Neuer Name Aus Swyx wird endgültig Enreach

Autor Ann-Marie Struck

Der Dortmunder Unified-Communications-Anbieter Swyx übernimmt den Namen seiner Unternehmensgruppe Enreach. Die Produktmarke soll aber weiter bestehen bleiben. Im Interview erklärt Dr. Ralf Ebbinghaus, CCO bei Enreach, wie es zu dem Schritt kam.

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Aus Rot wird Lilia. Der UCC-Anbieter Swyx heißt nun Enreach.
Aus Rot wird Lilia. Der UCC-Anbieter Swyx heißt nun Enreach.
(Bild: Enreach)

Das Ziel einer jeden Marke ist eine Identität zu schaffen und damit die adressierte Zielgruppe anzusprechen. Die Markenidentität ist folglich der Charakter der Marke. Über 20 Jahre gab es die Marke Swyx. Seit 2018 gehört sie zur Unternehmensgruppe Enreach. Seitdem agierte der Dortmunder Unified-Communications-Anbieter als eigenständige Tochter. Jetzt ist es soweit: aus Swyx wird Enreach.

Die Integration wurde schon auf dem virtuellen Partnertag im April angekündigt und erfolgte Dr. Ralf Ebbinghaus, Chief Commercial Officer (CCO) von Enreach und Geschäftsführer der deutschen Enreach, zufolge auch sukzessive. Dennoch stimmt das den ehemaligen Geschäftsführer und Mitgründer von Swyx durchaus etwas wehmütig. „Es war jedoch an der Zeit den nächsten Schritt zu gehen und dies auch unter einem Namen zu verdeutlichen“, betont Ebbinghaus.

Dr. Ralf Ebbinghaus, Chief Commercial Officer (CCO) und Geschäftsführer der deutschen Enreach
Dr. Ralf Ebbinghaus, Chief Commercial Officer (CCO) und Geschäftsführer der deutschen Enreach
(Bild: Enreach)

Produktmarke bleibt bestehen

Nichtsdestotrotz bleibt die Produktwelt unter dem alten Namen bestehen. Hauptgrund dafür ist das Markenkapital. „Die Swyx-Produkte sind schon auf dem Markt und stehen für eine bestimme Kategorie,“ erklärt der Manager. Und um die Markenidentität als auch die Partner, die ihr Geschäft auf die Swyx-Produkte aufgebaut haben, nicht zu verlieren, bleibt die Marke bestehen. Zugleich soll sie um weitere Cloud-Services ausgebaut werden. „Swyx bleibt ein Geschäft mit Zukunft für unsere Partner,“ betont Ebbinghaus.

Zudem sind keine oder nur geringfügige Anpassungen von Partner-Webseiten, Marketing- oder Vertriebsunterlagen nötig. Auch die Bezeichnungen Swyx Solution Partner, Swyx Silber Partner, Swyx Gold Partner und Swyx Cloud Partner sowie ausgestellte Urkunden und Zertifikate behalten ihre Gültigkeit.

Swyx adressiert den Mittelstand. Mit Enreach steht ein deutlich größeres Produkt- und Serviceportfolio zur Verfügung, dass Partner neue Geschäftsmöglichkeiten bietet. So deckt das Portfolio der Unternehmensgruppe das gesamte UC-Spektrum und dabei Cloud-Services genauso wie Inhouse-Installationen und hybride Modelle ab. Noch in diesem Jahr stehen Kunden in Deutschland zudem Chat- und Voicebots sowie Cloud-Contact-Center-Lösungen zur Verfügung.

Für Swyx-Partner ändert sich dem CEO zufolge nicht viel. Ihr Partnerprogramm bleibt vorerst bestehen und soll in absehbarer Zeit auch umbenannt werden. Weiter Änderungen außer dem Namen seien bis dato noch nicht geplant.

Unternehmensstrategie

Enreach entstand 2018, mit Unterstützung des Investors Waterland Private Equity, aus dem Zusammenschluss von Swyx mit dem niederländischen Unternehmen Voiceworks und Centile Telecom Applications aus Frankreich. Das Ziel der Unternehmensgruppe ist es europäischer UC-Marktführer zu werden. „Schon zu Beginn stand im Hintergrund fest, dass es am Ende einen neuen Namen geben wird und den haben wir mit Enreach kreiert“, erklärt Ebbinghaus. Das Rebranding von Swyx ist nur das Ergebnis der Entwicklung.

Die Gruppe verfolgt seit ihrer Gründung eine Buy-and-Build-Strategie. Allein im letztem Jahr hat Enreach vier Zukäufe getätigt. Darunter das spanische Unternehmen Masvoz und HeroBase aus Dänemark. Durch die Übernahme hat die Gruppe Kompetenzen in Inbound- und Outbound-Kommunikation gewonnen. Für Contact-Center-Lösungen wurde das finnische Unternehmen Benemen sowie OSS Networks aus dem Baltikum aufgekauft.

Weitere Akquisitionen, um die Marktreichweite sowie die Lösungen zu optimieren, sind in Planung.

Auch 2022 sind weitere Produkte in der Pipeline. Die produktstrategische Ausrichtung liegt dem Hersteller zufolge auf den Bereichen Collaboration, Cloud Contact Center und Künstliche Intelligenz.

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