil gegenüber dem Mitbewerb: „Unsere Hersteller kommen aus der EU und bieten damit DSGVO-konforme Lösungen an. Das ist ein gravierender Unterschied zu US-amerikanischen Herstellern.“

Derk Steffens, Geschäftsführer bei Brainworks.
Derk Steffens, Geschäftsführer bei Brainworks.
(Bild: Brainworks)

Steffens ist seit Oktober teil der Führungsriege des Münchner Distributors und hat nach seinen ersten Monaten im Amt schon Wachstumspläne geschmiedet, allem voran den Ausbau des Security-Portfolios – ein durchaus persönlicher Schwerpunkt des Managers, der zuvor für den auf Security spezialisierten VAD Exclusive Networks in der Schweiz tätig war. Eine sinnvolle Ergänzung, denn Kommunikation kann heutzutage nicht ohne Sicherheit gedacht werden, insbesondere in Zeiten des mobilen Arbeitens, das sich aufgrund der Corona-Pandemie in vielen Unternehmen etabliert hat.

Sicherheit für New Work

Wie Steffens berichtet, hat auch der VAD etwas vom Run auf das Homeoffice mitbekommen, und seiner Ansicht nach werden die mobilen Arbeitsplätze auch künftig immer wichtiger. Dabei kommen vor allem zwei weitere Schwerpunkte des Distributors zum Tragen. Zunächst benötigt mobiles Arbeiten auch eine besser Abdeckungen. Daher setzen viele auf den neuesten Mobilfunkstandard, der die benötigten Bandbreiten auch in abgelegene Gegenden zu bringen soll. Für Brainworks ist jedoch das Thema WiFi 6 noch wichtiger, denn neben erhöhtem Durchsatz, wird hier vor allem eine stabilere Verbindung gewährleistet, was gerade bei stark belasteten klassischen 2,4 / 5 GHz sehr wichtig wird. Steffens ergänzt dazu: „Das wird mit WiFi 6e noch interessanter und den Ausbau haben wir im Gegensatz zu 5G selbst in der Hand.“

Doch leider blieb bei der schnellen Umsetzung der New-Work-Konzepte die Sicherheit oft auf der Strecke. Zwar hat der VAD mit Kerio Control bereits ein Security-Produkt im Portfolio, sucht nun nach weiteren entsprechenden Herstellern für „Next Generation Endpoint Security“. Mit der Spezialisierung auf den deutschen Markt sei man nicht auf der Suche nach „irgendeinem bekannten Hersteller, den es schon bei hundert anderen Distributoren gibt“, betont Steffens. Vielmehr wird nach einer Technologie geschaut, die der VAD dann mit Services veredeln will.

Zu den europäischen Alternativen im Security-Markt zählt der Manager allen voran den tschechischen Hersteller IceWarp auf, der eine komplette Produktivitätsplattform anbietet und statt Slack, Dropbox und Microsoft Office 365 eingesetzt werden kann. Sie ist nicht nur als Private-Cloud-Dienst über einen deutschen Provider, Hetzner in Nürnberg, verfügbar, sondern kann auch selbst gehostet werden.

Als weiteres Beispiel nennt Steffens den italienischen Hersteller Wildix, der eine browserbasierte Unified Communications-Lösung und Cloud-PBX anbietet. Die UCaaS-Lösung wird ebenfalls in Deutschland, in Frankfurt, gehostet. Den Vorteil der Telefonie-Lösung sieht Steffens klar darin, dass alles Software-betrieben ist und die Fachhändler somit keine Telefonanlagen-Spezialisten sein müssen.

Unterstützung für die Partner

Um die Partner bei der Umsetzung ihrer Projekte vermehrt zu unterstützen, verstärkt der Münchner Distributor sein Business Development Team sowie die Professional Services. „Jeder ist von den neuen Technologien erschlagen“, berichtet Steffens. „Unsere Partner sind hauptsächlich im KMU-Bereich unterwegs. Da muss man den Reitern eben manchmal aufs Pferd helfen. Das ist unser Job, und wir stärken sie in den Bereichen.“ Des Weiteren wird auch die Zusammenarbeit mit den Resellern intensiviert und das Online-Angebot mit Shop-System für automatisierte Renewals und Marketing Unterstützung in diesem Jahr erweitert.

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Redakteurin