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Business Continuity

NetApp Cloud Data Services auf HCI und AFF C190

Public Cloud für das eigene Rechenzentrum

| Autor: Klaus Länger

NetApp macht Cloud Volumes und die Container-Orchestrierung mit Kubernetes als Service nun auch On-Premises verfügbar.
NetApp macht Cloud Volumes und die Container-Orchestrierung mit Kubernetes als Service nun auch On-Premises verfügbar. (Bild: © donvictori0 - stock.adobe.com)

Mit der Data Fabric verfolgt NetApp schon seit einiger Zeit ein Projekt, mit dem die Storage-Architektur und die damit verbundenen Dienste sowie Produkte zur Basis einer Hybrid- und Multicloud-Lösung wird, mit der sich Daten und Anwendungen überall gleich einfach verwalten lassen.

Mit der wachsenden Verbreitung und Differenzierung von Public-Cloud-Diensten machen deren Nutzer gleichzeitig die Erfahrung, dass es gar nicht so einfach ist, Anwendungen und Daten von einem Anbieter zu einem anderen umzuziehen. „Cloud Lock-in ist das neue Vendor Lock-in“ erklärt dazu André M. Braun, Manager Cloud Infrastructure Sales DACH bei NetApp, und verspricht, dass mit der Data Fabric von NetApp die Kunden eine freie Wahl sowie Kombinationsmöglichkeiten zwischen den drei großen Public-Cloud-Anbietern und On-Premises hätten, ohne sich dabei mit einer unterschiedlichen User Experience auseinander setzen zu müssen. Die Abrechnung der Nutzung der neuen Cloud-ähnlichen On-Premises-Angebote kann monatlich oder als Pay-per-Use-Modell erfolgen. Dabei schließen die Kunden zunächst einen Jahresvertrag mit einem Mindestvolumen ab. Ab dem zweiten Jahr können sie das genutzte und damit auch bezahlte Volumen nach unten schwanken lassen. Die Bezahlung erfolgt monatlich.

André M. Braun verantwortet als Manager Cloud Infrastructure Sales bei NetApp das Geschäft für Cloud-basierte Lösungsansätze in der DACH-Region.
André M. Braun verantwortet als Manager Cloud Infrastructure Sales bei NetApp das Geschäft für Cloud-basierte Lösungsansätze in der DACH-Region. (Bild: NetApp)

Multicloud mit Ontap und als Managed Service

Netapp bietet Cloud-Storage-Dienste in zwei Varianten mit unterschiedlichem Fokus an: Als Cloud Volumes Ontap mit an den Storage-Appliances orientierten Funktionen und Storage-Administratoren oder -Architekten als Zielpublikum. Oder als Cloud Volumes Service für Cloud-Architekten, DevOps und Data-Scientists. Beide Varianten gab es bisher auf AWS und Cloud Volumes Ontap auch auf Microsoft Azure.

Neu hinzugekommen sind die durch Microsoft selbst unter dem Namen Azure NetApp Files angebotenen Cloud Volumes Services auf Azure, beide Dienste auch auf der Google-Cloud, die Cloud Volumes derzeit noch als Beta-Version, sowie die Cloud Volumes auf NetApp HCI (Hybrid Cloud Infrastructure). Mit letzteren ermöglicht NetApp ein persistentes Storage mit Cloud-ähnlichem Management auch On-Premises und schafft so für die Nutzer zusätzliche Flexibilität für Infrastructure as a Service oder für Cloud-native Services und Anwendungen. Der NetApp Fabric Orchestrator ist dabei das zentrale Kontrollinstrument für die Konfiguration und das Management der Volumes bei den verschiedenen Cloud-Providern und On-Premises.

Die Bedienung der Oberfläche des Fabric Orchestrator soll keine tiefgreifenden Administrator-Kenntnisse erfordern. Darunter liegen die Fabric API Services sowie der Data Hub als weitere Schichten. Die API Services bilden die Schnittstelle zu weiteren Diensten und stellen ein SDK für Erweiterungen bereit. Der Data Hub dient zur Organisation der Daten mit Tags, Labels und Indices. Er nutzt laut NetApp Machine Learning und AI für die Automatisierung, Überwachung und Optimierung der Ressourcen, wie etwa das Tiering von Daten oder für das Management der Lizenzen.

