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Schule 2.0 – digitale Medien für besseren Unterricht

Lehrer sehen den Nutzen neuer Medien im Unterricht

15.04.2011 | Redakteur: Jürgen Paukner

Eindeutig ist die Einschätzung der Lehrer: digitale Medien verbessern den Unterricht.
Eindeutig ist die Einschätzung der Lehrer: digitale Medien verbessern den Unterricht.

Der Einsatz digitaler Medien in der Schule verbessert den Unterricht. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 501 Lehrern im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben.

Das Marktforschungsinstitut Aris hat im Auftrag des BITKOM 501 Lehrerinnen und Lehrer an Oberschulen (Sekundarstufe I) befragt. Wer den Lehrern Bequemlichkeit und Technikfeindlichkeit vorhält, wird von den Ergebnissen der Studie überrascht sein.

Danach sind 79 Prozent der befragten Lehrkräfte davon überzeugt, dass ihre Schüler schneller lernen, wenn sie im Unterricht mit Computer und Internet arbeiten. Drei Viertel beobachten, dass die Schüler durch den Medieneinsatz motivierter sind. 73 Prozent meinen, dass sich die Konzentration der Schüler verbessert. 77 Prozent der Lehrer sagen, dass sie durch PC und Internet individueller auf die einzelnen Schüler eingehen können.

„Die meisten Lehrerinnen und Lehrer sehen den großen Nutzen von Computer und Internet, finden aber häufig schlechte Voraussetzungen in ihren Schulen vor“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer auf der diesjährigen CeBIT in Hannover. Bisher werden digitale Medien in der Schule noch zu selten genutzt.

Web 2.0: Potentiale für die Schule?

Es liegt ein großes Potential darin, die Schüler dort abzuholen, wo sie sich in ihrer Freizeit engagieren. 77 Prozent aller Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren sind heute in sozialen Online-Netzwerken wie SchülerVZ oder Facebook aktiv. Diese Netzwerke bieten zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation. Und sie sind eine ideale Plattform, um Wissen auszutauschen.

Kann das Web 2.0 also den Unterricht unterstützen? Drei Viertel der Lehrer sagen grundsätzlich: Ja, das macht Sinn. „Allerdings gibt es hier starke Unterschiede in den Altersgruppen. Die jüngeren Lehrer sind deutlich aufgeschlossener als die älteren“, bemerkt Scheer. Fast die Hälfte aller meint, dass die Online-Gemeinschaften Diskussionen unter den Schülern fördern können. Eine gemeinsame Nutzung, also die Präsenz von Schülern und Lehrern in derselben Community, können sich nur ein Drittel vorstellen. Und jede vierte Lehrkraft will das Web 2.0 als Kanal für die Verteilung von Unterrichtsmaterialien nutzen. „Hier fehlen offenbar noch die Anwendungsszenarien“, resümiert Scheer.

Weiter mit: Vorschläge für die Schule 2.0

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