CES 2021 Neuheiten Notebook-Feuerwerk von Asus

Autor: Klaus Länger

Asus zeigt anlässlich der CES ein Fülle neuer Notebooks. Ein Schwerpunkt sind dabei Gaming-Boliden mit AMD Ryzen 5000HX und Nvidia Geforce RTX 3000, ein anderer Dual-Display-Geräte und flache Mobilrechner mit Ryzen 5000H oder Intel Tiger Lake.

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Asus präsentiert zur CES 2021 Gaming- und Dual-Display-Notebooks mit AMD-Ryzen-5000- und Intel-Tiger-Lake-Prozessoren.
Asus präsentiert zur CES 2021 Gaming- und Dual-Display-Notebooks mit AMD-Ryzen-5000- und Intel-Tiger-Lake-Prozessoren.
(Bild: Asus)

Ein wahres Produktfeuerwerk zündet Asus zur CES. Der Hersteller bedient dabei sowohl das boomende Gaming-Segment, als auch die Sparte der Notebooks, die von Firmen und Privatanwendern für die neue hybride Arbeitswelt aus Büro und Homeoffice nachgefragt werden. Neben günstigen Vivobooks kommen etliche neue Zenbooks mit AMD- oder Intel-Prozessor und neue Flaggschiff-Modelle mit Doppeldisplay auf den Markt.

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Gaming mit Fokus auf AMD Ryzen

AMD hat auf der CES 2021 eine ganze Reihe von Mobilprozessoren der Ryzen-5000-Serie vorgestellt. Ein Teil der 5000U-Modelle mit 15 Watt TDP basiert noch auf der Zen-2-Architektur (Lucienne), ein anderer, sowie alle H-Modelle für leistungsstarke Mobilrechner auf der neuen Zen-3-Architektur. Hier liegt die nominelle TDP bei 35 oder 45 Watt Bei den HX-Modellen ist dabei sogar ein übertakteter Betrieb mit bis zu 90 Watt möglich.

Von Nvidia kommen als CES-Neuheit die RTX-Mobile-Versionen RTX 3080 mit 16 GB GDDR6, RTX 3070 mit 8 GB GDDR6 und RTX 3060 mit 6 GB GDDR6, jeweils als Max-P-Modell mit voller Leistung und als Max-Q-Variante mit gedrosselter Leistungsaufnahme und damit auch Performance.

Asus setzt bei den Gaming-Boliden ROG Strix Scar 15 und Scar 17 die Octacore-Prozessoren Ryzen 7 5800H oder Ryzen 95900HX ein, der Speicher kann bis zu 64 GB groß sein. Bei der Grafik stehen alle Geforce-RTX-3000-Varianten in der Spezifikationsliste. Die 15,6- und 17,3-Zoll-Notebooks mit 2,3 und 2,7 Kilogramm Gewicht sind entweder mit einem 300-Hz-Full-HD-Display oder einem 165-Hz-WQHA-Panel ausgestattet. Beim RGB-beleuchteten Keyboard setzt Asus opto-mechanische Schalter ein. Der Akku fasst laut Hersteller 90 Wh.

Die günstigeren Strix G15 und G17 kommen mit einer Geforce RTX 3070 als maximaler Grafiklösung und dem 6-Kerner Ryzen 5 5600H als kleinstem Prozessor. In der Optik nehmen die Geräte Anleihen bei den Scar-Modellen, mit der Electro Punk Edition gibt es eine besonders auffallende Version mit Akzenten in Pink. Das ROG Strix Scar 17 ist Ende Januar verfügbar, der Startpreis liegt bei 1.799 Euro (UVP). Das Scar 15 folgt später im Quartal mit einem Preis ab 1.499 Euro (UVP). Zum selben Zeitpunkt kommen das Strix G17 ab 1.599 Euro und das G15 ab 999 Euro (UVP).

Das erste Gaming-Convertible von Asus ist das ROG Flow X13 mit einem AMD Ryzen 9 5980HS in der Top-Variante und einer Nvidia Geforce GTX 1650 als Grafik. Das 13,3-Zoll-Gerät mit 360-Grad-Scharnieren kommt mit einem 120-Hz-Full-HD oder einem 4K-Panel auf den Markt, beide mit 16:10-Seitenverhältnis. Mit einem Gewicht von 1,3 Kilogramm soll es bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit liefern. Da die Geforce-GTX-Grafik für viele aktuelle und vor allem kommende Spiele nicht ausreicht, bietet Asus als Zubehör zum Flox X13 das ROG XG Mobile als externe Grafikkarte mit RTX 3080 oder 3070 Mobile und eigenem Netzteil, das auch das Notebook versorgt. Die Verbindung zum Notebook wird über eine proprietäre Schnittstelle mit acht PCIe-3.0-Lanes hergestellt. Das Flow X13 soll Mitte des 1. Quartals auf den Markt kommen. Der Preis startet bei 1.499 Euro (UVP), einen Preis zum ROG XG Mobile hat Asus noch nicht genannt.

