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Erweitertes Partnerprogramm

Nfon wird zum Anbieter von UCC as a Service

| Autor: Michael Hase

Die Nfon-Manager (v. l.) Thomas Muschalla, Markus Krammer und Jürgen Eberl sehen im Ausbau des Portfolios viel Potenzial für Partner.
Die Nfon-Manager (v. l.) Thomas Muschalla, Markus Krammer und Jürgen Eberl sehen im Ausbau des Portfolios viel Potenzial für Partner. (Bild: Susanne Hesping)

Mit der Entwicklung eines neuen Frontends dehnt Nfon das Portfolio von der Cloud-Telefonie in Richtung UCC as a Service aus. Der Client soll Mitte 2018 verfügbar sein und später sukzessive erweitert werden. Seinen Partnern gab der Anbieter jetzt einen Einblick in die Roadmap.

Nfon richtet die Produktstrategie neu aus. Für Mitte des kommenden Jahres kündigt der Münchner Anbieter von Telefonanlagen aus der Cloud die nächste Generation seines Clients an. Die Neuentwicklung, die sich auf mobilen Devices (Android, iOS) und PCs sowie geräteunabhängig im Browser nutzen lässt, vereint nicht nur mehrere Kommunikationsfunktionen in einer App. Nach den Plänen von Nfon soll die Software sukzessive zu einer umfassenden Lösung für Unified Communications & Collaboration (UCC) erweitert werden.

Der Spezialist für IP-Centrex-Anlagen dehnt damit sein Portfolio in Richtung UCC as a Service aus, wie Hans Szymanski, CEO von Nfon, beim Partnertag des Unternehmens in München erläuterte. Alles das, was seine Kunden für ihre Kommunikation benötigten, werde der Anbieter ihnen künftig „aus einer Hand liefern“.

Somit ersetzt die Frontend-App nicht bloß den bisherigen Fixed Mobile Convergence (FMC) Client, mit dem sich Smartphones in eine Telefonanlage einbinden lassen. Die neue Lösung führt etwa Funktionen wie das Softphone und das Tool Ncontrol, mit dem Nutzer ihre Nebenstellen eigenständig verwalten, zusammen. Zur Markteinführung werden außerdem Funktionen wie Callthrough, Telephone Handover, Click2Dial, Call List & Voicemail, Subscribed Audio Conferences und Source Based Call Forwarding in das „neue Nfon“ integriert sein. Später soll der Client um Collaboration-Dienste wie Screen-Sharing, Gruppen-Chat und Video-Conferencing ergänzt werden.

Vorabversion

Im Rahmen des Münchner Partnertags, der Ende Oktober stattfand, zeigte Nfon den Fachhandelsvertretern eine Vorabversion der Software. Die Neuentwicklung biete Endanwendern die Möglichkeit, jederzeit und an jedem Ort über unterschiedliche Kanäle zu kommunizieren, führte Markus Krammer, Vice President Products & New Business bei Nfon, aus. Dabei sei es Anspruch des Anbieters, die Funktionsvielfalt des Frontends unter einer Nutzeroberfläche zu vereinen. „Bei der Entwicklung gibt es eine Maxime: eine absolut einfache Bedienung.“

Nfon entwickelt den neuen Client nach eigenen Angaben vollständig in Eigenleistung. Dafür haben die Münchner 30 zusätzliche Software-Entwickler eingestellt. Im Gegenzug beenden sie die Zusammenarbeit mit Drittanbietern. Das Frontend bleibt indes offen für andere Collaboration-Angebote. Um es Kunden zu ermöglichen, Dienste wie Google Hangouts, Salesforce Chatter oder Slack anzubinden, wird ihnen der Cloud-Spezialist ein API-Framework bereitstellen.

Im kommenden Frühjahr werden ausgewählte Partner, die Nfon in Schulungen darauf vorbereitet, die Beta-Version der Software testen. Die Einführung des fertigen Clients soll um die Jahresmitte erfolgen. Die erweiterten Collaboration-Funktionen kündigt der Anbieter für den Verlauf des Jahres 2019 an.

Neue Partnerstufe

Darüber hinaus hat das Münchner Unternehmen sein Channel-Programm Cloud+ um den Status „Solution Partner“ erweitert. Er ergänzt die Klassifizierungen „Approved“‘, „Qualified“ und „Premium“. Grund für die Neuerung ist Nfon zufolge die vertikale Lösung Ncontactcenter, die der Anbieter auf dem Partnertag vor einem Jahr erstmals präsentierte. Deren Implementierung beim Endkunden ist aufwändiger und komplexer als die Einführung einer Cloud-Telefonanlage.

Solution Partner sind in der Lage, Dienstleistungen wie Prozessberatung für Contactcenter, das Customizing der Lösung und die Schulung der Endanwender zu erbringen. Nfon bildet sie dafür aus und begleitet sie bei den ersten Projekten. In der Anfangsphase ist die Anzahl auf zwölf Systemhäuser (zwei pro Region) begrenzt. Um Solution Partner zu werden, muss ein Fachhändler mindestens den Status „Qualified“ besitzen.

Mit dem neuen Status könnten Partner „ihre Wertschöpfung wesentlich erhöhen“, betonte Thomas Muschalla, Vice President Sales bei Nfon. Das Dienstleistungsvolumen eines üblichen Ncontactcenter-Projekts bezifferte der Manager auf 6.000 bis 10.000 Euro. Außer den Service-Einnahmen, die ein Händler direkt mit dem Kunden abrechne, profitiere er bei der Provision davon, dass für einen Contactcenter-Arbeitsplatz höhere monatliche Gebühren anfallen als für eine klassische Nebenstelle (60 Euro versus 8,50 Euro), so Muschalla weiter. Da Nfon das Portfolio sukzessive erweitert, hält es der Vertriebschef für denkbar, „dass wir beim Solution Partner künftig weitere Themen hinzunehmen“.

Starkes Wachstum

Derzeit arbeitet Nfon in Deutschland mit rund 620 Fachhändlern zusammen, von denen etwa zwei Drittel schon mehr als vier Jahre dem Channel des Anbieters angehören. Distributionspartner sind Acmeo, Ingram Micro, Komsa und Tarox. 2016 steigerte der Cloud-Spezialist, der in 13 europäischen Ländern am Markt agiert, seine Umsätze um 44 Prozent auf rund 30 Millionen Euro. Hierzulande lag das Wachstum bei 39 Prozent. Für dieses Jahr prognostizieren die Münchner erneut ein Plus von mehr als 30 Prozent.

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