CES 2024 OLED und KI: Asus-Notebooks auf der CES

Von Klaus Länger 4 min Lesedauer

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Der Blickfang unter den Notebook-Neuheiten auf der CES ist das Zenbook Duo mit gleich zwei OLED-Screens. Auch sonst zeigt der taiwanische Hersteller viele Geräte mit OLED-Displays und neuen CPUs von AMD und Intel mit integrierten KI-Einheiten.

Das vielfältig nutzbare Asus Zenbook Duo mit zwei 14-Zoll-OLED-Display ist das Highlight unter den neuen Asus-Mobilrechnern auf der CES.(Bild:  Asus)
Das vielfältig nutzbare Asus Zenbook Duo mit zwei 14-Zoll-OLED-Display ist das Highlight unter den neuen Asus-Mobilrechnern auf der CES.
(Bild: Asus)

Mehr als 60 Prozent des weltweiten Markts von Notebooks mit OLED-Display reklamiert Asus für sich. Daher ist es kein Wunder, dass Mobilrechner mit OLED-Panel einen guten Teil der Notebook-Neuvorstellungen des Herstellers auf der CES in Las Vegas ausmachen. Einen weiteren Schwerpunkt stellen die in vielen der Geräte integrierten KI-Funktionen dar, die von den neuen Prozessoren von AMD und Intel bereitgestellt werden.

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Zwei Mal 14 Zoll OLED: Zenbook Duo

Notebooks mit zwei Screens haben bereits Tradition bei Asus: Bereits 2019 brachte das Unternehmen Mobilrechner mit zwei Displays auf den Markt. Neben dem Hauptdisplay saß ein weiteres kleineres Panel über dem Keyboard. Dieses Prinzip hat Asus bislang beibehalten, allerdings mit immer größerem Zweit-Display und inzwischen auch OLED-Touchscreens.

Beim auf der CES 2024 präsentierten Zenbook Duo UX8406 hat der Hersteller nun mit diesem Konzept gebrochen: Es verfügt über zwei 14-Zoll-OLED-Screens, die durch ein Scharnier verbunden sind sowie über eine eigenständig nutzbare Bluetooth-Tastatur, ähnlich wie beim 2022 präsentierten Zenbook 17 Fold OLED mit flexiblem Panel. Im Notebook-Modus liegt das flache Keyboard mit Touchpad auf dem unteren Display auf und macht das Dual-Screen-Gerät zum Clamshell-Notebook. Beim Transport liegt das Keyboard zwischen den beiden Screen und wird dort auch gleich geladen. Alternativ kann das 2024er Zenbook Duo auch mit zwei Touchscreens verwendet werden, mit einem virtuellen Keyboard auf dem unteren Screen oder um 180 Grad aufgeklappt im Sharing-Modus. Im Dual-Screen Modus wird das Duo mit dem integrierten Kickstand so aufgestellt, dass die beiden Screens horizontal übereinander liegen und das Wireless-Keyboard auf dem Tisch liegt. Im Desktop-Modus liegen die beiden Screens vertikal nebeneinander, auf Wunsch mit einem über beide Displays gehenden Desktop mit 19,8 Zoll Größe. Auch hier liegt das Keyboard auf dem Tisch.

Die beiden 14-Zoll-OLED-Screens erkennen nicht nur Touch- sondern auch Stifteingaben. Der passende aktive Stift mit 4.096 Druckstufen gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Die beiden Panels im 16:10-Format liefern jeweils die 3K-Auflösung mit 2.880 x 1.800 Bildpunkten und arbeiten mit bis zu 120 Hz Bildwiederholfrequenz. Als Prozessor nutzt Asus einen Intel Core Ultra 7 155H oder Core Ultra 9 185H. Beide bieten insgesamt 16 Cores, darunter sechs P-Cores, eine integrierte Arc-GPU sowie eine NPU für die stromsparende Ausführung lang andauernder KI-Workloads. Die Meteor-Lake-Prozessoren können auf bis zu 32 GB DDR5-SDRAM zugreifen, Daten und Programme liegen auf einer bis zu zwei TB großen SSD.

Zu den Schnittstellen zählen zwei Thunderbolt-4-Ports sowie eine USB-Typ-A-Buchse. Der Akku fasst 75 Wh. Welche Laufzeit das Dual-Screen-Notebook erreicht, verrät der Hersteller nicht. Verpackt ist die Hardware in ein Gehäuse aus aufbereitetem Recycling-Magnesium. Daher wiegt das Evo-zertifizierte Zenbook Duo laut Asus auch nur 1,35 kg ohne und 1,65 kg mit Keyboard.

