Channel Fokus: Komponenten & Peripherie Viel bares für rares

Von Ann-Marie Struck

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Sie sind klein, aber essenziell: Peripheriegeräte und Komponenten. Der Bedarf an Monitore, Grafikkarten und SSDs ist groß, doch der Markt damit gestaltet sich für den Channel derzeit nicht einfach, wie die Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels zeigen.

Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
(Bild: apinan - stock.adobe.com )

Jeder braucht sie und für Büroarbeiter sind sie das tägliche Handwerkszeug: Geräte aus der Peripherie oder Komponenten. Denn täglich wird stundenlang auf den Monitor gestarrt, während man wild auf die Tastatur hakt und die Maus mehrere Meter läuft.

Ohne Komponenten und Peripheriegeräte gibt es keine IT und die Auswahl an Produkten in den beiden Bereichen ist groß: vom Mainboard über Prozessoren, Speichermedien bis hin zu Bildschirmen. Entsprechend vielseitig ist auch das Portfolio des ITK-Channels, wie die Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panel bestätigen.

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Bei der Frage nach den aktuellen ­Umsatztreibern, scheiden sich jedoch die Meinungen der Umfrageteilnehmer. Die größte Nachfrage erfahren die befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren aktuell bei Monitoren (80 %). Das sehen 40 Prozent der befragten Distributoren und Hersteller auch so, ihr Platz drei.

Kein Wunder. Schließlich hat die Corona-Pandemie nicht nur das Notebook-­Geschäft befeuert, auch die dazugehörigen Peripheriegeräte und PC-Zubehör sind seitdem hoch im Kurs. Insbesondere PC-Monitore sind seit 2020 gefragter denn je. Zunächst haben viele Unternehmen ad hoc ihre Computertechnik aufgerüstet, jetzt wird anscheinend strategisch weiter investiert.

Versorgungsengpässe führen zur Preisteigerung

Ein weiterer Bestseller im Channel sind SSDs und Festplatten. Sie erklimmen mit 66 Prozent den ersten Platz der befragten Distributoren und Hersteller. Zwar gibt es zur Zeit eine starke Nachfrage nach Peripheriegeräten und Komponenten, wie das IT-BUSINESS-Panel zeigt, jedoch ist der Markt seit knapp zwei Jahren von Lieferengpässen ­betroffen. Gründe dafür sind unter anderem Schließung von Fabriken und Häfen sowie Probleme bei der Produktion.

Die Versorgungsengpässe führen nicht nur zu Unmut bei Kunden, sondern auch zu höheren Preisen. Die Kosten für SSDs und HDDs steigen bereits und es gibt Anzeichen dafür, dass sie in naher Zukunft noch massiver zulegen könnten.

Das sieht bei PC-Bildschirmen ähnlich aus. Laut einer Statistik vom Mai 2022 des Statistischen Bundesamts lag der Preisindex im April bei einem Wert von 90,7 Punkten. Auf diesem Niveau hält er sich seit Februar 2021. Im Dezember 2020 lag er noch bei 82,7 Punkten. Die Preissteigerung im ­Consumer-Markt kann in etwa auf den Business-­Bereich adaptiert werden.

Lieferengpässe werden bleiben

Ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht in Sicht. Vielmehr sorgt die Inflation für einen weiteren Preisanstieg. Und auch die Lieferprobleme sind noch lange nicht ­behoben. Genaue Vorhersagen lassen sich schwer treffen und die Prognosen schwanken monatlich. Die IT-BUSINESS-Panel-Teilnehmer sind eher pessimistisch. Nur 33 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren glauben, dass sich die Lieferketten in den kommenden sechs Monaten entspannen werden. Der Großteil (66 %) der Befragten glaubt nicht daran.

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