Neues Programm ADN bringt ISVs in die Azure-Cloud

Autor: Michael Hase

As-a-Service ist aus Sicht von ADN die zeitgemäße Bereitstellungsform für Software. Der Distributor unterstützt daher Anbieter dabei, ihre Anwendungen in die Azure-Cloud zu übertragen, und hat dafür gemeinsam mit Partnern ein dediziertes ISV-Programm entwickelt.

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Der Aufstieg in die Cloud bedeutet für viele ISVs eine Herausforderung.
Der Aufstieg in die Cloud bedeutet für viele ISVs eine Herausforderung.
(Bild: robybret - stock.adobe.com)

Partner der Distribution sind üblicherweise Reseller und inzwischen auch Managed Service Provider. Bei ADN war das schon immer etwas anders. Seit den Anfängen in den 90er Jahren beliefert der Bochumer VAD nicht nur Fachhändler, sondern auch unabhängige Software-Anbieter, und zwar mit Tools und Middleware, die sie für die Entwicklung ihrer Anwendungen benötigen. Somit ist es konsequent, dass der Spezialist aus dem Ruhrgebiet jetzt ISVs, so das Akronym für Independent Software Vendor, dabei unterstützt, ihre Applikationen in der Cloud bereitzustellen.

Als langjähriger Distributor von Microsoft bringt ADN die Expertise mit, den Anbietern bei der Migration ihrer Software auf die Azure-Plattform und anschließend bei der Vermarktung ihrer SaaS-Angebote zu helfen. Die Bochumer haben dafür eigens ein Programm entwickelt, das die Unterstützung der Partner bei Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Support vorsieht. „Unser Programm soll ISVs in der DACH-Region helfen, sich mit modernen SaaS-Angeboten zukunftsfähig und international wettbewerbsfähig aufzustellen und vom rasanten Wachstum in diesem ­Bereich zu profitieren“, betont Hermann Ramacher, Gründer und Geschäftsführer von ADN. „Viele sehr ausgereifte Branchenlösungen bleiben nach wie vor hinter den Möglichkeiten der Zeit zurück. Das wollen wir ändern und den Weg in die Cloud so einfach wie möglich gestalten.”

Anderes Vertriebsmodell

Anwendungen von On Premises in die Cloud zu übertragen, bedeutet nach Erfahrung des Distributors für viele ISVs eine Herausforderung, weil sie für das Refactoring der Software, die Überarbeitung des Codes, Wissen und Geld benötigen. Zudem müssen sie den Vertrieb umstellen, weil Mietlösungen andere Verkaufsstrategien und Provisionsmodelle erfordern und meist über andere Kanäle wie digitale Plattformen vermarktet werden. Nicht alle ISVs fangen indes bei Null an. Manche stellen ihre Anwendungen bereits in einer klassischen Hosting-Umgebung als Service bereit.

Im ersten Schritt des Programms berät ADN die Anbieter in Lizenzfragen. Für die technische Umsetzung, wenn es darum geht, die Anwendungen auf Azure zu portieren oder sie als Cloud-native Software neu zu entwickeln, hat sich der VAD selbst Unterstützung geholt. Die Partner Abtis aus Pforzheim, White Duck aus Rosenheim und Prodyna aus Frankfurt / Main gehen den ISVs beispielsweise beim Design der Applikationsarchitekturen oder bei Proofs of Concept (PoC) zur Hand.

Marketingsupport

Bei der Vermarktung kommt wieder der Distributor ins Spiel. Dessen Marketingteam hilft den ISVs dabei, ihre Services über den Azure Marketplace und die Microsoft-Plattform App Source anzubieten, und ­berät sie zu Möglichkeiten des Co-Marketings gemeinsam mit anderen Unternehmen aus dem ADN-Partnernetzwerk.

Das ISV-Programm gliedert sich in zwei Blöcke. Das Starter-Paket richtet sich an Anbieter, die gleich in die Cloud-native Entwicklung einsteigen wollen. Dazu wird gemeinsam mit ihnen eine Migrationsstrategie für ­bestehende Applikationen erarbeitet, und sie werden in die Grundlagen von DevOps in Azure eingeführt. Zum Advanced-Paket gehört eine weitergehende Schulung der ISV-Partner im Re-Hosting und Re-Platforming von Software, um sie in die Lage zu versetzen, Legacy-Anwendungen oder monolithische Anwendungsarchitekturen mittels Containern und Microservices zu modernisieren.

Trainings und weitere Informationen

Nicht zuletzt vermittelt ADN als zertifizierter Microsoft Learning Partner den technischen Mitarbeitern der ISVs das nötige Wissen für Zertifizierungen ebenso wie tiefer gehendes Azure-Knowhow. Weitere Informationen zu dem Programm und zu Ansprechpartnern finden sich auf der Website des Distributors. Die traditionell enge Verbindung der Bochumer zu Software-Anbietern bestimmte übrigens vor gut zwölf Jahren die Anfänge der Partnerschaft mit Microsoft. Zunächst standen die so genannten Royalty-Lizenzen für ISVs im Mittelpunkt der Zusammenarbeit, ehe sie sukzessive auf weitere Lizenzprogramme wie Service Provider License Agreement (SPLA), Open Value und Cloud Solution Provider (CSP) ausgedehnt wurde.

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