Dual-Display-Notebooks

Mit zwei Displays, einem Full-HD- oder 4K-Hauptdisplay mit 15,6-Zoll-Diagonale und einem ROG ScreenPad Plus über dem Keyboard, ist das ROG Zephyrus Duo 15 SE ausgestattet. Auf dem sekundärem Touchscreen können Gamer etwa zusätzliche Menü-Screens, Inventories oder Chatprogramme ablegen. Der 14,1-Zoll-Zusatzscreen kann um 13 Grad aufgeklappt werden, um die Kühlung des Notebooks zu verbessern und einen ergonomischeren Blickwinkel zu erreichen. Die Prozessor- und Grafikausstattung des ROG Zephyrus Duo 15 SE gleicht den ROG Strix Scar 15 und Scar 17.

Mit Intel-Prozessoren arbeiten die beiden neuen Zenbooks mit Dual-Display. Beim Zenbook Pro Duo 15 OLED kommt ein Intel Core i7-10870H mit oder ein Core i9-10980HK zum Einsatz. Die Octacore-Comet-Lake-Prozessoren werden jeweils mit einer Nvidia Geforce RTX 3070 kombiniert. Als primäres Display verwendet Asus ein OLED-Panel mit 4K-Auflösung und Touch- sowie Stifterkennung. Das 14,1-Zoll große und ebenfalls aufstellbare Screenpad Plus ist ein 14,1-Zoll-UHD-IPS-Touchscreen. Das Zenbook Pro Duo 15 OLED bringt ebenso wie das ROG Zephyrus Duo 15 SE 2,4 Kilogramm auf die Waage.

Mit 1,6 kg ein gutes Stüc

k leichter ist das Zenbook Duo 14 mit 14-Zoll-Full-HD-Primärdisplay und 12,6-Zoll-ScreenPad Plus, ebenfalls mit Full-HD-Auflösung. Bei der CPU setzt Asus hier auf Intels Tiger Lake und stellt den Core i7-1165G7 oder den i5-1135G7 zur Wahl. Der integrierten Iris-Xe-Grafik steht eine Nvidia Geforce MX450 zur Seite. Auf dem sekundären Displays der Zenbooks können die Anwender mit der Software Asus Control Panel schnell auf Funktionen von Kreativprogrammen wie Adobe Photoshop, Lightroom Classic, Premiere Pro und After Effects zugreifen. Der Hersteller stellt Entwicklern das Control Panel zudem als Open Source zur Verfügung, damit sie es an eigene Software anpassen können.

Das ROG Zephyrus Duo 15 SE soll ab 2.499 Euro (UVP) kosten, das Zenbook Pro Duo 15 OLED (UX582) schlägt mit mindestens 3.999 Euro (UVP) zu Buche. Für das Zenbook Duo 14 (UX482) werden ab 1.699 Euro fällig. Alle drei Dual-Display-Notebooks sollen noch im ersten Quartal erhältlich sein.

Zenbook,Vivobook und TUF Gaming Dash F15

Mit einem fast randlosen OLED-Panel, allerdings mit Full-HD-Auflösung, ist das Zenbook 13 ausgerüstet. Das gerade mal 1,14 kg leichte Notebook basiert auf einer AMD-Plattform mit Ryzen-5000U-Prozessoren. Ein stärkerer Ryzen 7 5800H kombiniert mit einer Nvidia Geforce MX450 treibt das Zenbook 14 an. Laut Asus ist es eines der dünnsten 14-Zoll-Geräte auf dem Markt. Die Vivobook-Modelle S14 und S15 bietet der Hersteller sowohl mit Intel-Core-Prozessor der 11. Generation und Evo-Zertifizierung an, als auch mit AMD Ryzen 5000U. Die darunter angesiedelten Vivobook 14 und 15 dagegen nur mit AMD-CPU. Beide Serien kommen in jeweils drei Farbvarianten auf den Markt. Preise nennt Asus nur für die Intel-Vivobooks. Sie sollen ab 799 Euro (UVP) kosten.

Das einzige neue Gaming-Notebook mit Intel-CPU ist das TUF Gaming Dash F15. Das schlanke Gerät, das ganze zwei Kilogramm wiegt, nutzt einen Core-i5- oder Core-i7-Prozessor aus Intels auf der CES neu vorgestellten Tiger-Lake-H35-Familie. Sie besteht aus Prozessoren mit weiterhin maximal vier Cores, aber einem TDP von 35 statt bis zu 28 Watt und damit einer höheren maximalen Taktfrequenz. Der Speicher kann bis zu 32 GB groß sein. Im TUF Gaming Dash F15 ist zudem eine Nvidia Geforce RTX 3060 oder 3070 eingebaut. Das 15,6-Zoll-Panel ist in verschiedenen Varianten lieferbar: Mit 240 Hz, 144 Hz oder 60 Hz. Das Gerät wurde laut Asus nicht nur als Gaming-Notebook entwickelt, sondern auch als robustes Arbeitsgerät, das die MIL-STD-810H-Anforderungen erfüllt. Auch optisch ist das in Moonlight White und Eclipse Gray lieferbare Notebook mit blauer Keyboard-Beleuchtung zurückhaltender als die ROG-Notebooks. Das TUF Gaming Dash F15 soll ab 1.099 Euro (UVP) kosten.

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