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Was ist ein Browser?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ein Browser – auch als Webbrowser oder Internet-Browser bekannt – ist eine spezielle Software, die Webseiten und andere Dokumente und Daten, beispielsweise Bilder und PDF-Dateien, darstellen kann. Die bekannten Browser sind durchweg kostenlos.

Der englische Begriff „to browse“ bedeutet übersetzt so viel wie „stöbern“ oder „schmökern“. Der Begriff wurde dann mit dem Aufkommen des Internets für das Surfen im Netz und die entsprechende Software dafür, den Browser, übernommen.

Typisch für Browser ist, dass ihre Oberfläche zum größten Teil für die Anzeige von Webinhalten genutzt wird. Sie besitzen eine eigene Startseite, die beim Öffnen erscheint. Die gesuchte Webseite wird über die in der oben stehenden Adressleiste getätigte Eingabe erreicht. Zudem gibt es diverse Schaltflächen, mit denen man zum Beispiel zurück zur Startseite oder zu vorher besuchten Seiten gelangt (Navigation). Moderne Browser arbeiten mit Tabbed Browsing, dabei können mehrere Webseiten in verschiedenen Registerkarten parallel geöffnet werden.

Webadressen (URLs) lassen sich als Lesezeichen speichern, um sie später leichter wiederzufinden. Die Basisfunktionen von Browsern werden häufig durch Plug-ins von Drittanbietern um andere Funktionen erweitert.

Geschichte der Browser

Den ersten Browser entwickelte Tim Berners-Lee, der Erfinder von HTML, ab 1989. Er hieß zunächst WorldWideWeb, später dann Nexus. Grafiken mussten zu der Zeit noch extra angeklickt werden, um sie zu öffnen. Ein Jahr darauf beauftragte er seine Kollegin am CERN, Nicola Pellow, mit der Entwicklung des Line Mode Browser. Dieser konnte nur Text darstellen, lief aber auf nahezu allen damaligen Rechnern. Beide Browser wurden 1991 veröffentlicht.

Die erste größere Verbreitung eines Browsers fand Mosaic. Er hatte bereits eine grafische Benutzeroberfläche und baute das Seitendesign automatisch selbst auf. Ursprünglich für Unix geschrieben, gab es auch bald Versionen für Apple Macintosh und Microsoft Windows (1993). Mosaic wurde von dem 1994 erschienenen Netscape Navigator fast vollständig verdrängt. Netscape entwickelte sich bei dem damals rasanten Wachstum des Internets schnell zum Marktführer, verschwand aber nach einigen Jahren wieder in der Versenkung, bis er 2008 eingestellt wurde.

Ab 1995 entwickelte sich der Internet Explorer (IE) von Microsoft zum Platzhirsch auf dem Browser-Markt, bedingt durch den Wettbewerbsvorteil, dass der IE automatisch mit dem Betriebssystem Windows installiert wurde. Netscape reagierte auf die Verluste an Marktanteilen mit der Umwandlung in das Open-Source-Projekt Mozilla Firefox.

1996 erschien mit Opera einer der ersten Browser, der mit fest integrierten Tabs und einem Pop-up-Blocker ausgestattet war. Apple startete 2003 Safari als Standardbrowser für sein Betriebssystem, der den IE ablöste. Seit 2008 mischt Google mit Chrome im Browser-Wettbewerb mit und hat sich seitdem zum absoluten Marktführer entwickelt. In jüngerer Zeit erschienen mit Microsoft Edge und Vivaldi zwei neue Browser, deren Entwicklung abzuwarten bleibt. Edge wurde mit Windows 10 veröffentlicht und soll nach und nach den Internet Explorer ablösen.

Marktanteile von Browsern

Die bekanntesten Browser mit ihren Marktanteilen Stand 2018 sind:

  • Google Chrome – 61,6 Prozent,
  • Microsoft Internet Explorer – 12,0 Prozent,
  • Mozilla Firefox – 11,0 Prozent,
  • Microsoft Edge – 4,2 Prozent,
  • Apple Safari – 3,8 Prozent,
  • Opera – 1,5 Prozent,
  • Andere – 5,9 Prozent.

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