Cloud-Dienst für die Bereitstellung von Windows-PCs Praktischer Windows AutoPilot

Von Thomas Joos

Wer Windows 10 oder 11 über den Windows Autopilot bereitstellt und über den Microsoft Endpoint Manager zentral verwaltet, vereinfacht das Client-Management seiner Arbeitsstationen im Unternehmen teilweise erheblich. Wir zeigen hier die Möglichkeiten des Dienstes.

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Im Zusammenspiel von Windows Autopilot und Microsoft Endpoint Manager können Admins Windows-Clients ganz einfach aus der Cloud bereitstellen und managen.
Im Zusammenspiel von Windows Autopilot und Microsoft Endpoint Manager können Admins Windows-Clients ganz einfach aus der Cloud bereitstellen und managen.
(Bild: © Olivier Le Moal - stock.adobe.com)

Windows Autopilot ermöglicht die schnelle und einfache Bereitstellung von Windows-Arbeitsstationen. Die aktuelle Version unterstützt auch die Bereitstellung von Windows 11. Der praktische Autopilot kann Computer an Active Directory und an Azure Active Directory anbinden. Auch hybride Bereitstellungen sind mit dem Dienst möglich.

Einfach ausgedrückt, kann der Cloud-Dienst Windows-PCs an das interne Netzwerk anbinden und zusammen mit Microsoft Endpoint Manager zentral verwalten. Im Rahmen der Bereitstellung über Windows Autopilot ist es auch möglich, Computer an Azure AD und auch an Microsoft 365 anzubinden. Für die Anbindung ist kein Administrator notwendig.

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Die Benutzer können Ihre Geräte schnell und einfach selbst einrichten. Dazu müssen die Anwender ihren Computer nur ans Netzwerk anschließen und sich am PC anmelden. Danach führt der PC automatisch die Einrichtung mit Autopilot durch. Microsoft erweitert die Funktionen von Autopilot ständig. Im Blog der Entwickler sind dazu Neuheiten und deren Einrichtung zu finden.

Voraussetzungen für die Bereitstellung von Windows 10/11 mit Windows Autopilot

Für die Bereitstellung von Windows 10 oder Windows 11 mit Windows Autopilot, muss der Hardware-Anbieter seine Geräte zunächst bei dem Dienst registrieren. Um PCs und Notebooks mit Autopilot bereitzustellen, muss die Hardware den Dienst unterstützen. Es ist also sinnvoll, bereits beim Kauf darauf zu achten, ob der Dienst zum Einsatz kommen soll.

Bezüglich der Lizenzierung sind Dienste wie Microsoft 365 aber auch von Azure AD notwendig. Eine genaue Auflistung ist auf der Seite „Windows Lizenzanforderungen für Autopilot“ zu finden.

So funktioniert Windows Autopilot

Um Windows bereitzustellen, hat der Hardware-Anbieter auf dem Gerät bereits Windows 10 vorinstalliert. Nach der Anmeldung des Benutzers an diesem Gerät baut dieses automatisch eine Verbindung zu Autopilot auf. Danach erfolgt die Transformation (so nennt Microsoft den Vorgang) an das jeweilige Unternehmensnetzwerk. Dabei installiert der Dienst die gewünschten Anwendungen, wendet Einstellungen an und setzt Richtlinien um. Auch das Ändern der eingesetzten Edition und die Aktivierung optionaler Features ist möglich.

Im Rahmen der Bereitstellung kann Autopilot das Gerät auch gleich an Microsoft Endpoint Manager anbinden. Eine Anbindung an Windows Update for Business und weitere Dienste, die Microsoft zur Verfügung stellt, ist ebenfalls möglich.

Windows Autopilot in Microsoft Endpoint Manager nutzen

Wer Windows Autopilot nutzt, setzt meistens auch auf Microsoft Endpoint Manager. Hier ist ein eigener Bereich für die Registrierung und Verwaltung von Windows Autopilot-Geräten zu finden. Die angemeldeten Geräte sind daher sofort in Microsoft Endpoint Manager zu finden. Natürlich arbeitet der Autopilot auch mit anderen Diensten in Azure und Azure AD zusammen. Es ist auch möglich, die Bereitstellung von Autopilot-Geräten an Benutzer und Gruppen zu delegieren, oder die Berechtigungen für die Anmeldung an Geräten über Gruppen zu steuern. Hier lässt sich Azure AD und AD nutzen. Die Gruppen und Berechtigungen können Admins selbst steuern.

Wer den Dienst testen will, kann sich ein Testabonnement für Microsoft Endpoint Manager holen und in einer VM eine Test-ID für einen Autopilot-PC erstellen. Dazu wird eine CSV-Datei generiert, die in Microsoft Endpoint Manager importiert werden kann. Die Installation der notwendigen Befehle und die Erstellung der CSV-Datei erfolgt in der PowerShell mit:

Install-Script -Name Get-WindowsAutopilotInfo -Force$env:Path += ";C:\Program Files\WindowsPowerShell\Scripts"Get-WindowsAutopilotInfo.ps1 -OutputFile Autopilot.csv

Die Geräte-Registrierung erfolgt im Endpoint Manager unter „Geräte\Geräte registrieren“. Die Bereitstellung von Windows 10 oder Windows 11 mit Autopilot erfolgt mit Bereitstellungsprofilen. Über „Profil erstellen“ können Admins ein Profil mit dazugehörigen Anwendungen und Richtlinien aus Microsoft Endpoint Manager erstellen.

Über einen Assistenten lassen sich verschiedene Einstellungen zentral vorgeben. Auf der Seite „Windows-Willkommensseite“ kann festgelegt werden, wie die Bereitstellung erfolgen soll. Auch die Anbindung an Azure AD oder an lokale AD-Umgebungen können hier angepasst werden. Zudem ist die Zuweisung an Gruppen auf diesem Weg möglich. Nach wenigen Sekunden ist das Profil erstellt.

Apps und Richtlinien definieren

Geräte, die mit Autopilot bereitgestellt werden, können über Endpoint Manager Apps und Richtlinien erhalten, wie andere PCs auch. Selbst Windows 365 lässt sich in der Enterprise-Version zentral mit anderen PCs über Endpoint Manager verwalten. Im Endpoint Manager Admin Center stehen bei „Apps“ die Programme zur Verfügung, die bei Anwendern automatisiert installiert werden, wenn sie sich mit dem hinterlegten Benutzerkonto anmelden. Über die App-Steuerung können bei „Windows\Hinzufügen“ die Anwendungen bereitgestellt werden, die der Endpoint Manager bei der Anmeldung eines Autopilot-Gerätes automatisch installiert. Dazu ist es sinnvoll, die Gruppenzuordnung der Anwendung auf die gleiche Gruppe zu setzen, die auch berechtigt ist, PCs mit Autopilot bereitzustellen.

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Benutzer stellen ihren PC selbst bereit

Im Rahmen der Einrichtung wird dazu die Anbindung an eine Organisation ausgewählt. Danach erfolgt die Anmeldung mit dem notwendigen Benutzerkonto in Azure AD oder AD, dem die Bereitstellung zugewiesen wurde. Ansonsten ändert sich für den Benutzer nichts, denn die Einrichtung erfolgt automatisiert im Hintergrund. Gehört der Benutzer zu einer Gruppe, für die im Endpoint Manager bei „Apps“ Anwendungen hinterlegt sind, installiert der Dienst auch diese Anwendungen automatisch.

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