Kubernetes, neue Purity-Versionen und FlashArray//C R3 Tradition und Moderne bei Pure Storage

Autor: Klaus Länger

Pure Storage gehört als Pionier bei All Flash und Storage als Service zu den innovativsten Firmen der Speichersparte. Mit der Übernahme von Portworx wird das Kubernetes-Portfolio erweitert. Gleichzeitig baut Pure Storage die SMB- und die FibreCannel-Unterstützung aus.

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Mit der dritten Generation von FlashArray//C bringt Pure Storage eine All-Flash-Lösung, die Hybrid-Storage-Geräte überflüssig machen soll.
Mit der dritten Generation von FlashArray//C bringt Pure Storage eine All-Flash-Lösung, die Hybrid-Storage-Geräte überflüssig machen soll.
(Bild: Pure Storage)

Bei Pure Storage ist man enorm stolz auf die Position ganz rechts oben im Gartner-Quadrant für Primary Storage Arrays, den das Unternehmen nun schon seit sieben Jahren in Folge einnimmt. Der Speicherhersteller gehört zu den Vorreitern bei All-Flash-Appliances und mit Evergreen als Upgrade-Service. In den letzten Jahren ­kamen mit Flashblade eine Lösung für File und Object Storage sowie letztens mit ­Pure as-a-Service ein verbrauchsabhängiges ­Abrechnungsmodell hinzu, und zwar laut Güner Aksoy, VP Central Europe bei Pure Storage, als einziger Anbieter mit flexiblen Zwölf-Monats-Verträgen. Dabei können die Daten nicht nur lokal, sondern in einer hybriden Cloud gespeichert werden.

Zentrales Datenmanagement und Kubernetes

Eine zentrales Datenmanagement ist für Aksoy ein weiterer Vorteil, den seine Firma den Kunden bietet. Das Schlagwort ist ­dabei „Storage as Code”, also die Bereitstellung von APIs, um alle wichtigen Funktionen automatisierbar zu machen. Zu dieser Strategie gehört auch die Übernahme von Portworx im September 2020. Ihre Enterprise Storage Platform zählt laut Aksoy zu den wichtigsten Storage- und Data-Management-Lösungen für Kubernetes-Projekte. Sie deckt Anwendungen wie Container, Database sowie Software as a Service ab und sorgt zudem für Disaster Recovery und Kubernetes Backup. Derzeit ist Pure damit beschäftigt, die Neuerwerbung mit den eigenen Systemen zu integrieren. Portworx bleibt aber eine Softwarelösung für beliebige Infrastrukturen und damit keineswegs auf Pure Storage beschränkt.

Mit Portworx baut Pure Storage die Plattform aus All-Flash- und Cloud-Lösungen weiter aus.
Mit Portworx baut Pure Storage die Plattform aus All-Flash- und Cloud-Lösungen weiter aus.
(Bild: Pure Storage)

Bessere Unterstützung für FibreChannel und SMB

Eine wichtige neue Technologie im Storage-Sektor ist NVMe over Fabrics, mit der im Storage Network mit DAS vergleichbare ­Latenzen erreicht werden können. Hier hat Pure Storage bislang die Anbindung über Ethernet mittels RDMA favorisiert. Das auch, weil man FibreChannel sowieso eher als Technologie auf dem Abstellgleis betrachtete, die auch nicht wirklich gut zu Hybrid-Cloud-Konzepten passt. Inzwischen schwenkt der Hersteller hier aber um, da klar ist, dass viele Kunden nicht auf FibreChannel als separates Storage-Netzwerk verzichten wollen, auch aus Gründen der internen Organisation bei der Administration. Daher kommt nun mit der ­Version 6.1 von Purity für FlashArray die Unterstützung von FibreChannel-NVMe. Zusätzlich bringt das OS neue Replikationsprotokolle, die nun auch NVMe über FibreChannel nutzen können.

