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Starface auf Wachstumskurs

| Autor: Sarah Böttcher

Zum dritten Mal fand der „Starface Kongress“ im Europa-Park Rust statt.
Zum dritten Mal fand der „Starface Kongress“ im Europa-Park Rust statt. (Bild: ITB)

Zum dritten Mal fand der Starface Kongress im Europa-Park Rust statt. Mehr Umsatz, mehr Wachstum und mehr Partner – laut Florian Buzin, Gründer von Starface, geht es dem Karlsruher Telefonie-Anbieter – im Gegensatz zur Konkurrenz – jedes Jahr besser. Durch Internationalisierung und Portfolio-Erweiterungen soll sich dieser positive Trend fortsetzen.

Unter dem Begriff Telefonie wird heute mehr verstanden als noch 1861, als Philipp Reis, Erfinder des Telefons, mit dem merkwürdigen aber dafür umso eindringlicheren Satz „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“, das erste Telefon in Betrieb nahm. Die Anforderungen an Telekommunikationsanbieter sowie die Forderungen der Kunden haben sich vor allem im Zuge der Digitalisierung stark verändert. In immer mehr Privathaushalten hat das Smartphone bereits das traditionelle Dect-Telefon abgelöst. „Über eine ‚Telefonanlage‘ reden wir schon lange nicht mehr,“ betont Florian Buzin, Geschäftsführer und Gründer von Starface, auf dem diesjährige Starface Kongress. Buzin weiß aber auch, dass der Stellenwert von Telefonie keinesfalls abgenommen hat: „Vor allem aus dem Business ist Telefonie nicht wegzudenken.“

Starface wächst jedes Jahr kontinuierlich – dieses Jahr mit rund 32 Prozent. Damit das auch so weiter geht, stand der diesjährige Kongress, an dem über 600 Fachhandelspartner teilnahmen, unter dem Motto „gemeinsam wachsen“. In zahlreichen Vorträgen präsentierte der deutsche Software-Anbieter seinen Partnern seine Wachstumsstrategie. So sollen Starface-Reseller 2019 vor allem ihre Bemühungen in die Cloud sowie wiederkehrende Umsätze verstärken.

Internationalisierung

Um weiterhin konstant zu wachsen, setzt Starface auf eine europäische Expansion. Jedoch nicht, wie beispielsweise Swyx, durch Akquisitionen, sondern durch die Eröffnung neuer Zweigstellen. Seit letztem Jahr gibt es nun auch eine Zweigstelle in Österreich, und seit diesem Jahr ist eine in Frankreich aktiv. Als nächstes planen die Karlsruher ein Büro in der Schweiz. „Weitere Länder werden definitiv folgen,“ betont Jürgen Signer, Geschäftsführer und COO bei Starface.

Vor allem in Frankreich sieht das deutsche gründergeführte Unternehmen Potenzial: Bis 2022 möchte Frankreich sämtliche ISDN-Anschlüsse auf All-IP umstellen. Hieraus ergeben sich für Starface-Reseller zahlreiche Möglichkeiten Umsatz zu generieren.

Hybrid-Anbieter

Das Hauptgeschäft macht Starface mit seinen Appliances – knapp 70 Prozent macht das On-Premises-Geschäft der Karlsruher aus. Lediglich 6 Prozent entfallen auf das Geschäft mit Virtuellen Maschinen (VM) und 24 Prozent auf das Cloud-Geschäft. „Im Vergleich zu unseren Mitbewerbern haben wir heute schon einen sehr großen Cloud-Anteil,“ betont Signer. Mit dem Flip-Modell ermöglicht der UC-Anbieter seinen Kunden den einfachen Wechsel zwischen Hardware, VM und Cloud-Service. „Für viele Kunden ist das ein wichtiger Entscheidungsgrund.“

Starface wird in naher Zukunft ein neues Cloud-Produkt auf den Markt bringen. Die Lösung aus „dem kleineren Cloud-Segment ist speziell für Startups geeignet und verfügt über einen geringeren Leistungsumfang“, erläutert Signer. Durch die stetige Erweiterung des Portfolios, auch speziell für vertikale Märkte wie Healthcare, Hospitality und Agenturen, erhofft sich das deutsche Unternehmen weiter positiv zu wachsen.

Wiederkehrende Umsätze

„Der Partner von Morgen muss sich mit wiederkehrenden Umsätzen auseinandersetzen,“ ermutigt Signer seine Starface-Partner dazu, diese Art Umsatz zu generieren in ihren Geschäftsmodellen zu platzieren. Der Kunde von heute möchte und erwartet diese Art von Dienstleistung. Der Fachhändler hat das Instrumentarium bereits, leider wird es bisher auf Partner- und auf Kundenseite noch zu wenig genutzt. Hier müssen sich Reseller in der Pflicht sehen, den Kunden an die Hand zu nehmen und ihm aufzuzeigen, wie er seine Geschäftsprozesse verbessern kann. Doch dafür müssen Reseller zunächst die Branche, den Kunden und die Geschäftsprozesse verstehen.

In der Rolle als Managed Service Provider (MSP) können Systemhäuser beispielsweise mit dem Cloud-Portfolio, dem Mietmodell, Wartungsverträgen und der Starface-Software wiederkehrende Umsätze generieren.

Mit Marketing-Aktionen, wie Lead-Generierung und Hilfestellung bei Projekten, möchte der UC-Anbieter seine Partner unterstützen. Im Partnerprogramm werden in diese Richtung keine Änderungen vorgenommen, hierfür sieht das Unternehmen „keine Notwendigkeit.“

Das deutsche Unternehmen ist laut eigenen Angeben immer auf der Suche nach neuen Partnern. Aktuell werden vor allem größere Systemhäuser adressiert, da ihr Kundenstamm meist aus Großkunden besteht. Starface erhofft sich durch die Partnerschaften mit großen Systemhäusern, im Großkunden-Segment Fuß zu fassen und so auch das Geschäft mit VMs auszubauen.

Ausblick

Starface hat bereits Erfahrungen mit der Distribution gesammelt, sich aber dagegen entschieden. Aktuell vertreibt der deutsche Telefonie-Anbieter seine Lösungen wieder selbst, bisher mit Erfolg. Doch kann natürlich auch eine Zusammenarbeit mit der Distribution Möglichkeiten liefern, Wachstum zu generieren. So ist laut Signer die Entscheidung nicht mit der Distribution zusammenzuarbeiten, „nicht in Stein gemeißelt.“

2018 verzeichnet Starface ein Wachstum von rund 32 Prozent – die Ziele für 2019 werden im Laufe der nächsten Monate festgelegt, diese bleiben jedoch ebenso „ehrgeizig“. Das Fazit des Kongresses beschreibt Buzin wie folgt: „Wir haben das Rennen mit den Wettbewerbern gewonnen.“

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