Hohe Quartalszahlen dank KI-Boom Intel übertrifft in KI-Boom Wall-Street-Erwartungen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Intel konnte bisher nicht so stark wie andere Chip-Konzerne vom KI-Boom profitieren. Doch inzwischen schlägt die rasende Nachfrage auch auf das Geschäft des Branchenpioniers durch. Trotz hoher Verluste ist der Quartalsumsatz gestiegen.

Der KI-Boom und Preissteigerungen haben die Quartalszahlen bei Intel steigen lassen.(Bild:  Intel Corporation)
Der KI-Boom und Preissteigerungen haben die Quartalszahlen bei Intel steigen lassen.
(Bild: Intel Corporation)

Der Chipkonzern Intel übertrifft dank der boomenden Halbleiter-Nachfrage im Zuge des KI-Ausbaus deutlich die Wall-Street-Erwartungen. Im vergangenen Quartal habe man sogar zuvor abgeschriebene Lagerbestände noch verkaufen können, sagte Finanzchef David Zinsner dem US-Sender CNBC. Auch habe Intel Preissteigerungen durchsetzen können.

Quartalsumsatz gestiegen

Als Folge stieg der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar (11,64 Mrd. Euro). Analysten hatten im Schnitt eher mit Erlösen von 12,4 Milliarden US-Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie erreichte Intel 0,29 US-Dollar – weit über der durchschnittlichen Prognose von 0,01 US-Dollar.

Unterm Strich gab es allerdings einen weiteren hohen Verlust von 4,28 Milliarden US-Dollar nach roten Zahlen von 887 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor. Intel investiert gerade in großem Stil in neue Produktionsprozesse, die den einstigen Marktführer aus der Krise bringen sollen. Intel konnte aber zuletzt den Elektroauto-Vorreiter Tesla als Kunden gewinnen, bei dem Firmenchef Elon Musk die Produktion eigener Chips ausbauen will.

Intel überraschte die Anleger auch mit dem Umsatzausblick für das laufende Quartal. Der Konzern rechnet mit Erlösen zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden US-Dollar, während am Markt im Schnitt eine Prognose von rund 13,1 Milliarden US-Dollar erwartet wurde. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 13 Prozent.

US-Beteiligung

Intel versucht unter dem seit rund einem Jahr amtierenden Chef Lip-Bu Tan, unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen, und gab dafür auch die Pläne zum Bau eines Werks in Magdeburg auf. Im August bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen.

Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren.

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