Die bisher schon bei FlashBlade vorhandenen Safemode-Snapshots kommen nun auch für FlashArray. Mit unveränderlichen Snapshots und einer richtlinienbasierten Aufbewahrung schützen sie vor Ransomware-Angriffen. Das Löschen von Sicherungen oder eine Änderung von Policies ist dabei nur unter Einhaltung eines 4-Augen-Prinzips möglich.

Bei Purity 3.2 für die FlashBlade, die Unified-Fast-File-and-Object-Plattform von Pure Storage, kommt eine native und damit deutlich leistungsfähigere SMB-Unterstützung als Ergänzung zu Native NFS und Native S3. Bisher wurde für die SMB-Anbindung ein Gateway zum NFS-Stack verwendet. Mit der nativen SMB-Unterstützung kann der Hersteller nun auch bei Kunden punkten, die große Windows-Server-Installationen betreiben. Als Beispiel dafür nennt Pure Storage den ­Gesundheitssektor, etwa für PACS-Anwendungen (Picture Archiving and Communication System) oder das SQL-Server-Backup mit Geschwindigkeiten von mehr als einem TB/min. Zusätzlich sollen Windows-Anwendungen so mit höherer Geschwindigkeit auf Dateidienste wie Replikation, File System Rollback und SafeMode Snapshots für die schnelle Wiederherstellung nach Ransomware-Angriffen zugreifen. Ein neues Cross-Protocol File Security-Design ermöglicht laut dem Hersteller eine Interoperabilität der Zugriffskontrolle zwischen SMB- und NFS-Benutzern unter Beibehaltung der ACLs. Weiterhin kommt mit der neuen OS-Version eine erweiterte Objektsicherheit mit S3-Benutzerrichtlinien sowie erweiterte Monitoring-Möglichkeiten.

Einheitliche APIs und SDKs für FlashArray, FlashBlade und die Meta-Analyseplattform Pure1 sollen die Möglichkeiten der Automatisierung erweitern.

Dritte Generation von FlashArray//C

Als neues Einsteigergerät für niedrigere Kapazitätsanforderungen bringt Pure Storage das FlashArray//C40 R3. Bei steigenden Anforderungen an den Speicherplatz kann es über das Evergreen-Storage-Abonnementmodell unterbrechungsfrei zum C60 aufgerüstet werden.
Als neues Einsteigergerät für niedrigere Kapazitätsanforderungen bringt Pure Storage das FlashArray//C40 R3. Bei steigenden Anforderungen an den Speicherplatz kann es über das Evergreen-Storage-Abonnementmodell unterbrechungsfrei zum C60 aufgerüstet werden.
(Bild: Pure Storage)

Mit der dritten Generation des Flash­Array//C, das als Einstiegsmodell mit QLC-Speichermodulen gegen Hybrid-Flash-Systeme anderer Hersteller positioniert wird, kommen günstigere C40-Modelle mit geringerem Fassungsvermögen. Sie reicht von 247 TB bis zu 494 TB Kapazität. Zudem kommt die R3-Generation von FlashArray//C60 mit neuen Controllern, die schnellere Intel-Xeon-Prozessoren verwenden. Sie sollen die Speichereffizienz um bis zu 33 Prozent verbessern. Die Maximalkapazität steigt auf bis zu 1,8 PB an Rohdaten. Sie lässt sich zudem besser für die Datensicherung nutzen, denn „die neue Software erlaubt die dreifache Anzahl von Snapshots gegenüber R2 und die Daten lassen sich länger aufbewahren“ betont Markus Grau, Principal Technology Strategist bei Pure Storage hervor. Neu sind ebenfalls granularere Upgrade-Optionen mit Paketen aus zwei statt wie bisher aus zehn QLC-Drives. Mit einer Evergreen-Subscription ist auch ein unterbrechungsfreies Upgrade von C40 auf C60 nötig, wenn die Kapazität des kleineren Modells nicht mehr ausreicht.

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