Schrumpfender PC-Markt Intel-Aktie bricht im schwächelnden PC-Markt ein

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Chipriese Intel schien nach langer Durststrecke auf dem Weg der Besserung. Doch jetzt sorgen hohe Speicherpreise dafür, dass weniger Computer gekauft werden. Zudem bremsen Probleme bei den Lieferketten den Umsatz bei Datacenter-Chips - und Intel leidet darunter.

Wegen hoher Speicherpreise weniger weniger Computer gekauft; das hat die Geschäftsprognose des Konzerns verhagelt und zu einem Absturz der Intel-Aktie geführt.(Bild:  Intel Corporation)
Wegen hoher Speicherpreise weniger weniger Computer gekauft; das hat die Geschäftsprognose des Konzerns verhagelt und zu einem Absturz der Intel-Aktie geführt.
(Bild: Intel Corporation)

Intel hat auf einen Schlag mehr als ein Fünftel seines Werts verloren, weil die Geschäftsprognose des Konzerns die Börse schwer enttäuschte. Intel macht zu schaffen, dass wegen des explosiven Anstiegs der Speicherpreise weniger PCs verkauft werden. Hinzu kommen Lieferketten-Probleme bei Chips für Rechenzentren, bei denen es eine hohe Nachfrage gibt.

Intel sagte für das laufende Vierteljahr einen Umsatz zwischen 15 und 16 Milliarden US-Dollar vorher. Analysten hatten eher mit 17 Milliarden US-Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie verfehlte Intel mit einer Prognose von 25 US-Cent die Markterwartung von 43 US-Cent deutlich. Die Aktie stürzte im nachbörslichen US-Handels um rund 22 Prozent ab.

Schwaches PC-Geschäft

Intel-Finanzchef David Zinsner sagte, das Unternehmen stelle seit Wochen eine Abschwächung des Geschäfts fest, weil wegen hoher Speicherpreise weniger Computer gekauft würden. Auch mindestens übers erste Halbjahr 2027 werde es keine Besserung geben, betonte er. Intel-Chef Lip-Bu Tan verwies darauf, dass der ganze Markt betroffen sei. Auch im gesamten kommenden Jahr würden die Speicherpreise ein schwerwiegendes Problem bleiben. Intel rechnet für 2027 mit einem Schrumpfen des PC-Marktes um zehn Prozent nach einem Rückgang um zwölf Prozent in diesem Jahr.

Kehrseite des KI-Booms

Die Speicherpreise sind in den vergangenen Monaten wegen der hohen Nachfrage zum Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz explosiv gestiegen. Intel profitiert mit seinen Prozessoren ebenfalls vom KI-Boom. Man habe aber die Nachfrage nicht ausreichend bedienen können, sagte Lip-Bu Tan. Gründe dafür waren unter anderem Engpässe bei einigen Rohstoffen sowie die zeitweise Schließung einer Fabrik in Israel.

Im vergangenen Quartal legte der Umsatz im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar zu, was in etwa den Analystenerwartungen entsprach. Unterm Strich sank der Gewinn um 18 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar.

Die Intel-Aktie war in den vergangenen Monaten stark gestiegen – weil Anleger darauf setzten, dass der Konzern mit neuen Produktionsverfahren vom Geschäft mit Technik für Rechenzentren profitieren wird. Außerdem versucht Lip-Bu Tan, Intel ein zusätzliches Standbein als Auftragsfertiger für andere Chipanbieter aufzubauen. Der Konzern investiert in diesem Jahr rund 20 Milliarden US-Dollar in Fabriken und Ausrüstung. Für das kommende Jahr stellte Finanzchef Zinsner noch eine Erhöhung der Ausgaben in Aussicht.

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