Datensicherheit, KI, Fachkräftemangel und der Mittelstand – diese Bulletpoints stehen für O&O Software aus Berlin auf der Agenda 2024. Mehr zur Business-Strategie und aktuellen Herausforderungen in der IT-Security erklären Olaf Kehrer und Sven Kadach.
Datensicherheitsspezialist O&O Software beleuchtet, was 2024 im Fokus steht und wie vor allem mittelständische Unternehmen unterstützt werden sollen.
(Bild: ImageFlow - stock.adobe.com)
1997 gegründet, entwickelte sich der Software-Entwickler zum „Schweizer Taschenmesser für Administratoren“, wie es Olaf Kehrer, Mitgründer von O&O Software, beschreibt. Datensicherung und -wiederherstellung stehen im Fokus. Vor zehn Jahren ging es dann in die Cloud-Entwicklung. „Wir wollen den Einsatz von KI weiter ausbauen – Stichwort Fachkräftemangel – und somit Anwendungen für die Administratoren so einfach wie möglich machen“, erläutert Kehrer. Das Berliner Unternehmen entwickelt alle Produkte laut eigenen Aussagen selbst. Seit 2021 arbeitet es mit dem Partner G Data CyberDefense zusammen.
Olaf Kehrer, Mitgründer O&O Software.
(Bild: O&O Software)
Unterstütze Partner, stärke das Business
Die tatkräftige Unterstützung der Partner ist das A und O für den eigenen Erfolg. Sven Kadach, Head of Sales DACH bei O&O Software, erklärt dazu: „Wir nehmen die Sorgen unserer Partner ernst und nehmen uns viel Zeit, um uns Feedback einzuholen.“ Auch müsse man die IT-Landschaft genauer anschauen.„Viele mittelständische Unternehmen seien überwiegend noch im Hardware-Umfeld unterwegs. „Deshalb haben sie nicht mehr die notwendigen und verfügbaren Ressourcen, um ihre Kunden optimal zu bedienen“, so Kadach. „Eine proaktive Betreuung ist heute wichtig. Statt dass ich quasi auf den Anruf vom Kunden ‚warte‘, fahre ich zielgerichtet hin, wenn es ein Problem gibt. Dies ist nur ein Beispiel, wie Managed SecurityService Provider (MSSPs) heute das Geschäft generieren können.“ So würde man dem Bedürfnis nach IT-Sicherheit und den entsprechenden Systemen gerecht werden, in Anbetracht mangelnder Ressourcen wie etwa den Fachkräften.
Sven Kadach, Head of Sales DACH bei O&O Software.
(Bild: O&O Software)
KI-Ausbau für KMU
Dass die Anforderungen von Kunden bekanntlich immer höher werden, bestätigt Kadach. Außerdem wird „das IT-Sicherheitsumfeld immer komplexer. Künstliche Intelligenz (KI) ist schönes Hilfsmittel, um dies zu vereinfachen.“ Daneben bekommen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) immer mehr das Problem, mit großen Konzernen zu konkurrieren. Auch den Managed Service Providern (MSPs) geht es vermehrt so – „und dort kommen die Fachkräfte auch nicht über Nacht“.
KI kann also für eine stärkere IT-Sicherheit genutzt werden, Mitarbeiter sollten ein tieferes Verständnis entwickeln. Um die KI-gestützte Cybersicherheit für den Mittelstand einfach bedienbar zu machen, nennt Kadach ein Beispiel aus dem Hause O&O. „Als Unternehmer oder Mitarbeiter muss ich wissen, was auf den Maschinen passiert.“ So wird diesen ein Status nach Ampelsystem angezeigt: Grün (alles in Ordnung), Gelb (hier sollte ich im System genauer nachsehen) und Rot (irgendwo gibt es ein Problem im System). KI übersetzt die Geschehnisse innerhalb des Unternehmenssystems dann aus der kryptischen in eine natürliche Sprache und stuft die Wichtigkeit des jeweiligen Prozesses ein – über einen Button für den Kunden leicht verständlich.
Sicher im neuen Jahr
Kein Backup, kein Mitleid. „Wer keine Datensicherung hat, dem kann man auch nicht mehr helfen. Vor allem in Zeiten von Ransomware“, so Kadach. „Wir bei O&O achten zum Beispiel auch darauf, dass keine Daten zu Drittanbietern abfließen. Sie laufen über unseren Proxy-Server. Dies sorgt für eine Anonymisierung der Daten.“
Datensicherheit und -schutz sind und bleiben ein zentrales Thema.
Sven Kadach, Head of Sales DACH bei O&O Software
Auch Security-Awareness-Trainings bleiben wichtig, damit jeder Nutzer in die Lage versetzt wird, eine Phishing-Mail oder einen Cyberangriff zu erkennen sowie rechtzeitig reagieren zu können.
2024 möchte das Unternehmen durch personellen Zuwachs weiter wachsen und in Partnerschaften intensivieren. Auch der Markteintritt in den USA ist lukrativ. Im DACH-Bereich will man – so Kadach – Lösungen sowie Services verbessern und auch die kleinen Partner an die Hand nehmen, um weiterhin erfolgreich zu bleiben.
Stand: 08.12.2025
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