Computex 2026 Günstige Notebooks mit Intels Wildcat Lake und Qualcomms Snapdragon C

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Günstige Consumer-Notebooks wird es weiterhin geben. Intel hat für gut ausgestattete Geräte der 800-Euro-Klasse die Wildcat-Lake-Plattform entwickelt und Qualcomm für noch deutlich günstigere Geräte ab 400 Euro den Snapdragon C.

Die Core-Series-3-Prozessoren von Intel, auch bekannt als Wildcat Lake, sollen eine neue Generation günstiger und trotzdem KI-fähiger Notebooks ermöglichen. Intel zeigte auf der Computex eine ganze Reihe kommender Geräte.(Bild:  Intel Coropration)
Die Core-Series-3-Prozessoren von Intel, auch bekannt als Wildcat Lake, sollen eine neue Generation günstiger und trotzdem KI-fähiger Notebooks ermöglichen. Intel zeigte auf der Computex eine ganze Reihe kommender Geräte.
(Bild: Intel Coropration)

Die massiv gestiegenen Preise für Speichermodule und SSDs haben schon zu der Sorge geführt, ob es künftig noch neu entwickelte und moderne Notebooks unterhalb der 1.000-Euro-Grenze geben wird. Dass das prinzipiell funktioniert, hat Apple mit dem MacBook Neo gezeigt, der ab 699 Euro (UVP) kostet und der sich blendend verkauft.

Die anderen Notebook-Hersteller nehmen mit der Hilfe von Intel und Qualcomm die Herausforderung an. Erste Geräte mit Intels Core-Prozessoren der Serie 3 sowie Qualcomms Snapdragon C wurden auf der Computex gezeigt.

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Intels Sparversion von Panther Lake

Unter dem Namen Wildcat Lake hat Intel die Core-Prozessoren der Serie 3 als günstige Sparversion von Panther Lake entwickelt. Von den Core-Ultra-Prozessoren der Serie 3 unterscheiden sich die Wildcat-Lake-Modelle vor allem in der Anzahl der Prozessorkerne und durch die schwächere NPU. Statt bis zu 16 Kerne gibt es derzeit maximal sechs. Zwei davon sind schnelle P-Cores, die anderen vier sind sparsame LPE-Cores. Diese Konfiguration sowie die Grafikeinheit mit zwei Xe-Cores findet sich auch bei den Core-Ultra-5-Einstiegsmodellen der Serie 3. Allerdings setzt Intel bei Wildcat Lake eine kleinere NPU mit 17 TOPS ein. Damit erfüllen Geräte mit diesen Prozessoren Microsofts Anforderungen für Copilot+ nicht.

Eines der neuen Notebooks mit Core Series 3 auf der Computex ist das Acer Swift Air 14 (SFA14-I31). Es ist ein schlanker 14-Zöller mit Aluminiumgehäuse und einem Gewicht ab 1,19 kg, bis zu 16 GB LPDDR5 und einer 512 GB großen SSD. Das 16:10-Display mit 1.920 x1.200 Bildpunkten arbeitet mit bis zu 120 Hz und deckt den sRGB-Farbraum komplett ab. Abgerundet wird die Ausstattung durch eine Full-HD-Webcam mit Windows-Hello-Unterstützung und eine breite Schnittstellenpalette, zu der zwei Thunderbolt-4-Ports zählen. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 19 Stunden an. Den Preis für das in vier verschiedenen Farben lieferbare Swift Air 14 nennt Acer derzeit noch nicht.

Die Geräte der XPS-Serie von Dell zeichneten sich bisher nicht durch besonders niedrige Preise aus. Mit dem neuen XPS 13 soll sich das ändern: Der Hersteller peilt einen Startpreis deutlich unter der 1.000-Euro-Marke an. Im Rahmen eines besonderen „Back-to-School“-Angebots soll das Notebook ab 799 Euro verkauft werden.

Das XPS 13 ist mit einem Gewicht von einem Kilogramm das dünnste und leichteste Notebook der XPS-Modellreihe. An der Ausstattung hat Dell nicht gespart: Das Gehäuse ist aus CNC-gefrästem Aluminium gefertigt, die Chiclet-Tastatur ist beleuchtet. Das 13,4-Zoll-Display liefert die 2,5K-Auflösung, erkennt Touch-Eingaben und arbeitet mit bis zu 120 Hz Bildwiederholrate. Der 52-Wh-Akku soll beim Streaming für bis zu 17 Stunden ausreichen. Wie bei Dell üblich, bestehen viele Komponenten zu einem hohen Anteil aus Materialien, die aus dem Recycling stammen.

Günstigere Produktionskosten und damit niedrigere Preise will Intel mit dem Projekt Firefly erreichen, das der Hersteller gemeinsam mit einigen chinesischen Herstellern gestartet hat. Dafür hat der Prozessorhersteller ein Referenzdesign entworfen, das durch standardisierte und modulare Komponenten eine effiziente Produktion ähnlich der bei Smartphones erlauben soll. Ob diese Geräte wie Lenovos Lecoo-Air-Serie auch nach Europa kommen, ist noch nicht bekannt.

Noch günstiger mit Snapdragon C

Noch einmal deutlich niedrigere Preise ab 300 US-Dollar verspricht Qualcomm für Notebooks mit der Computex-Neuheit Snapdragon C. Details zu dem ARM-Prozessor hat Qualcomm auf der Messe nicht verraten, außer dass er eine NPU an Bord hat. Die Performance soll für Office-Anwendungen, Webbrowsing, Videocalls und Videokonferenzen ausreichen, die Akkulaufzeit für eine kompletten Tag. Als Betriebssystem dient Windows 11 Home in der ARM-Version.

Acer hat mit dem Aspire Go 15 (AG15-Q31P) als erster Hersteller ein Snapdragon-C-Notebook angekündigt. Es ist ein 15,6-Zoll-Gerät mit 15,6-Zoll-Full-HD-Display, bis zu 8 GB RAM und einer bis zu 512 GB großen SSD. Auch hier werden teilweise recycelte Kunststoffe für Gehäuse und Netzteil verwendet. Den Preis für das Notebook nennt Acer noch nicht. Weitere günstige Notebooks mit Snapdragon C sollen laut Qualcomm von HP und Lenovo kommen. Der Gerät soll später im Laufe des Jahres verfügbar sein.

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