Zenbook OLED und Vivobook OLED

Mit einem 14-Zoll-OLED-Display im 16:10-Format ist die 2024er-Version des Zenbook 14 OLED ausgestattet. Je nach Modellvariante kommt hier ebenfalls ein 3K-120-Hz-Panel oder eines mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten und 60 Hz zum Einsatz. Mit einem Gewicht von 1,2 kg ist das 14,9 mm hohe Premium-Notebook zudem etwas leichter geworden, als die vorhergehende Generation.

Asus bietet das Zenbook 14 OLED mit Intel-Core-Ultra- (UX3405) oder oder AMD-Ryzen-8040-Prozessor an (UX3406). In beiden Fällen kommt die im Prozessor integrierte Intel-Arc- oder AMD-Radeon-GPU zum Einsatz und eine eigene NPU oder IPU beschleunigt KI-Funktionen, die etwa in Videokonferenzen die CPU-Cores entlasten. Das Intel-Evo-Modell kann maximal mit einem Core Ultra 9 185H, 32 GB LPDDR5x sowie einer 1-TB-SSD geordert werden. Mit AMD-Prozessor, hier ist der Ryzen 7 8840HS die Top-Ausstattung, ist der Arbeitsspeicher maximal 16 GB groß. Zudem fehlen hier die Thunderbolt-4-Ports.

Für das Metallgehäuse nutzt Asus bis zu 50 Prozent Recycling-Material und will so den CO2-Fußabdruck um 50 Prozent reduziert haben. Im Gehäuse sitzt ebenso wie beim Zenbook Duo ein 75-Wh-Akku, der hier allerdings für eine deutlich längere Laufzeit sorgen wird. Asus spricht von mehr als 15 Stunden beim Video-Playback.

Etwas schwerer sind die Vivobook-OLED-Modelle, die Asus in Las Vegas präsentiert. Das S14 OLED mit ebenfalls maximal 3K-Display bringt 1,4 kg auf die Waage, das S16 OLED soll 1,5 kg wiegen, bietet dafür aber nicht nur ein größeres OLED-Display, sondern auch eine höhere Auflösung von bis zu 3,2K. Die Vivobooks sind ebenfalls mit Intel-Core-Ultra- oder AMD-Ryzen-8040-Prozessor erhältlich. Allerdings gibt der Hersteller für die AMD-Variante ebenfalls bis zu 32 GB DDR5-SDRAM an.

Im Tastenfeld des beleuchteten Keyboards sitzt hier, wie von Microsoft propagiert, bereits eine eigene Taste für den Windows Copilot. Die Preise für die neuen Zenbook- und Vivobook-Modelle oder ein Datum für die Verfügbarkeit hat Asus noch nicht genannt.

Upgrade für Expertbooks

Ebenfalls mit einem 14-Zoll-OLED-Panel ist das Expertbook B9 ausgestattet, das Spitzenmodell unter den Business-Notebooks von Asus. Das 990 Gramm leichte Notebook mit 2,8K-Display bekommt eine Auffrischung durch einen neuen Intel-Ultra-7-Prozessor. Der Umstieg auf Meteor Lake und damit erweiterte KI-Funktionen erfolgt ebenfalls bei den mit IPS-Panels bestückten Expertbook-Serien B5 und B3. Das ab 1,29 kg schwere B5 mit 14- oder 16-Zoll-Display im 16:10-Format ist nun auch mit Wi-Fi 7 und LTE verfügbar. Es bietet zudem einen wechselbaren und bis zu 64 GB großen DDR5-Arbeitsspeicher und mit dem Core Ultra eine schnellere Intel-Arc-Grafikeinheit, sofern zwei SO-DIMMs für den Dual-Channel-Modus installiert sind.

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Zusätzlich kündigt der Hersteller neue Modelle mit Intel-Core-i5 und -i7-Prozessoren der 13. Generation und zusätzlicher Geforce-RTX-2050-GPU von Nividia an. Das günstigere aber schwerere Expertbook B3 erhält ähnliche Upgrades, kann aber nur bis maximal 32 GB RAM bestückt werden.

Das Chromebook-Portfolio wird um das Modell Expertbook CX54 erweitert. Es gehört zur Chromebook-Plus-Kategorie mit hoher Leistung und ist laut Asus das erste Gerät mit Intel-Core-Ultra-Prozessor dessen KI-Fähigkeiten ebenfalls genutzt werden. Er kann auf bis zu 16 GB LPDDR5x als Arbeitsspeicher zugreifen. Zudem ist eine bis zu 512 GB große SSD verfügbar. Das 16:10-IPS-Display liefert eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel. Preise für die Business-Notebooks nennt Asus derzeit noch nicht.

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