Kubernetes Service für die hybride Multi-Cloud

Mit dem Kubernetes Service ist NetApp zum Managed-Service-Anbieter für die Verwaltung von Container-Anwendungen geworden. Das Aufsetzen von Kubernetes-Clustern ist eine komplexe Aufgabe, die mit dem Service mittels weniger Mausklicks erledigt sein soll. Der Service beinhaltet eine automatisierte Kubernetes Deployment Engine, einen Marktplatz für Anwendungen und eine Orchestrierungslösung. Zudem steht mit den Cloud Volumes ein persistenter Datenspeicher für Kubernetes bereit. Mit Kubernetes Service für NetApp HCI können die Anwender nun auch NetApp HCI und damit On-Premises als separate Region einrichten. Anwendungen können so beispielsweise lokal entwickelt und getestet werden, um sie dann bei einem der Cloud-Provider für die Nutzung bereitzustellen. Zudem besteht die Möglichkeit, Anwendung und Daten getrennt voneinander an verschiedenen Orten unterzubringen und schnell zwischen diesen zu bewegen. Laut Braun sei NetApp derzeit die einzige Firma, die eine derartig flexible und nutzerfreundliche Lösung anbieten könne.

Das als Freemium-Version angebotene Multi-Cloud-Monitoring-Werkzeug Cloud Insights sowie das Optimierungstool Active IQ werden um Funktionen für NetApp HCI und Kubernetes erweitert. Cloud Insights bietet Echtzeit-Dashboards und unterstützt bei der Platzierung von Daten sowie Containern. Active IQ enthält nun einen QoS-Ratgeber für Storage-Elemente und HCI, Predictive Management für Storage Grid, sowie eine Schnittstelle zu DevOps- und Change-Management-Werkzeugen. Zudem lässt es sich in Cloud Insights integrieren.

Neue All-Flash-Storage-Systeme und Max Data mit Optane-DC-Unterstützung

Für On-Premises bringt NetApp zwei neue All-Flash-Systeme. Das AFF A320 ist ein Midrange-System mit End-to-End-NVMe, das unterhalb des A800 angesiedelt ist. Die 2U-Appliance kann via NVMe/RoCE mit einem 2U-NVMe-Shelf erweitert werden und nutzt NVMe/FC als Host-Interface für eine möglichst niedrige Latenz. Das AFF C190 ist ein günstiges All-Flash-System, mit dem laut NetApp die Partner nun auch preisbewusste Kunden adressieren können, die sie bisher mit NetApp-Aplliances nicht erreichen konnten.

Die AFF C190 rundet die Palette der All-Flash-Appliances nach unten ab.
Die AFF C190 rundet die Palette der All-Flash-Appliances nach unten ab. (Bild: NetApp)

Eine Schicht oberhalb der Appliances ist die Server-Software Max Data angesiedelt. Sie soll für ein automatisches Daten-Tiering auf alle All-Flash-Systeme mit Ontap-Betriebssystem und damit verbundene Datenmanagement-Funktionen sorgen. Mit der Version 1.3 unterstützt die Software auf Servern mit Intel-Xeon-Prozessoren der neuen Cascade-Lake-Generation nun auch Optane DC Persistent Memory mit einer Latenz von unter 10 Mikrosekunden als zusätzliche Schicht zwischen RAM und Flash.

Die wichtigsten Daten befinden sich immer im aus RAM und Optane DC bestehenden Memory-Tier, das größer als reiner RAM ist. Damit sollen In-Memory-Datenbanken sowie Echtzeitapplikationen wie etwa Machine Learning deutlich beschleunigt und dabei gleichzeitig geschützt werden. Die MAX-Recovery-Funktion bietet Spiegelung und Ausfallschutz von Optane DC Persistent Memory in einem Server und ermöglicht die Nutzung von Snapshot-Kopien für eine schnelle Daten-Recovery. „Kalte” Daten werden automatisch auf die Storage-Schicht verschoben.

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